Mal ganz knallehart gesagt: wenn du einen passenden Hund für die Arbeit suchst, spielen deine eigenen optischen Präferenzen so gut wie keine Rolle!
Optisch bevorzuge ich große, schwarze, kurzhaarige, muskulöse Hunde. Hündinnen lieber als Rüden... eingezogen ist ein weißes, männliches Plüschschaf (GR-Pudel-Mischung bzw. Goldendoodle). Und er ist iiiiddeeaaaall für meine Arbeit!
Doch eine wichtige Frage vorweg:
Möchtest du denn einen Hund? Einfach so? Also, ohne das er arbeitet? Denn es kann immer passieren, dass dein einzelnes Exemplar nicht für deinen gedachten Einsatzzweck geeignet ist. Was würdest du dann machen?
Wenn du das mit "Ja, ich will" beantworten kannst, dann wäre wichtig zu wissen, was würdest du gerne mit dem Hund machen? Hundesport? Einfach "nur" ein Alltagsbegleiter? Wie schaut es mit Jagdtrieb? Schutztrieb? etc.
Denn dann fallen eh meist schon einige Rassen raus.
Und dann solltest du dir noch genauer überlegen, für welche Form der Therapie du den Hund einsetzen möchtest.
Soll der Hund eher mit Einzelpersonen arbeiten oder Gruppen?
Soll er motorische Fähigkeiten fördern oder eher soziale Kompetenzen?
Soll er eher mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen oder alten Menschen arbeiten? Oder gar "querbeet"?
Sind das zB immer die gleichen Menschen, die er trifft (oder zumindest über einen längeren Zeitraum) oder sind das immer andere?
Dann ist auch immer wichtig zu überlegen:
Was passiert mit dem Hund, wenn er nicht mitarbeitet? Und ein Hund kann mMn nach 40 Std. die Woche in der Arbeit mitarbeiten... er braucht Ruhepausen und Auszeiten.
Ich persönlich finde ja, dass 1-2 Einsätze pro Tag mehr als ausreichend sind.
Generell finde ich, dass ein Hund, der für die Therapie oder Pädagogik geeignet ist, vor allem Spaß an seiner Sache haben sollte. Deshalb finde ich "Ein-Mensch-Hunde" eher ungeeignet.
Dann ist ein gewisser Will-to-Please von Vorteil.
Und eine gewisse Nervenstärke.
Und eine gute Sozialisation - am besten ein wenig auf den späteren Einsatzzweck zugeschnitten.
Alles andere ist eher Nebensache und ausbaufähig und man muss halt schauen, was der Hund von sich aus anbietet.
Allerdings schätze ich an meinem Schaf seine Apportierfreudigkeit. Das kann man einfach sehr gut ausbauen und dann in die Arbeit einbauen.
Und ich finde es toll, dass das Schaf nicht haart! 
An deiner Stelle würde ich bewusst auf eine verbreitete Rasse ausweichen, denn eine/n guten Züchter/in zu finden, ist immer schwierig... aber wird natürlich noch schwieriger, wenn ich nur 2 in ganz D habe.
Noch eines zum Thema Pudel:
Ich bin gerade dabei, einen potentiellen Nachfolger für´s Schaf zu suchen. Auch erst in 4 Jahren. Und der GP stand ganz weit oben auf meiner Liste. Allerdings höre ich immer öfter, dass dies eher "Ein-Mensch-Hunde" seien. Das mag als Blindenführhund oder Behindertenbegleithund gehen, denn da hat er ja "nur" seinen einen Menschen. Als Therapiehund jedoch, sollte er ja auch gerne mit fremden Menschen mitarbeiten. Das ist mMn ein großer Unterschied.
Aber noch ist er nicht ganz raus.... 