Beiträge von ruelpserle

    Naja, wer kann denn sein Leben die nächsten 15 Jahre akribisch planen? Also, ich zumindest nicht.

    Seit ich meine Hunde habe, habe ich 2x den Job gewechselt, bin 1x umgezogen und hatte die ein oder andere "Liebschaft".
    Ich kümmer mich alleine um die Viecher, habe aber 2 gute Freundinnen, die gerne als Sitterinnen fungieren. Außerdem 2 professionelle Hundeleute und 3 Leute, denen ich sie im Notfall auch anvertrauen würde.

    Aaaaber: ich bin immer bereit, mein Leben so zu gestalten, dass es meinen Hunden gut geht. Ich würde zB keinen Job annehmen, zu dem ich meine Hunde nicht mitnehmen könnte. Lieber verzichte ich auf Gehalt.
    Ja, Urlaub und WE-Ausflüge muss man sorgfältiger planen. Ist aber auch ok.

    Ich persönlich bin ganz froh, dass ich mich mit niemandem darüber einigen muss, wie die HUnde geführt, gefüttert und beschäftigt werden. Meine Hunde - meine Regeln. Wenn ich sie abgebe, dann gelten dort deren Regeln. SInd dann quasi deren Hunde.

    Was mir wichtig wäre, ganz klar festzulegen, wer Besitzer_in des Hundes ist. Und wer was zu sagen hat. Ich denke, sonst kann es zu Problemen kommen.

    Ich habe ja 2 Hunde hier, die eigentlich ein Teil von mir sind. SInd so "MItschlepp-Hunde" - Arbeit, Seminare, Urlaub.... Aber wenn ich es für nicht sinnvoll halte, bleiben die Tölchen auch einfach mal zu Hause, zB Strassenfeste, enge/laute Kneipen...

    Ich habe viele Freunde, die selber keine Hunde haben, sich aber immer freuen, wenn sie meine sehen.

    Ich mache mir Gedanken über ihr Ernährung und habe schon festgestellt, wie sehr sie sich auf die Gesundheit auswirkt.

    Ich interessiere mich momentan sehr für vieles im Hundebereich - Geschichte, Erziehung, Anatomie.... Und da ich meine Hunde im pädagogischen Bereich einsetzen will, besonders dieser Themenbereich.


    Von daher: die Viecher nehmen einen großen Platz in meinem Leben ein und es gibt bestimmte Dinge, die ich nicht machen würde (zB würde ich keinen Arbeitsplatz annehmen, bei dem ich sie nicht mitnehmen kann).
    Aber wenn ich das nicht so wollen würde, dann hätte ich mir auchkeine Hunde angeschafft! ;)

    Ich hatte als erstes für 6 Monate einen Pflegehund (die Besitzer sind nach GB ausgewandert und haben die Tollwutimpfung"verpasst"). Das war super. Ich konnte also in Ruhe "ausprobieren", ob ein Hund in mein Leben passt und ob ich das wirklich will.
    Und ja, ich wollte. :D

    Dann zog Hoover bei mir ein, laut Orga ca. 2 Jahre, nach dem Zustand der Zähne ca. 5 Jahre, von ihrer Souveränität her ca. 10 Jahre. Mittlerweile ist sie seit 5 Jahren bei mir und mein absoluter Arsch-auf-Eimer-Hund. =)
    Ja, ich musste einiges aufgeben und ich muss vieles organisieren. Zum Beispiel Motorrad fahren. Aber da ich alleine bin und voll für den Hund verantwortlich, geht das einfach nicht mehr. Schönes Mopped Wetter ist einfach auch tolles Hundewetter. Am Saisonanfang gibt's auch nach 5 Jahren noch nen kleinen Stich.... bis mich die Nasen "angrinsen"!
    Einfach mal so irgendwoe hinfahren geht auch nicht. Muss erst Hundesitter suchen, denn auf nen Städtetrip nehm ich sie nicht mit.
    Mein großer Vorteil ist, dass ich sie mit auf Arbeit nehmen kann. Also, wenn ich abends was machen will, dann lass ich sie ohne schlechtes Gewissen alleine daheim.


    "Trotz" aller Einschränkungen und Planungen zog vor 3 Jahren dann Hund Nr. 2 ein. Also, soooo schlimm kann es gar nicht sein. :D

    Diesmal ein Welpe. Auch meine beiden nächsten Hunde werden vermutlich Welpen. Das hat aber damit zu tun, dass ich meine Hunde im pädagogischen Bereich einsetzen möchte und ich der Meinung bin, einen Welpen/jungen Hund kann ich da besser passend prägend. kann.
    Wenn ich das mal nicht mehr machen möchte, wird hier auch ein älterer Hund einziehen. Da kann ich Fusselnase nur zustimmen. Und würde dir auch eher ein älteres Felli empfehlen. Die sind toll! ;)

    Hmmm... ich muss gestehen, ich hab´s auch vergessen. Übe es zwar immer mal wieder mit dem Schaf, aber ohne Hilfe klappt es noch nicht. Da die nächste Woche bei mir aber stressig wird und ich wenig zum üben komme, würde mir ne Woche Verlängerung nicht reichen.

    Aber schau mr mal, wie es den anderen erging. ;)

    Hoover, meine dicke Prinzessin:
    Ich war auf der Suche nach nem Hund. Dem Tierheim hier vor Ort war ich nicht gut genug. Also im INternet geschaut und eine Tierschützerin kennengerlent, die sehr süße Welpen zu vermitteln hatte. Angeschaut - war nichts. Aber ein langes Gespräch mit ihr geführt, was ich suche, was ich bieten kann etc.
    Ca. 2 Monate später kam ne Mail mit link: "Schau dir die Hündin mal, die könnte passen". Also, angeschaut - "Hmmm.... naja... nett"
    Nochmal lange mit der Tierschützerin vor Ort und Dani gemailt. Also, ich mach's! Die Nase darf kommen und wenn es nicht passt, suchen wir ein zuhause.
    JOah, Prinzesschen kam an... und war von Anfanhg mein Arsch auf Eimer Hund.


    Lolek:
    Zweithund stand gar nicht an. Ich habe nur meine Hundetrainerin begleitet, die Welpen anschauen wollte, aus deren Wurf, sie die einzige Hündin nehmen wollte. 3 Wochen waren die Krümel da alt.
    Einer kam an, legte sich auf meinen Schoss und schlief 2 STunden. :cuinlove:
    Joah, serh süß. Aber ich wollte ja keinen Hund. Und schon gar keinen Welpen. Und keinen Rüden. Und nix weißes. Und nix wuscheliges. Und schon gar nichts großes.....
    Naja.... nach dem 4. Besuch stand fest - er will mich! Und ich ihn auch. Und nu sitzt das Schaf seit 3,5 Jahren bei mir. :applaus:
    (Und liegt immer noch am liebsten mit dem Kopf an meiner Schulter)

    Heute habe ich 2 interessante Begegnungen gehabt:

    In der Bahn auf dem Weg in die Arbeit, Schaffner kommt, kontrolliert die Tickets.
    Zeigt auf Lolek: "Was ist denn das für eine Rasse? Oder ist das ein Mischling?"
    Ich: "Ist ein Mischling zwischen Pudel & Golden Retriever"
    Er: "Wie geht das denn?"
    Ich: :ka:
    Er: "Ja, Labradore sind ja auch so edle Tiere!"
    Ich: "Öhm... Joah... Also..."
    Er: "Und alle so lieb! Tun keinem was!"
    Ich "Öhm..... Joah.... Also...."

    :headbash: :roll:


    2. Begegnung:
    Ich mit den Hunden vom Büro zum T-Punkt gegangen. Hunde frei gelaufen. Biegen um eine Ecke, steht da eine ältere Frau.
    Sie: "Immer diese frei laufenden Hunde"
    Ich: "Oh, hat mein Hund Sie belästigt"
    Sie "Nein, aber das geht doch nicht!"
    Ich: "Warum nicht? Kam mein Hund zu Ihnen?"
    Nein: "Aber ich habe auch Hunde. Was meinen Sie, was das los wäre, wenn die jetzt rausgekommen wären?"
    Ich: :???:
    ZU diesem Zeitpunkt, war keiner meiner Hunde auch nur in der Nähe der Frau oder des Grundstücks.
    Ich: "Ich verstehe Sie nicht so ganz. Meine Hunde haben nichts gemacht, aber es stört Sie, weil Sie ohne Leine laufen?"
    Sie (imer empörter) : "Das geht so nicht! Das geht so einfach nicht!"
    Ich: "Och doch, geht doch, wie Sie sehen" und bin gegangen! :flucht:

    Dann glaubt doch einfach, dass ihr es mit jedem welpen hinbekommt..mir solls egal sein.

    lg


    Öhm, habe ich irgendwo was von jedem Welpen geschrieben? Nööö... und ich weiß, dass nicht immer alles nach Plan läuft. Aber bei meinem Rüden waren mir beide Eltern bekannt, ich habe ihn begkeitet seit er 3 Wochen alt war, ich habe seine Sozialisation mitbekommen. Also wusste ich, was vermutlich auf mich zukommen wird. Und habe halt von Anfang an das geübt, was für mich und meinen Hunde "überlebenswichtig" im Alltag ist und wo ich auch keine Abstriche machen kann/will.

    Deshalb: Welpe bei mir nur sehr gutem Hause, d.h. ich will zumindest die Mutterhündin kennenlernen (am besten schon vorher und im Alltag), ich will wissen, was der Hund alles in der Kinderstube kennenlernt und ich will ihn besuchen können.

    Ich glaube nach wie vor, dass es das wichtigste ist, sich zu realistisch überlegen, wie der Alltag mit Hund aussehen soll. Danach habe ich sein erstes Jahr gestaltet. Kommandos wie "Sitz" etc hab ich da nur spielerisch eingebaut und ein wenig geübt. Wichtiger waren mir die Alltagsdinge.

    Ein paar Beispiele, die mir im Alltag extrem wichtig waren/sind:
    Ich arbeite zum Teil freiberuflich als Referentin - Hund ist idR dabei, muss aber im Gegenzug absolut unauffällig sein und kein Seminarkasper. Check - kann er!
    Ich habe kein Auto, Hunde müssen Öffis fahren und zwar alle (Bus, Bahn, U-Bahn, Tram...). Check - kann er!
    Da muss er zum Teil Maulkorb tragen. Check - kann er!
    Manchmal bin ich 10-14 Stunden am Tag beruflich unterwegs, Hunde sind idR dabei - Fressen gibt´s zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten. Check - kann er!
    Hund soll in der sozialen Arbeit eingesetzt werden, also keine Angst vorm Rolli, Rollator, "komischen Menschen".... - Check, kann er!

    Er kann die Kommandos, wie sitz, platz, halten, lass fallen, komm her sehr gut. Mir sehr wichtig.
    Er kann ein paar nützliche Tricks wie "heb auf" oder "bring her" und ein paar weniger nützliche wie "8 zwischen den Beinen durch". Da kann es sein, dass ich auch mal ein Kommando wiederholen muss. Mir egal.

    Er wartet nicht automatisch am Bordstein, setzt sich auch nicht automatisch hin, er kann kein perfektes Fuß, an der Leine neigt er zum minimalen ziehen (kann ihn immer noch mit einem Finger halten, aber die Leine ist eben fast immer gespannt). Mir unwichtig.

    Er neigt beim Spielen zum überdrehen und daraus dann, zum in den Arm "beißen" - daran arbeiten wir.
    Generell ist er eher ein hibbeliger Kandidat - meine größte Herausforderung. Seit ich das Schaf habe, bin ich quasi "Dauer-ge-ommt".

    Er kann nicht jeden Rüden leiden - egal. Muss er nicht. Er darf auch mal brummeln, aber er muss mir das Zepter in der Hand lassen. "Mega Pöbeln" is nicht! Mag ich nicht, kann ich nicht leiden. Aber alles andere ist egal.

    Und genau, das meinte ich vorhin. Der Hund muss zu MIR und MEINEM Alltag passen! Deshalb lege auch ich fest, wann er gut erzogen ist!

    Hmmm... mein Welpe war mein zweiter Hund - trotzdem hab ich ich ihn ganz gut hinbekommen. Meiner Meinung nach.

    Ich habe mir einfach im Vorfeld überlegt, wie mein Alltag aufgebaut ist und was er in seinem Job leisten muss. Dann habe ich mir überlegt, was ist Pflicht, was ist Kür und was ist ein NoGo.
    Er ist nicht 100% so, wie erwartet, er hat seine Schwachstellen und seine Stärken, seine kleinen Baustellen und seine absoluten Highlights. Ganz klar: bei jemand anderem wäre er in vielen Bereichen anders. Aber dennoch ist er für mich fast perfekt.

    Und sooo schwer fand ich das nicht. Aber das Schaf hat es mir auch relativ einfach gemacht.

    Also, ich hab ja kein Problem mit Hunden vom Züchter oder Rassehunden. Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden.Aber manche Aussagen von Dir finde ich schwierig nachzuvollziehen. Ich weiß nicht, ob man grundsätzlich jeden Hund so fördern und formen kann, dass er mit allen Anforderungen zurecht kommt. In jedem Hund steckt doch auch Individualität und ein angeborenes Temperament. Das ist ein bisschen wie mit Kindern. Da ist auch nicht alles anerzogen, da gibt es auch bestimmte Wesenszüge, die einfach im Idividuum und Temperament begründet sind.
    Bei Dir hört sich das so an, als könne man einen Hund, wenn man ihn nur früh genug bekommt, so hinbiegen, wie man ihn braucht.

    Ich denke, bis zu einem gewissen Grad kann man einen Hund auch "so hinbiegen" wie man es braucht - wenn man gewisse Rassedispositionen beachtet. Man wird aus einem Mali idR keinen Couchpotatoe machen, aus nem HSH keinen "ich hab alle soooo dolle lieb" Wuffel oder aus einem Mops keinen Agility Weltmeister... Um das mal überspitzt darzustellen.

    Aaaaber: wenn ich mich mit den unterschiedlichen Eigenschaften unterschiedlicher Rassen auseinander gesetzt habe, dann zu einer seriösen Zucht gehe, darauf achte, wie dort die Sozialisierung ist - dann ist die Chance sehr hoch, das ich einen Hund so "hinbiegen" kann, das er in meinen Alltag passt!

    Ganz ehrlich; Ich wüwrde diese rassistische Beleidigung bei der
    Polizei anzeigen.
    Nicht, weil da großartig was raus käme.... aber einfach damit es in der Akte "PMK Rechts" (Politisch motivierte Kriminalität rechts) landet und damit in die Statitik eingeht. Und nicht abwimmeln lassen, das du als Deutsche ja damit nicht gemeint warst.... der Täter dachte, du seist Ausländerin!
    Geht gar nicht! Da sieht man mal, wie weit der rechte Mob sich aus seinen Höhlen und Löchern wagt! Zum Kotzen!