Spannende Frage:
Ich bin ja so ne "klassische" "Familienhundehalterin" bzw ich setz(t)e meine Hunde in der pädagogischen Arbeit mi Kindern und Jugendlichen ein.
Hund 1 - meine kleine dicke Prinzessin kam zu mir, wie es viele hier "ablehnen": Direktimport aus Griechenland. Und sie war und ist mein Jackpot Hund, auch wenn sie sich nicht in allen Bereichen so entwickelt hat, wie ich es wollte.
Hund 2 - ich war gar nicht auf der Suche nach nem Zweithund und "stolperte" dann über mein Schäfle.
Hoov war für mich immer sehr einfach. Und ich würde mir privat wieder einen Hund in die Richtung aussuchen: eigenständig, stur, sehr "alltags-intelligent", nicht an fremden Menschen oder Hunden interessiert, aber auch nicht unfreundlich, will to please nur in Verbindung mit Leckerlis vorhanden... sie ist einfach immer um mich rum, geht aber auch gerne mal "stromern" (sie haut nicht ab, schaut nur, was so in der Gegend los ist
). Von daher würde ich entweder wieder im Tierschutz suchen oder bei den eher al ursprünglich geltenden Rassen und mri da dann die Rasse mit dem geringsten Jagdtrieb und dem kürzesten Fell aussuchen. 
Durch den Lo habe ich erst gelernt, das man Hunde wirklich erziehen, mit ihnen arbeiten kann. Das macht Spaß! aber fordert halt auch viel mehr. Also, mich zumindest.
Aus beruflichen Gründen zieht als nächstes aber wieder eher ein arbeitsfreudiger, menschenfreundlicher und temperamentvollerer Hund an. Momentan entweder aus dem Retriever-Bereich oder ein Lagotto Romagnolo oder etwas ähnliches.
Von daher kann ich nur sagen:
In MEIN Leben (Großstadt, Mietswohnung in nem 12 Parteien Haus, Hund soll im Job mitarbeiten) passt zB kein Schutz- oder Wachtrieb. Also ist das etwas, worauf ich achte.
Mit Jagdtrieb kann ich leben. so lange er einigermaßen händelbar ist. Da bin ich zB auch gerne bereit "Ersatztätigkeiten" anzubieten.
Aber deshalb sollte man schon noch gucken, in wiefern der Hund zum eigenen Leben passt.
Und auch wenn ich mich damit vermutlich jetzt seeeehr unbeliebt mache:
Da ich der Ansicht bin, dass viele hündische Eigenschaften zum Großteil nicht mehr in unsere Welt passen (und Ersatzangebote halt immer nur Ersatz sind), fände ich es sinnvoll, neue Rassen zu züchten, bei denen auf "familienfreundliche" Eigenschaft gezüchtet wird. Dazu gehört für mich zum Beispiel ein gutes Nervenkostüm, Gelassenheit, händelbaren Schutztrieb, händelbaren Jagdtrieb.
Ich denke, es ist sinnvoller, die bestehenden Rassen mit ihren Eigenschaften gut weiter zu züchten und die -wie ich finde- sehr bescheidene Aufteilung in Show- und Leistungslinien zu unterlassen. Statt dessen lieber was neues "erschaffen".