Beiträge von ruelpserle

    Ich als "Allein-Hundehalterin" und dazu den Anspruch an mich, das meine Hunde nur im Notfall mehr als 6 Stunden alleine bleiben sollen, habe beides. Ein privates Netzwerk - das reicht von "stelle die Hunde kurz zum Pipi machen auf ne Wiese" über "ich nehme 1 Hund, wenn möglich nicht über Nacht" bis hin zu "ist quasi auch mein Hund". Letztere nehmen die Hunde auch mal mit in den Urlaub. Zum Glück immer nur 1, denn jeder meiner Hunde hat nen eigenen 'Co-Owner" . :D
    Dieses private Netzwerk baue ich bewusst auch immer weiter aus. Es kann sich ja immer mal was ändern.

    Und ich habe ein paar professionelle Hundesitter_in meinem Telefonbuch, denen ich meine Hunde anvertrauen würde.
    Aber zum Glück für meinen Geldbeutel muss ich das fast nie.

    Aber ich gehöre da auch eher zur entspannten Sorte Hundehalterin.

    Aaaah,... und noch eines:

    Heute in der Bahn wollte so ein Mini-Steppke (ich schätz mal so 1,5 Jahre... wie alt sind die denn, wenn sie grad so laufen und reden anfangen? :ops: ) meine Hunde streicheln. Und nachdem sie nett gefragt hat (also, so in 2 Wort Sätzen), meinte ich auf Lolek zeigend; "Den großen darfst du streichen..." und auf Hovver zeigend: "Den nicht".

    Steppke war dann doch nicht so mutig und zog mit Papa ab. Um kurz darauf mit Mama wieder zu kommen. Zeigt auf Hoover und sagt "Dennicht" und dann auf Lolek "Hund".
    Da musste ich schon schmunzeln.

    Als wir dann aus dem Zug ausgestiegen sind, krähte Stepke hinterher: "Tschüss Denicht - tschüss Hund".... :lol: :lol:

    Seit dem bin ich am überlegen:
    Ist "Dennicht" die Art oder der Name? :lachtot:

    Heute bin ich von der Bahn aus heimgelaufen. Auf dem Weg liegt ein Restaurant, in dem man draußen sitzen kann. Montags ist das Schnitzeltag und an einem Tag wie heute eine Menge los. Unten am Eck sah ich schon einen schwarzen Hund, etwa so Flatcoated-Größe am anderen Ende der Leine ein älterer Mann. Drumrum ein paar Kids unterschiedlichen Alters.

    Hund sprang wie blöd an dem älteren Mann hoch, der ein eingepacktes Schnitzel in der Hand hatte und dies immer höher hielt.
    Hund hüpfte immer höher... Kinder fanden es total lustig.

    Ich: :shocked: :lepra:

    Meine Hunde direkt zu mir gerufen und an meiner Seite gehalten.

    Hund hüpfte also wie blöd um an das Schnitzel zu kommen. Als der Mann mich sah, befahl er dem Hund "AUS".. was zur Folge hatte, dass der Hund sich zwar hinsetzte... so 3 Sekunden, aber die ganze Zeit den Mann angebellt hat.

    Der Hund sprang mittlerweile so hoch, dass er vor dem Gesicht des Mannes nach dem Alupaket schnappen konnte....

    Ich habe nur geschaut, dass ich die Biege machen... und dachte mir so: "JOah... und wennd er Hund dann irgendwann schnappt, dann ist der Hund aggressiv".

    Witzig war nur, als ich mit beiden Hunden an meiner Seite, die ziemlich unbeeindruckt von dem Springteufel waren, an den Gästen vorbeigegangen bin, sagte eine Frau zu ihrem Nachbarn: "Zum Glück sind nicht alle Hundehalter so bescheuert!" :D

    Aber das genau sind doch gemeinsame Abendteuer und Erlebnisse, die zusammenschweißen, die dem Hund zeigen, hey, auch in einer unbekannten Situation kannst du dich auf mich verlassen und es sind auch die Situationen die in Masse überlebt dem Hund selbstvertrauen geben dass dann in Zukunft entscheidet wie er fremde Situationen einschätzt.

    Ganz ehrlich:
    Für mein 9 Wochen altes Schaf war "Bus fahren" genug Abenteuer und Erlebnis oder im benachbarten Park sitzen und Großstadtleben beobachten oder die Menschen kennenlernen, die in meinem Alltag eine Rolle spielen.
    Und das größte Abenteuer: Ersthund "überleben"....

    Von daher: ich habe das erste halbe Jahr keinen zusätzlichen Ausflug gemacht oder irgendwelche größeren Feiern besucht oderoderoder. Ich hatte 2 Wochen Urlaub, die erste Woche habe ich komplett frei genommen, dann habe ich 2 Wochen "halb" gearbeitet und dann wieder Vollzeit (wobei ich meine Arbeitszeiten flexibel legen konnte und die Hunde ja mit dabei sind).
    Also, erster "Arbeits"tag: mit den Öffis etwas über ne Stunde in die Arbeit gefahren. Dann ab an die Isar - chillen. Dann Büro angucken, Probeliegen und wieder an die Isar chillen und dann heimfahren. Und dann schlief das Schäfchen tief und fest und schnarchend die nächsten paar Stunden.
    (Und ich hatte immer einen Wagen dabei, den er schon kannte und in dem er zB in den Öffi drin lag oder auf dem Weg vom Bahnhof ins Büro und in dem auch gepennt hat).

    Genug Abenteuer und Erlebnisse!

    Spannend:
    Euer Alltag besteht also darin, dass ihr alle 2 Tage einen spannenden Ausflug macht und dein Mann Urlaub hat? Toll... ist da noch ne Stelle frei?


    Ich habe mir überlegt, was "muss" mein Hund im ersten Jahr können/kennen und was "sollte" er können/kennen. Für den Rest war mir die Zeit egal.
    Und da kamen nur ganz wenige Punkte raus:
    Muss:

    • Öffi fahren
    • Stubenrein werden
    • Rückruf
    • mit mir zusammen wachsen, mir vertrauen lernen
    • Großstadtleben kennen lernen (wobei ich mir das auch hätte sparen können, da ich ihn eh nicht mitnehme. da es MIR zu stressig ist )
    • Scheren lassen

    Sollte:

    • Jugendliche in all ihren Variablen (Skater, Hiphoper, Punks, Normalos, Hools, Rechte....)
    • "Ausschaltknopf" für bestimmte Situationen (bei ihm die umgelegte Leine :smile: )
    • Sitz, Platz, Heb auf....

    Und mehr habe ich im ersten Jahr auch nicht gemacht - ach doch: mit der Welpenschule war ich mal im Zoo. Fand ich aber bescheuert die AKtion. Was soll mein Hund da lernen? Wie hoch ist Wahrscheinlichkeit, dass uns ein Pinguin oder Flamingo begegnet - und wenn das mal eintritt, darf er auch "blöd" reagieren.... :ugly:

    Also, bei mir ist es nur Hoover, die Stress macht bzw. gemacht hat. :roll:
    Sie ist einfach futterneidisch und dann auch nicht zimperlich, alle anderen Ressourcen interessieren sie nicht. Am ersten Tag hat sie Lolek so durch die Küche geprügelt, dass er bis heute nur ungern reingeht (ja... da war ich zu langsam).
    Hoov ist von der Grundhaltung generell eher grantig und mufflig.

    Lolek ist bei anderen Rüden und bei Spielzeug ein wenig prollig... aber seine Grundeinstellung ist eher nett und friedlich. Von daher passiert da nichts.

    Und meine beiden haben sich hervorragend arrangiert. Da kann ich mittlerweile Futter stehen lassen etc. bei Fremdhunden würde das anders aussehen.

    Ich beginne auch zu verstehen, warum es Menschen gibt, die auf Langzeitwanderung gehen. Länger unterwegs zu sein ist einfach besonders, das lässt sich mit Worten kaum beschreiben.


    Ich mag München und lebe gerne dort und doch komme ich mehr und mehr an den Punkt, wo ich mir überlege, ob ich dort wirklich auch in fünf oder zehn Jahren noch leben möchte.

    Das sind 2 Sachen, die ich zu 100% so unterschreiben kann.

    Ich habe ja erst einmal 4 Tage Altmühktaler Panoramaweg hinter mir und kann mir so richtig lange Touren momentan auch (noch) nicht vorstellen. Aber ich fand dieses "Der Weg ist das Ziel" einfach toll. Wir sind ja so auch den ganzen Tag viel unterwegs. Aber es ist ein anderes Gefühl, als wenn ich mich auf ein Ziel zu bewege.
    (und wenn alles klappt, mache ich am WE ein Seniorengerechtes Kurztrekking mit 2*14 km und einer Übernachtung =) )

    Und zu München:
    München ist toll. Ich lebe echt gerne hier. Es gibt viele schöne Ecken, die Isar etc....
    Aber mir ist es immer öfter zu laut, zu voll, zu hektisch und zu eng.... und vor allem zu teuer. ich will auf jeden Fall die nächsten Jahre hier wegziehen. Aber dann hört es auch schon auf und ich hänge ein wenig in der Luft... aber 2 Jahre werde ich sicher noch dableiben... und kann mir bis dahin Gedanken machen. ;)