Ja, es gibt die moralische Seite - wie würdest Du Dich als Verletzter fühlen, wenn Deine Verletzung aufgrund eines fahrlässigen Verhaltens eines anderen Menschen überhaupt erst entstehen konnte? Und wie würdest Du Dich fühlen, wenn aufgrund Deines Verhaltens ein Mensch verletzt wird - vielleicht so schwer, dass er sein Leben lang beeinträchtigt ist? Ich denke, dass ist für beide Seiten nicht so doll ... und warum sollte man das hier nicht als Aspekt aufführen dürfen?
Und dann gibts die "rechtliche" Seite - die spielt eine Rolle, wenn es um die Kosten geht, die aufgrund eines Unfalles entstehen, ausgelöst durch einen "absichtlich" unangeleinten Hund. Man muss doch nicht meinen, dass eine Haftpflicht sich nicht wehrt, wenn es dabei um die Begleichung erheblicher Kosten geht, wie zum Beispiel bei Personenschäden. Es gibt Haftpflichtversicherungen die schließen sogar ausdrücklich aus, Schäden zu bezahlen, die ein unangeleinter Hund verursacht hat. Ist örtlich durch die Gemeinde geregelt, dass Hund an der Leine zu führen ist, leistet die Haftpflicht nichts, wenn er unangeleint einen Schaden verursacht.
Aber es nun gut ... ich bleibe dabei, es verantwortungslos gegenüber Autofahrern zu finden, einen Hund ohne Leine an einer Straße vorbeizuführen. Zumal auch dem Autofahrer per Gericht eine Mitschuld aufgebrummt werden kann, weil er den Hund hätte sehen und ausweichen können. Das finde ich daran am Beschissendsten ... eigentlich absolut unschuldig und trotzdem auf seinem Schaden zum Teil sitzen bleiben. Hoffentlich wenigstens kein körperlicher Dauerschaden ... denn körperliche Schäden, sind mit keinem Geld aufzuwiegen.