Es geht um unsere Therapiehunde-Ausbildung. Da ist die Box wohl DER Ort, an dem sich der Hund in einer turbulenten Umgebung zurückziehen kann. Das könnte ich noch umgehen, da ich zusätzlich zum normalen Klassenraum noch einen Nebenraum habe.Auf den Ausbildungswochenenden sollen die Hunde während der Theorieteile aber in die Box rein. War für Baku das letzte Mal purer Stress.
Also, ich habe 2 ausgebildete Pädi-Hunde. Keiner gammelt in ner Box rum... wenn wir einen Einsatz haben und sie sollen auf ihrem Platz bleiben, dann leg ich ihnen die Decke hin und dort müssen sie bleiben. Lolek binde ich zT an, da er sehr auf Reize aus der Umgebung reagiert und das macht er angeleint nicht.
Eine Freundin von mir hat Schulhunde, deren Rückzugsort war der Platz unterm Schreibtisch. Wollte sie sicher nicht, das Hund raus und Schulkind reingeht, hat sie ihre Tasche in die Öffnung gestellt.
Ich war schon als Dozentin bei einer Ausbildung zur tiergestützen Interaktion tätig - Box war da keine Pflicht. Es ist sehr lehrreich für Hund und Halter_in, zu merken, wie "Schnuffipuff" sich unter Ablenkung verhält - und wie die Besitzer_innen darauf reagieren.
Hunde, die sich nicht grün waren, wurden an die entgegengesetzten Ecken des Raumes gesetzt. Aber auch damit muss der Hund umgehen lernen.
Langer Rede kurzer Sinn:
Wenn dein Hund Probleme in der Box hat und dort nicht stressfrei bleibt ist es kein geeigneter Rückzugsort!
Entweder trainiert ihr falsch oder es ist eben ein Hund, der das nicht mag und nicht lernen wird.
Ein Ausbildungsinstitut, das darauf nicht adäquat eingeht, ist in meinen Fragen Augen fragwürdig.