Beiträge von Nocte

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    Zuallerest der Mensch und sein hochwohlgeborenes Haustier, das schliesslich Bedürfnisse hat - die Wildtiere stellen sich doch mal bitte hinten an, hm? Bei denen geht es schliesslich nur ums nackte Überleben - und ich als Mensch könnte schliesslich ein unausgelastetes Tier zu Hause haben, wie unangenehm...

    Ja, das ist überspitzt. Und nein, es ist nicht fair so pauschal zu denken. Aber ich finds traurig und erschreckend, dass es solche Diskussionen gibt. Man hat so viele Möglichkeiten ein Tier auch an der Leine auszulasten, nur scheitert es da oft schon an der Bequemlichkeit oder Phantasielosigkeit von Herrchen und Frauchen. Dabei ist es gerade jetzt eine ideale Radelzeit, da es angenehm aber nicht zu warm draussen ist. Auch Nasenarbeit klappt an der Leine wunderbar und kann auslastender sein als ein Stundenmarsch ohne Leine. Ausnahmen und Lücken in Gesetzen zu schaffen finde ich immer sehr schwierig - wenn einer darf und der andere nicht führt das zwangsläufig zu Konflikten und zu unnötigem Groll. Und überhaupt, wie soll man das prüfen und kontrollieren? Und wie realistisch einschätzen? Das funktioniert nicht. Am besten im Griff hat man sein Tier eben an der Leine. Ein Hund muss nichtmal zwangsläufig Jagdtrieb haben, um Wildtiere zu schädigen - erschrecken oder versehentliches berühren eines Kitzes reicht beispielweise schon aus. Das Wurstblatt eines bekannten Tierhandels hatte letztens einen schönen Artikel zu diesem Thema.

    Und ja, auch unter den Nicht-Hundebesitzern nehmen einige keine Rücksicht - lärmend durch den Wald zu toben ist mit Sicherheit genauso falsch. Aber deswegen muss man selbst ja nicht gleich sämtliche Rücksicht fahren lassen. Es gibt genug rücksichtslose Idioten, die auf alle Rücksicht schei*en aber ist nicht gerade das ein Grund mit gutem Beispiel voran zu gehen? Ja, klingt pathetisch aber ist sicher ein besserer Ansatz.

    Jemand hier hat geschrieben, dass Tierliebe nicht beim eigenen Tier enden sollte - das sollte man sich auf die Fahne schreiben :)


    Und Du kannst beurteilen, dass jeder Hund an der Leine (bei uns 1,5m) trotzdem optimal ausgelastet werden kann. Ist klar.

    Ingo, das mit den Katzen sehe ich auch so. In Australien sieht man die Auswirkungen der Einschleppung von Katzen auch sehr deutlich, aber auf die Verminderung der Katzenzahl darf man eher nicht hoffen. Dennoch möchte ich ungern wegen der Bestimmungen zur Brut- und Setzzeit für Hunde nicht auf die Katze als Beispiel verweisen. Nicht, weil ich da kein Problem sehe, sondern, weil ich denke, es darf weder die Rechtfertigung für ein Kippen der rigorosen BUZ-Bestimmungen sein, noch ein Argument dass wegen der Hunde an der Leine nun die KAtzen auch eingesperrt gehören.

    Jede Art sollte da an ihrem Einfluss auf die Fauna gemessen werden.

    Dennoch sehe ich nicht, dass die rigorose BUZ, wie hier bei uns mit 1,5m Leinenlänge den Wildtieren wirklich einen Vorteil verschafft. Zum einen liegen die Zeiten in den unterschiedlichen Bundesländern um Monate auseinander, ohne dass anzunehmen wäre, dass dieselben Arten in den unterschiedlichen Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten brüten würden.

    Dann führt das Gesetz zu einer Verhärtung der Fronten, ohne dass ein Dialog in Gang gesetzt wird. Die meisten Menschen wissen schlicht nicht darum, wo wann welche Tiere brüten, sind aber so genervt von dem Leinenzwang, dass sie dann trotzdem ableinen.

    Daneben ist bei manchen Wildtieren eine große Überpopulation entstanden, so dass mancher HH erst Recht nicht glaubt, dass die Hunde einen erheblichen Schaden verursachen würden, wenn sich z.B. mal ein Reh erschreckt. Die kann man in unseren Breiten übrigens stapeln. Scheu vor Hunden haben sie in manchen Ecken kaum und die Bejagungszeit wurde deutlich ausgeweitet. An Vögel denkt der HH nicht als erstes bei der Brut- und Setzzeit.

    Außerdem sieht man aller Orten schon die erste und teilweise zweite Mahd auf den Wiesen und weiß zudem, dass viele Kitze durch das Abmähen der Felder später zu Tode kommen. Dagegen könnte der Mensch leicht etwas tun, auch durch gesetzliche Regelungen, doch hier stehen Wirtschaftsinteressen dem Handeln im Weg. Natürlich fühlen sich HH, die für ihre Hunde ja doch einiges an Geld in die Steuerkassen spülen natürlich vera*****, weil NUR sie benachteiligt werden.

    Benachteiligt werden HH dann aber oft auf eine Art, die ein artgerechtes Halten des Hundes innerhalb der BUZ doch ziemlich unmöglich macht. Keine Auslaufzonen, Leinenzwang von 1,5m Länge und das 3,5 Monate lang. Da frag ich mich doch nach dem Sinn und komme, wenn mitten in der Stadt kontrolliert wird, sogar auf den bösen Gedankengang, es ginge um die saftigen Bußgelder.

    Was spräche denn dagegen z.B. ein größeres Gebiet einzuzäunen und innerhalb dessen das Laufen der Hunde zu gestatten. Die Örtlichkeiten wären bei uns gegeben und auch die Finanzierung wäre durch die HH gewährleistet und damit meine ich nicht mal die Hundesteuer, sondern die schriftlich erhobene Bereitschaft der Halter, ein Aufgeld auf die Steuer zu zahlen, aus dem konkret benannte Bauvorhaben finanziert worden wären.

    Die Bereitschaft der HH, sich an die BUZ zu halten ist in meinen Breiten gering. Das heißt aber nicht, dass hier allen BUZ-Verweigerern das Wohl der Wildtiere nicht am Herzen läge oder egal sei. Die meisten Hunde dürfen ganzjährig nichts hetzen, nicht auf Felder stapfen, keine Nester ausheben, auch keine Vögel erschrecken, irgendwo buddeln oder auch die besonders gefährdete Art der Radrambos stellen. Den HH mit Leck mich am-Haltung ist die BUZ ohnehin egal.

    (Freilich haben wir auch Zonen, wie unseren kleinen Park, in denen sich eine große Zahl merkbefreiter HH trifft, aber bislang habe ich selten einen getroffen, bei dessen Hund Wildtiere betroffen gewesen wären. Da geht es um die Dauerbrenner, wie Hund muss Hallo sagen).

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    Bist du sicher, dass das eine Elektrobürste ist? Die wird doch nur mit Luftstrom angetrieben??!

    Nein, unsere wird nicht nur mit dem Luftstrom angetrieben - das Rohr hat eine separate Leitung in der drei Kabel bis zur Bürste führen. Über die Knöpfe am Rohr, kann (neben anderen Dingen) die Drehzahl der Bürste eingestellt werden. Die Bürste hat einen ganz eigenen Motor.

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    Also auf meinem Wuschel-Teppich im Wohnzimmer habe ich mit dem Cat and Dog Aufsatz keine Chance. Der nimmt die Haare nicht, obwohl sie nur ganz oberflächlich am Teppich liegen. Bei den kurzen Teppichen geht's, aber auch da muss ich mehrmals drübersaugen.

    @ Schara: *Heul* Einen Staubsauger mit Beutel krieg ich ja NIE wieder haarfrei.

    Momentan schwanke ich zwischen

    Bosch Pro Animal
    Bosch Roxx'x
    Philips FC9194/01 PerformerPro

    oder einem "stink normalen" Staubsauger, wo ich dann eine Elektrobürste dazu kaufe.
    Weiß einfach nicht, was mehr Sinn macht - einer mit Elektrobürste oder nicht.

    Unser Cat und Dog hatte serienmäßig die Elektrobürste, die sich auch in der Tiefe einstellen lässt. Hatte eurer das nicht?

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    Sowas passiert bei uns gelegentlich - der Erpel ist mir allerdings nicht aus Freude am Essen an den Kopf gedonnert.. der hatte nen Anfall von unerklärlichem Mut und meinte, er müsste mal gucken, ob er mich vertreiben kann. Hat nicht funktioniert, er lebt aber noch *grins*

    Einen meiner großen Brahmahähne hatt ich auch schon am Kopf. Ich hab im Stall sauber gemacht, die Hähne kriegen sich plötzlich in die Klamotten - normalerweise gucken die immer, wo ich bin - ein Hahn will flüchten, sieht mich in der Aufregung nicht, flattert hoch und ich hab den Riesenhahn im Gesicht... ist nochmal gut gegangen, alles hat sich nur arg erschreckt.. aber mit den langen Seitenkrallen kanns auch mal schiefgehen, mal davon abgesehen, dass es nicht echt angenehm ist, wenn der einem seine Flügel ums Gesicht donnert...

    Zum Glück sind meine Hähne und auch Hennen grundsätzlich ultrafriedlich und keiner davon würde mich angreifen wollen - wie das wohl bei anderen gelegentlich vorkommen kann. Meine Hühner sind alle handzahm und sehr lieb.

    Bei uns darf man eh nicht allzu empfindlich sein - kann auch mal passieren, dass einen mal ein Schaf oder eine Ziege übern Haufen rennt, wenn der Mais in dem Eimer gar zu lecker riecht...

    LG Birgit


    Das klingt ja wie bei uns :-)

    Hihi. Cinnemaus, mir ist mein Wildling (eine Stockente, die den Laufis untergeschoben worden war und somit in meiner Truppe ein Exotendasein führte) mal ins Gesicht geflogen. Mumble hatte mich mit dem Futtereimer gesehen und kam im Tiefflug angesaust. Er konnte einfach nicht mehr bremsen :-)

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    Ideal wäre es natürlich, wenn sich die Hühner auch anfassen ließen, nach Training und eben nicht zu frech wären. :)
    Die Brahma hab ich mir jetzt auch angeschaut. Könnte ich mir auch vorstellen, aber sie sollen sehr stressanfällig sein, hab ich gelesen.
    Ansonsten klingen sie auch super.

    Bei uns heißen sie die Buddha-Hühner. Meine Brahma bringt nichts aus der Ruhe. Meine Marans sind regelrecht hektisch dagegen und anfällig + Streß verbreitend waren bei uns die Sulmtaler.

    Mo: gibt es bei euch einen Reiffeisen? Wenn nicht: http://www.muehle-gladen.de/Gefluegel/Have…utter-25kg.html Gibt auch 1kg-Probepackungen.

    Wenn ich nicht mische, dann nehme ich das Scharrel Graan. Ein sehr sauberes Futter und - wenn man der PAckung glauben schenken darf - auch frei von genetisch veränderten Futtermitteln.

    Wir haben Lachshühner auf der Arbeit. Ich finde sie gut, muss aber gestehen, dass ich die Brahma für deinen Zweck besser finde. Das ist jedoch nur meine Meinung, da ich beide Rassen habe und vergleichen kann, aber nicht weiß, ob alle unsere Hühner wirklich typische Rassevertreter sind.

    Die Brahma finde ich daher besser, weil sie noch zahmer als die Lachse sind und erstaunlich tiefenentspannt. Meine sind keine Hätschelhühner, aber trotzdem sehr freundlich und auch gut zu händeln (hatte am Anfang ziemlichen Respekt vor den Riesenkrallen). Ich finde sie unglaublich hübsch in all ihren vielen Farben - mir haben es die blauen angetan. Mein Lieblingshuhn ist weiß, sie heißt Franziska und hat einfach Charakter.

    Bei den Brahma kann ich auch während der Brut alles sauber machen ohne Morddrohungen an den Kopf geknallt zu bekommen oder in Schnabelnähe auf meine Finger achten zu müssen.

    Eine Nachbarin hatte früher Kuschelhühner - die nahm immer eins mit, das einfach wie ein Hund war. Das saß auch mit am Kaffeetisch und wurde gestreichelt. Einfach nur süß :-)

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    Offtopic: Ich habe tatsächlich "Initiative gegen generelle Satzzeichen" gelesen. :D

    Ontopic: Ich finde generellen "Leinenzwang" in dieser Zeit sinnvoll. Für Wild lebenswichtig und für den Hund ist es keine Einbuße der Lebensqualität, wenn er auch mal an die Leine muss.

    Ich greife dieses Beispiel mal stellvertretend raus.

    Es ist für einen Hund keine Beeinträchtigung, wenn er mindestens 3,5 Monate an eine (bei uns nur) 1,5m lange Leine soll?

    Es hilft Wildtieren, wenn der Hund in der Plattenbausiedlung angeleint laufen muss?

    Wir leben hier mit dem rigorosen Leinenzwang an der 1,5m-Leine und das auch in innerstädtischen Gebieten, in denen kein Wild auf die Idee käme zu brüten. Parks für Menschen gibt es - auch nur eine popelige Wiese für Hunde ohne Leinenzwang sucht man vergebens. Noch dazu dürfen die Hunde nicht an Seen, als ginge es einem Menschen besser, wenn es Hunden schlechter geht. Die Hundebesitzer wollten einem kühnen politischen Vorstoß folgend, ein Jahr einen Euro mehr Hundesteuer zahlen. Von diesem einen Euro wollte der damalige Bürgermeister einen abgelegenen Teil eines Sees einzäunen und den HH für die Hunde zur Verfügung stellen. Dafür sollte am restlichen See dann Leinenzwang herrschen. Was wurde umgesetzt: 40€ mehr Hundesteuer pro Jahr, kein abgezäunter BEreich und absolutes Verbot für Hunde an dem See. Angesichts solcher Regelungen fällt es schwer, den Sinn in einer flächendeckenden Brut- und Setzzeit zu sehen.

    Wildern ist ganzjährig verboten und HH sollten gnzjährig darauf achten - sie dürfen auch ganzjährig abgeschossen werden, wenn sie dabei erwischt werden. Eine zusätzliche monatelange 1,5m-Leinenhaft ist nicht notwendig. Die Rechtslage gibt es rund ums JAhr her, rücksichtslose Halter zu belangen.