Beiträge von Nocte

    Kommt drauf an, wie es grad praktisch ist. Die Kleine liegt nie im Weg - immer im Körbchen, auf dem Sessel oder der Couch. Da läuft man nicht Gefahr, dass sie mal im Weg liegt.

    Die Große kann wegen des schmalen Flurs manchmal nur im Weg liegen. Hab ich was größeres oder Heißes etc. in der Hand, muss sie aufstehen. Stört sie nicht, steig ich drüber. Nur, wenn sie generell an blöden Plätzen rumliegen würde (Türdurchgänge), würde ich ihr das untersagen, aber bei dem Wetter ist der Flur der einzig kühlere Raum und da ist es mir egal, was Hundetrainer davon halten. Auf Treppen würde ich aber nie drübersteigen.

    Im wilden Spiel springen beide auch über mich oder mal auf mich drauf. Bislang haben sie noch nicht das heimatliche Szepter an sich gerissen.

    Zitat

    Anna hat mir von dem Beschied erzählt. Ich werde nicht schreiben, dass es mir leid tut, denn ich finde, es war das richtige (du verstehst das hoffentlich nicht falsch!?).

    Ich wollt neulich schon was schreiben, hab es aber vergessen.. Ich habe noch niemals so eine sachliche Beschreibung von solchen Situationen gelesen, wie hier! Also nicht von Außenstehenden, sondern von Leuten, die den Hund bei sich haben. Hut ab davor :gut:


    Ich sehe es wie Du. Ich kann ehrlichen Herzens sagen, dass sich niemand die Entscheidung leicht gemacht hat. Keine der in letzter Zeit involvierten Parteine, trägt Schuld an der Situation - nicht der Hund, nicht die Sachbearbeiter, nicht die Orga oder wir, aber eben auch nicht die Umwelt, in der wir mit unseren Hunden leben und auch mit ihm gelebt hätten.

    Allein am gestrigen Tag dauerte die Beratung mehrere Stunden. Als am Ende drei Alternativen auf dem Tisch lagen, von denen zwei schon allein aus Menschlichkeit gegenüber dem Hund nicht in Frage kamen, war diese Entscheidung noch die Beste. Vor diesem Hintergrund stehe ich hinter der Entscheidung, was nicht heißt, dass es nicht wehtun würde und ich mich nicht gefreut hätte, wenn wir hätten mit ihm arbeiten können.

    Da in den Amtsunterlagen stand, wir hätten mit dem Hund einen Wesenstest absolviert, kam das Verfahren ins Stocken und wurde nochmals aufgerollt, als eigentlich schon eine Entscheidung getroffen war. Von dieser Aktenlage haben wir erst gestern erfahren und sie aufgekärt. Den Beamten ist hierfür kein Vorwurf zu machen. Sie haben nicht 'verurteilt', sie haben sich menschlich verhalten und menschlich entschieden, ich wage sogar zu behaupten im Sinne des Tieres.

    Die Tragik liegt meines Erachtens darin, dass die Verursacher in keiner Form zur Rechenschaft gezogen werden können. Auch das ist Tierschutzarbeit und tägliche bittere Realität nicht nur in unserem Land. Bevor nicht die Rechtslage an einer ganz anderen Stelle geändert wird und sich auch wir Menschen als Gesellschaft wieder ein Stück besinnen, werden solche Fälle immer wieder vorkommen.

    Ist Engagement deshalb sinnlos? Sicher nicht. Mein erster Pflegestellenversager war auch ein Todesskandidat und lebt nun - denke ich - ein glückliches, zifriedenes Leben. Man kann nur eben nicht alle retten, wenn man sich das auch gern mal einredet.


    Edit: er wird am Freitag nachmittag eingeäschert und die Asche danach verstreut

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    so ein verdammter mist!

    wer konnte ahnen wie furchtbar sich das alles entwickeln würde, als du kurz nach seinem erscheinen bei dir so von ihm geschwärmt hast?! :sad2: ich bin fassungslos und furchtbar traurig

    ich möchte aber auch unbedingt nochmal betonen, dass du ihm nach 5 jahren "knast" endlich gezeigt hast, wie schön so ein hundeleben sein kann. er ist jetzt mit dem wissen, dass es menschen gibt die gut zu ihm sind, ihn lieben und ihn furchtbar vermissen werden, von dieser welt in die andere gegangen :knuddel:

    machs gut kleiner bambam :rip:

    Nicht, dass Du mich falsch verstehst. Er ist ... war auch dieser tolle Hund, bis zum letzten Tag. Gegen uns hat er sich nie gerichtet und auch nie gegen irgendeinen Hund. Er hat gut zu uns gepasst, deshalb hätte er auch bleiben dürfen, wenn es möglich gewesen wäre. Alle, die ihn kennengelernt haben, wenn er 'normal' war, haben diesen Hund in ihr Herz geschlossen und das hatte er auch verdient. Als ich ihn abgeholt habe, sind wir über Stunden durch heftige Gewitter gefahren. Man konnte keine 20m weit sehen und es blitze und donnerte. Ich hab noch in derselben Nacht im Scherz gesagt, dass diesen Hund wirklich jemand 'da oben' bei sich haben will. Ich wusste nicht, wie Recht ich hatte.

    Merkenich, z.B. es ist für Studenten bezahlbar, man ist direkt am Fülinger See und es gibt Flüsse und Felder ohne Ende.

    Wir hatten dort nie Probleme mit Hund. Die Halter andere Hunde waren entspannt und viele Hunde liefen frei.

    Nachteil, es ist am A*** der Welt, hinter den Fordwerken.

    Ich danke Euch Allen für die Anteilnahme, die vielen guten Ratschläge und Grüße.

    Unsere Beamten haben sich die Entscheidung keinesfalls leicht gemacht. Bei den verbliebenen Optionen stehe ich vom rationalen Standpunkt aus und dem Tierschutzgedanken absolut hinter der Entscheidung stehen. Emotional, nun ja, es tut weh.

    Wir haben noch einen schönen langen Spaziergang im Wald gemacht und die Wiese besucht, auf der er nochmal mit meiner Luna rennen durfte. Es gab ein ganzes Hühnchen und eine Fleischwurst und viele Streicheleinheiten

    Er ist um 20.07 in meinen Armen eingeschlafen. Er hat nicht gelitten, es ging alles sehr schnell.

    Er wird einzeln kremiert werden und wir werden seine Asche auf unsere Wiese oder im Rosengarten verstreuen und wir werden nun lernen müssen, die Lücke zu füllen, die er hinterlässt ...

    Ruhe in Frieden, mein Freund

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    Zitat

    Um Himmels Willen, ich will Th nicht schön reden, auf keinen Fall.
    Es war nur so ein Gedanke der mir bei der Idee evtl Pflegestelle zu werden durch den Kopf schoss.
    Denn wenn ich das mache, möchte ich es machen um zu helfen und nicht um den armen Hunden noch ein Trauma mehr zuzumuten. :smile:
    Jetzt muss ich nur noch meinen Mann überreden, es gibt ja sogar Orgas bei denen die Hunde über die Orga versichert sind und die die Tierarztkosten übernehmen.
    Da fallen also nur noch die Futterkosten und die Hundesteuer an die bei uns nicht hoch ist.

    Wie wird sowas in euren Orgas gehandelt?
    Oder sollte ich dafür lieber einen neuen Fred aufmachen?

    - Frage nach, ob der Hund versichert ist.
    - Bedenke, dass es immer mal einen Hund geben kann, der bei euch hängenbleibt.
    - Traust Du dir zu auch mit einem schwierigen oder ängstlichen u.s.w. Hund zu arbeiten?
    - Wie willst Du mit der Vermittlung umgehen (Zeit, Leute beraten, Hund in Endstelle bringen etc.?)
    - Wie sind die Pflegestellenverträge gestaltet und wie die Übernahmeverträge?


    Es gibt viel, was dafür spricht Pflegestelle zu sein. Ich würde es auch immer wieder machen, aber es kann auch - muss nicht - zu traumatischen Erfahrungen kommen.

    Bei Nr. 1 nach ca 8 Monaten; bei Nr. 2 noch nicht, aber ich wusste nach ca. 13 Monaten ganz genau, was aufs Korn genommen wird. Das tut sie nicht mehr, solange ich aufpasse. Bin ich abgelenkt oder total mies drauf, dann probiert sie es nochmal. Darum geht es in eng bebautem Raum mit vielen Menschen an die Leine. 13 Monate sind eine lange Zeit, aber sie hat sich sehr langsam eingelebt und von daher auch erst nach und nach mit den kleinen Macken ausgepackt.