Zitat
Anna hat mir von dem Beschied erzählt. Ich werde nicht schreiben, dass es mir leid tut, denn ich finde, es war das richtige (du verstehst das hoffentlich nicht falsch!?).
Ich wollt neulich schon was schreiben, hab es aber vergessen.. Ich habe noch niemals so eine sachliche Beschreibung von solchen Situationen gelesen, wie hier! Also nicht von Außenstehenden, sondern von Leuten, die den Hund bei sich haben. Hut ab davor 
Ich sehe es wie Du. Ich kann ehrlichen Herzens sagen, dass sich niemand die Entscheidung leicht gemacht hat. Keine der in letzter Zeit involvierten Parteine, trägt Schuld an der Situation - nicht der Hund, nicht die Sachbearbeiter, nicht die Orga oder wir, aber eben auch nicht die Umwelt, in der wir mit unseren Hunden leben und auch mit ihm gelebt hätten.
Allein am gestrigen Tag dauerte die Beratung mehrere Stunden. Als am Ende drei Alternativen auf dem Tisch lagen, von denen zwei schon allein aus Menschlichkeit gegenüber dem Hund nicht in Frage kamen, war diese Entscheidung noch die Beste. Vor diesem Hintergrund stehe ich hinter der Entscheidung, was nicht heißt, dass es nicht wehtun würde und ich mich nicht gefreut hätte, wenn wir hätten mit ihm arbeiten können.
Da in den Amtsunterlagen stand, wir hätten mit dem Hund einen Wesenstest absolviert, kam das Verfahren ins Stocken und wurde nochmals aufgerollt, als eigentlich schon eine Entscheidung getroffen war. Von dieser Aktenlage haben wir erst gestern erfahren und sie aufgekärt. Den Beamten ist hierfür kein Vorwurf zu machen. Sie haben nicht 'verurteilt', sie haben sich menschlich verhalten und menschlich entschieden, ich wage sogar zu behaupten im Sinne des Tieres.
Die Tragik liegt meines Erachtens darin, dass die Verursacher in keiner Form zur Rechenschaft gezogen werden können. Auch das ist Tierschutzarbeit und tägliche bittere Realität nicht nur in unserem Land. Bevor nicht die Rechtslage an einer ganz anderen Stelle geändert wird und sich auch wir Menschen als Gesellschaft wieder ein Stück besinnen, werden solche Fälle immer wieder vorkommen.
Ist Engagement deshalb sinnlos? Sicher nicht. Mein erster Pflegestellenversager war auch ein Todesskandidat und lebt nun - denke ich - ein glückliches, zifriedenes Leben. Man kann nur eben nicht alle retten, wenn man sich das auch gern mal einredet.
Edit: er wird am Freitag nachmittag eingeäschert und die Asche danach verstreut