Nunja, ich bin in einer Hundeschule groß geworden und ziehe gerade meine eigene auf... habe diverse Seminare und Vorträge besucht auch zum Thema Aggressionen usw. usf.- kurz, ich habe mich durchaus mit dieser Thematik befasst.
Und einen Raufer würde ich immer nur in eine kleine Gruppe von 2-3 gutsozialisierten Hunden (einschließlich meinem eigenen) integrieren. Dadurch vermeide ich schon, dass sich die Stimmung durch gegenseitiges ankeifen hochschaukelt. Der Raufer soll auf eine Gruppe treffen, wo sich weder Mensch noch Hund von seinem Gepöbel beeindruckt zeigen- damit wird ihm deutlich aufgezeigt, dass diese Art der Kommunikation kein Interesse weckt.
Und dann kann man arbeiten. In einem Gewusel von keifenden Hunden an Schleppleinen ist doch keine konzentrierte Arbeit möglich die, die erwünschten Verhaltensweisen aufzeigen und dem Hund eine Alternative zu seiner Rauferei anbieten kann.
Ist die Arbeit fortgeschritten und der Raufer etwas souveräner, kann man einen weiteren Raufer integrieren, Raufer 1 lernt dann auch Souveranität zu bewahren wenn er angekeift und angepöbelt wird, Raufer 2 lernt, was Raufer 1 zuvor gelernt hat. Bei erfolgreicher Arbeit kann Raufer 1 danach in eine "normale" Gruppe integriert bzw. entlassen werden usw...
Ob ein Maulkorb notwendig ist muss man am jeweiligen Fall entscheiden.
Auch ganz wichtig: bevor man überhaupt beginnt, erstmal analysieren WARUM der jeweilige Hund ein Raufer ist.
Aber ich würde nie einen Raufer einer solchen Streßsituation und einem hochschaukeln aussetzen wie es bei mehreren Raufern unvermeidlich ist- völlig egal wie gut der Trainer ist.
lg Susanne