Nunja, ich wüßte nicht, warum ein guter Trainer da nicht helfen können sollte.
Es ist und bleibt ein Hund. Der braucht Sicherheit und klare Struktur. Diensthunde sind keine reißenden Bestien die jeden anfallen der eine falsche Bewegung macht, auch wenn manche das zu glauben scheinen.
Natürlich wird der Hund als Unterstützung eigesetzt wenn jemand mit körperlicher Gewalt überwaltigt werden muss. Aber bitte, sag mir mal einer wann das deutsche Militär das letzte Mal exekutive Tätigkeiten ausgeübt hat...
Wann wird dieser Hund jemals Gelegenheit gehabt haben, tatsächlich agieren zu müssen außerhalb des Trainings?
Allenfalls hat es der Besitzer privat verdorben.
Das könnte einem so mit jedem älteren Hund passieren den man übernimmt. Das dieser jetzt von der BW kommt ist doch nur der gefundene Aufhänger- sorry wenn ich das so sage.
Ein Abbruchsignal, sollte jeder Hund beherrschen, ein so ausgebildeter Hund beherrscht es zu 100%, alles andere wäre untragbar bei einem Diensthund.
Offenbar klappt das ja auch soweit, der Hund hat sich problemlos abrufen lassen, lediglich war die Situation und Reaktion vom Hund für alle überraschend, was zu einem Timingproblem geführt hat.
Ich würde zu ganz klassischen Mitteln greifen:
Wenn Besuch kommt, Hund absitzen/stehen/liegen lassen, Besuch begrüßen, ausziehen etc.pp. anschließend, wenn man deutlich signalisert hat, dass der Besuch ok ist, darf auch der Hund begrüßen...
So wie sich das für mich anhört, reichte das vollkommen, denn, der Hund war nicht völlig außer Kontrolle, er hat auf das Kommando ja sofort reagiert.
Es hat halt einfach niemand damit gerechnet, jetzt weiß man es, also entsprechend reagieren.
Im Übrigen seh ich so wie einge andere hier, unabhängig vom Zahnzustand, hat der Hund eine gewaltige Kraft im Kiefer, der rammt einem noch die stumpfesten Zähne sonstwohin, wenn er es ernstmeint.
Und ja, ich kenne Diensthunde, sogar einige und auch Ausbilder.
lg Susanne