Beiträge von Tucker

    Ich schließe mich Murmelchen an.
    Es wird auch noch der Tag kommen, wo du ihn plötzlich nicht mehr von den Hasen abrufen kannst, wo er dich wegignoriert usw.
    Und dann heißt es nicht "dies oder das funktioniert nicht" sondern:
    weiterüben, dranbleiben, verfestigen, steigern.
    Junge Hunde sind da wie Kinder, heute hören sie als hätten sie nie was anderes gemacht und morgen könnte man meinen sämtliche Erziehung hat gnadenlos versagt.

    Außerdem bin ich immer gaaanz vorsichtig, wenn mir jemand sagt, er hätte das genauso gemacht wie beschrieben.
    Wenn ich mir das dann angucke, sehe ich dann nämlich oft, dass die Umsetzung eben nicht ganz so perfekt ist, wie der HH das glaubt.

    Und natürlich gibt es Hunde, bei denen die "üblichen Verdächtigen" nicht ziehen und man etwas kreativ sein muss.
    Es gibt nicht für alles und jeden das richtige Buch, manchmal muss man eben auch selber probieren und überlegen.
    Wichtig ist dabei aber immer, egal ob gängig oder kreativ: den Dingen Zeit geben, geduldig und ausdauernd trainieren, nur das führt langfristig zum Ziel.

    Ich finds gut wenn man sich Gedanken macht, auch wenn alles ok ist. Besser einmal zuviel drüber nachgedacht und gefragt als einmal zuwenig.
    Mir steigt da sofort die alte Dobihündin in den Kopf die irgendwo in D unter zweifelhaften Bedingungen ihren frostigen Lebensabend erleben muss... :zensur: .

    Soweit ich das aber der Beschreibung hier entnehmen kann, geht es dem Hund gut. Ich würde das auch am Verhalten und Zustand vom Hund bemessen. Solange er fit und fröhlich ist, gerne rausgeht und seine Hütte aufsucht ist doch alles ok. Der Hund hat Kontakt, wird gepflegt, du gehst spazieren usw.
    So stell ich mir ne vernünftige Außenhaltung vor.

    Naja, hier ist das anders, Freilaufgebiet hin oder her, wenn ich meinen Hund an der Leine führe und mein Hund gerät mit einem freilaufenden Hudn aneinander, dann bin ich raus und der mit dem freilaufenden Hund fällig.
    Zum Glück! Denn einen Hund freilaufen lassen bedeutet, diesen Hund auch kontrollieren zu können.

    Ich bin niemand der da über anzeigen nachdenkt, find ich einfach dämlich, es kann halt mal was sein, Fehler passieren auch jedem.
    Miteinander sprechen ist immer ne gute Lösung sofern ein Gespräch möglich ist.

    Was mich ein bisschen stört ist, dass du das so darstellst, als wärst du völlig im Recht und hättest keinen Fehler gemacht. Denn der Fehler lag eindeutig bei dir, dein freilaufender Hund ist um die nächste Ecke, unkontrolliert und ohne Aufsicht... das ist auch in Freilaufgebieten nicht in Ordnung. Wer weiß wieviel Arbeit und Training du dem Mann damit zerstört hast (ich kann ein Lied von sowas singen...). Und der Mann kann doch spazieren gehen wo er will- auch für einen angeleinten Hund (vielleicht Jäger oder im Training?) ist es im Freilaufgebiet sicher interessanter und schöner als in bebautem Gebiet...
    Da sollte man sich schon auch Gedanken machen.

    Was mich wundert ist, dass Leinen- und Maulkorbzwang mit Rücknahme der Anzeige zurükgenommen wurden. Das ist doch öffentliches Interesse und ist durch eine Rücknahme der Anzeige nicht rückgängig zu machen. Den Vorfall gab es ja trotzdem und er ist amtsbekannt geworden, damit gibts eigentlich kein zurück. Ich schätze eure OA Dame hat da auch nicht alles korrekt abgewickelt - in dem Fall natürlich zum Vorteil aller Beteiligten, was ich defintiv besser finde als den großen Aufriss mit Wesenstest und allem.

    Soll kein Angriff sein, nur ein kritischer, nachdenklicher Beitrag zum Gesamtgeschehen.

    Tucker und mir ist vor zwei Jahren an Silvester abends gegen 22 Uhr so ein Mehrfachknallerpaket um die Ohren geflogen (im wahrsten Sinne!!! irgend so ein Blödmann hat das Teil MITTEN auf ner Kreuzung auf ner Verkehrsinsel gezündet und das Ding nahm Kurs auf den Gehweg wo wir gerade Richtung nach Hause unterwegs waren und knallte uns um die Ohren. Ich konnte die Person sogar stellen, habe die Polizei informiert... die fanden jedoch "das ich doch mal 130 000 Innsbruckern erklären solle, dass dies eine massive Verkehrsgefährdung darstellt... da hab ich mich echt gefragt wofür die von meinem Steuergeld bezahlt werden :zensur: aber ist ja nix passiert, war ja nur ne dämliche Frau mit nem Köter :roll: ).
    Jedenfalls findet Tucker die Knallerei seitdem natürlich sehr beunruhigend und ist ängstlich.
    Trotzdem mach ich da gar nix, außer eben Silvester relativ früh abends rauszugehen im Gegensatz zu unseren sonstigen Gewohnheiten.
    Tucker verfällt in der Wohnung nicht in völlige Panik, er verkrümelt sich halt ins Bett und will nicht raus.
    Ich finde, das reicht vollkommen aus um Silvester gut zu überstehen. Ich bin eh zuhause und hab für die Knallerei auch nicht viel übrig (Krise, Krise, Krise...kein Geld blablabla... aber Millionen in die Luft knallen- ohne mich!).

    Ich hatte allerdings auch schon ne absolute Knallpanikerin, der habe ich zu Silvester schlicht Beruhigungsmittel gegeben (in Absprache mit TA). Mit Wunderkerzen und Knallerbsen hätte ich da aber auch nicht rumgemacht... bei nem richtigen Paniker (meine Hündin hat versucht durch geschlossene Türen und Wände zu gehen- Kopf voraus!) sehe ich da auch keine Erfolgsaussichten.

    Suse, du bist nicht allein...
    Tucker findet alle fremden Menschen doof, ignoriert aber alles, was ihn nicht anspricht und deutlich zu dicht an ihn rangeht, dann weicht er aus wenn er kann oder, wenn er nicht weg kann, bellt er.
    Kinder findet er noch schlimmer, weil die so unberechenbar und für ihn nicht einschätzbar sind. Ausnahme sind meine Kinder, da ist er der totale Familienhund.
    Von fremden Kindern halte ich ihn einfach fern.
    Jogger, Rollstühle etc. sind ihm egal, solange er nicht richtig erkennt was da kommt guckt er zwar, aber sobald er sieht was es ist, ist es uninteressant.

    Nach Strafgesetzbuch hat sie ne Weile Zeit, Körperverletzung verjährt, meine ich nach 2 oder 3 Jahren. Das ist aber sehr theoretisch.
    Praktisch und im Sinne der Beweissicherung hätte die Postbotin spätestens nach ihrer Arbeit, allerspätestens am darauffolgenden Tag zum Arzt gehen müssen um evtl. Verletzungen dokumentieren zu lassen.

    Das Dumme ist, die gute Frau könnte (falls sie abkassieren will) auch jeden anderen blauen Fleck vorzeigen... da muss nicht nachgewiesen werden, dass dieser von deinem Hund stammt.
    Bei sowas greift nämlich die "angenommene Tiergefahr". Die greift sogar in Fällen, wo dein Hund noch viele Meter von der Person entfernt ist. Im Zweifel gilt bei Tieren nämlich nicht in dubio pro reo sondern es wird angenommen, dass Tiere generell eine Gefahr darstellen und in nicht eindeutigen Fällen automatisch schuld sind.
    Das greift z.B. auch dann, wenn du Pferde auf ner Weide hast, die Weide wird nachts von FREMDEN geöffnet und deine Pferde laufen auf die Strasse, verursachen evtl. einen Unfall... bist du voll haftbar obwohl du und deine Tiere Opfer sind.

    Wenn die Frau also was unternimmt, wirst du vermutlich den Kopf hinhalten müssen, obs stimmt oder nicht.
    Darauf sollte man sich schon einstellen, ob man das gut findet, ob das gerecht ist oder sonstwas, die deutsche Rechtssprechung ist leider so. Recht hat leider nichts mit Gerechtigkeit zu tun.
    Da nützen auch Schönfärbereien nichts, es ist vollkommen egal ob dein Hund was gemacht hat oder nicht, wenn die Frau das sagt, wird einfach die Tiergefahr angenommen und fertig.
    Und mittlerweile soll es auch immer mehr Leute geben, die genau wissen, dass Tierhalter da sehr angreifbar sind und versuchen sich das zunutze zu machen. (Das ist keine Unterstellung an betreffende Frau sondern eher eine allgemeine Feststellung! Man muss eben leider heutzutage mit allem rechnen).

    Ich will dir keine Angst machen, nur ein bisschen realistisch sein, damit du dich vorbereiten kannst, falls sie was unternimmt.
    Und ganz in diesem Sinne kann ich nur Susa beipflichten: Füsse stillhalten, abwarten...

    Tucker ist auch ein Angsthase außerdem mag er Fremde soundso nicht (Aussie- like eben) und wenn ich Situationen mit Fremden nicht klar regeln würde, dann würde er das vermutlich tun... schnappender Weise :roll: .

    Entsprechend regel ich solche Situationen, Tucker muss sich nie anfassen lassen.
    Blöde Reaktionen sind eher selten, kommt aber auch mal vor. Bin shon Leuten begegnet die meinten dass einer der sooo süß aussieht doch nicht beißt, Leuten die auf mein "nicht anfassen, der schnappt meinten "aber da ist doch Border Collie drin", ein Satz den ich bis heute nicht ganz verstanden hab... abgesehen davon, dass Tucker kein Bordermix ist.

    Mir ist das eigentlich total piepe was die Leute meinen oder denken, Hauptsache sie lassen die Finger von meinem Hund... ob mit verdrehten Augen, besserwisserischen Kommentaren oder blöden Sprüchen.
    Fakt ist, wenn er einen von diesen neunmalklugen Mitbürgern in die Hand hackt, liegt das Kind im Brunnen ich hab ne Anzeige am Hals, kann meinen Schisser bei nem Wesenstest vorstellen und wir kriegen vermutlich ne Leinen- und Maulipflicht aufgedrückt, weil Tucker eben zu unsicher ist und dadurch in die Kategorie "gefährlich" fallen würde.

    Und bevor ich das mir und Tucker antue, nehme ich lieber ein paar blöde Kommentare in Kauf. Er beißt nicht einfach so irgendwelche Leute solange er ausweichen kann, er lässt sich nicht locken (da bellt er höchstens aus 5 Meter Entfernung den Lockenden an, geht aber nicht hin und lässt sich sofort abrufen) und er hört sehr gut.
    Das alles risikier ich nicht für ein paar Pappnasen die meinen Hund begrapschen wollen.

    Genausowenig wie es in der Natur des Menschen liegt, jeden zu mögen, liegt es nicht in der Natur des Hundes jeden zu mögen.
    Die Gesetze verlangen das zwar als "hundetypisches Verhalten", es ist aber nicht typisch. Ohne jedes Aggressionsverhalten hätten weder Hund noch Mensch soviele Jahrtausende überlebt. Ein gesundes Misstrauen und ein vernünftiges Aggressionspotential sind überlebensstrategisch unverzichtbar.
    Wie hoch genau das ist und worauf es anspringt, ist von Persönlichkeit zu Persönlichkeit verschieden (so wie wir Menschen kennen die kaum was aus der Ruhe bringt und Menschen die ziemlich schnell "auf die Palme" zu bringen sind).

    Und ganz ehrlich: Tucker ist nicht immer einfach, aber ich regel die Dinge gern für ihn, würde das auch für jeden anderen Hund tun. Ich kann mir nur schwer vorstellen mit einem Hund zu leben, der jeden und alles mag, zu jedem hingeht... DAS finde ich völlig unnatürlich und fernab jedes natürlichen Distanzverhaltens.
    Da regel ich das lieber und arbeite mit Tucker an seiner Souveranität, dass er einfach noch was ignoranter wird und weniger Stress hat.

    Also sorry, aber da bist DU doch selber schuld!
    Bei Sarah sieht das anders aus, sie kann gar nichts dafür und wird für Dinge verantwortlich gemacht, die nicht durch sie oder ihre Hunde verursacht werden.
    Aber bei dir bist du ja offenkundig verantwortlich dafür, dass dein Hund abhaut.
    Da fehlt mir jedes Verständnis, ehrlich.
    Als Tipp: versuch mal ein ausbruchsicheres Geschirr, die haben einen Gurt mehr und haben schon einigen Leuten mit Ausbruchskünstlern geholfen. Camiro fertigt z.B. solche Geschirre mit zusätzlichem Gurt.

    Sarah, viel Glück noch, dass du da bleiben kannst oder kurzfristig was anderes findest.

    Naja, das Aujetzki Virus ist schon was anderes als Salmonellen, vor allem weil es nicht behandelbar und absolut tödlich ist.
    Interessant wäre zu wissen, ob die anderen Tiere auch nur Träger und Überträger sind wie Schweine, oder ob sie auch daran eingehen wie Hunde.
    Letzteres würde das Risiko an infiziertes Fleisch zu geraten nämlich stark minimieren.

    Ich persönlich lasse mich da nicht verunsichern. Erstens vertraue ich meinem Frostfleischhändler und meinen anderen Fleischquellen und zweitens tue ich mein Bestes um eine möglichst gesunde, frische Ernährung zu gewährleisten.
    Ich kann nicht jedes Lebensrisiko ausschließen und das will ich auch gar nicht.
    Ist bei uns doch genauso. Man könnte mit dem Stuhl umkippen und sich den Hals brechen, unter ein Auto oder in einen Unfall geraten, doch mal was schlechtes essen...

    Bei uns schneits jetzt auch seit gestern Nachmittag fast ununterbrochen.
    Wir mussten schon vorhin den Balkon vor der Balkontüre freischaufeln damit die weiße Pracht sich nicht in unsere Butze ergießt...

    Aber ich bin recht happy, weiße Weihnachten... wundervoll.
    Ich muss jetzt nachher nur noch eben einkaufen, das geht gut, ich komme mit dem Schnee gut zurecht beim fahren.