Tucker ist auch ein Angsthase außerdem mag er Fremde soundso nicht (Aussie- like eben) und wenn ich Situationen mit Fremden nicht klar regeln würde, dann würde er das vermutlich tun... schnappender Weise
.
Entsprechend regel ich solche Situationen, Tucker muss sich nie anfassen lassen.
Blöde Reaktionen sind eher selten, kommt aber auch mal vor. Bin shon Leuten begegnet die meinten dass einer der sooo süß aussieht doch nicht beißt, Leuten die auf mein "nicht anfassen, der schnappt meinten "aber da ist doch Border Collie drin", ein Satz den ich bis heute nicht ganz verstanden hab... abgesehen davon, dass Tucker kein Bordermix ist.
Mir ist das eigentlich total piepe was die Leute meinen oder denken, Hauptsache sie lassen die Finger von meinem Hund... ob mit verdrehten Augen, besserwisserischen Kommentaren oder blöden Sprüchen.
Fakt ist, wenn er einen von diesen neunmalklugen Mitbürgern in die Hand hackt, liegt das Kind im Brunnen ich hab ne Anzeige am Hals, kann meinen Schisser bei nem Wesenstest vorstellen und wir kriegen vermutlich ne Leinen- und Maulipflicht aufgedrückt, weil Tucker eben zu unsicher ist und dadurch in die Kategorie "gefährlich" fallen würde.
Und bevor ich das mir und Tucker antue, nehme ich lieber ein paar blöde Kommentare in Kauf. Er beißt nicht einfach so irgendwelche Leute solange er ausweichen kann, er lässt sich nicht locken (da bellt er höchstens aus 5 Meter Entfernung den Lockenden an, geht aber nicht hin und lässt sich sofort abrufen) und er hört sehr gut.
Das alles risikier ich nicht für ein paar Pappnasen die meinen Hund begrapschen wollen.
Genausowenig wie es in der Natur des Menschen liegt, jeden zu mögen, liegt es nicht in der Natur des Hundes jeden zu mögen.
Die Gesetze verlangen das zwar als "hundetypisches Verhalten", es ist aber nicht typisch. Ohne jedes Aggressionsverhalten hätten weder Hund noch Mensch soviele Jahrtausende überlebt. Ein gesundes Misstrauen und ein vernünftiges Aggressionspotential sind überlebensstrategisch unverzichtbar.
Wie hoch genau das ist und worauf es anspringt, ist von Persönlichkeit zu Persönlichkeit verschieden (so wie wir Menschen kennen die kaum was aus der Ruhe bringt und Menschen die ziemlich schnell "auf die Palme" zu bringen sind).
Und ganz ehrlich: Tucker ist nicht immer einfach, aber ich regel die Dinge gern für ihn, würde das auch für jeden anderen Hund tun. Ich kann mir nur schwer vorstellen mit einem Hund zu leben, der jeden und alles mag, zu jedem hingeht... DAS finde ich völlig unnatürlich und fernab jedes natürlichen Distanzverhaltens.
Da regel ich das lieber und arbeite mit Tucker an seiner Souveranität, dass er einfach noch was ignoranter wird und weniger Stress hat.