Beiträge von Tucker

    Ich finde beim Aussie ist der Trend noch im Aufschwung, beim Border nimmt es ab, da war es vor 10/15 Jahren ganz schlimm.
    Aber leider liegen nicht nur Border und vor allem Aussies im Trend, sondern wirklich die Farbe... es gibt ja nun auch Chihuahuas in Merle (ich meine seit 2001 und es wird gemunkelt, dass da ein Miniaussie oder so mitgemischt hat um diese "Farbe" zu bekommen.). Dackel hab ich auch schon gesehen die zumindest sehr bunt waren, ob da Merle vorliegt oder was anderes kann ich aber nicht sagen.
    Bunte Hunde werden überhaupt sehr beliebt, auch der Cattle Dog, der eine ähnliche Färbung in blau und rot aufweist (aber es ist NICHT merle! Der Defekt ist bei ACDs nicht nachweisbar) erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Und natürlich kriegt das Ganze noch ein bißchen mehr Aufschwung, wenn die Hunde dann auch noch als leichterziehbare, nichtjagende Hütehunde angepriesen werden.

    Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach da, dass Merle eben als Farbe gesehen wird und nicht als das was es ist: ein GenDEFEKT. Aus züchterischer Sicht eigentlich nicht erstrebenswert... wenn euch einer ganz deutlich auf den Kopf zusagen würde:" Ich züchte absichtlich Hunde mit Gendefekt, weil sie hübsch aussehen." würdet ihr vermutlich nie in betracht ziehen, so einen Hund zu kaufen, oder? Und darum spricht ein Züchter eher von einer Farbe denn von einem Defekt. Weil bunte Hunde beliebt sind und sich gut und teuer verkaufen. Papiere gibts auch dabei, ASCA oder VDH, das sind astreine Papiere soweit- alles Bestens.
    Ich kenne viele Leute mit Aussies, kaum einer wusste das.
    Die meisten denken, es ist einfach ne hübsche Farbe und fertig.

    Tucker ist vermutlich auch Merle (ich habe es noch nie testen lassen, sein Papa ist red-merle die Mama allerdings ist eine Cattle Dog Hündin und die sind NICHT merle, auch wenn es so aussieht! er könnte also sowohl blue merle sein als auch blue mottled ohne Merle).
    Allerdings hätte ich den auch in jeder anderen Farbe genommen, ich wollte einfach diesen Hund, und wenn er grün mit lila Sternchen gewesen wäre...

    Am Besten wäre es, wenn man die Leute irgendwie dazu bringen könnte, ihren zukünftigen Hund nicht nach Farbe und anderen optischen Merkmalen auszuwählen. Aber das ist schon mehr als Wunschträumerei... :/

    Zitat

    Ich trainiere ohne Schlepp, da muss man eben sehr lange das Gelände sehr bedacht auswählen und sehr genau wissen, wann man rufen kann und wann man besser den Mund hält.
    Das klappt dann ebenfalls zuverlässig.

    LG
    das Schnauzermädel

    Dito :gut: .
    Der Weg die Schlepp richtig anzuwenden und zu trainieren und wieder abzubauen ist kein Stück kürzer.

    Wobei auch die Schleppe ihre Berechtigung hat, ich verwende sie sehr gern wenn Hunde jagen, da erfüllt sie auch absolut ihren Zweck und ist eine große Hilfe.

    Allgemein scheint sich aber ein Schleppleinen - Trend entwickelt zu haben. Die Schleppleine ist nicht das Mittel um einen einfachen Rückruf zu üben. Dafür ist die richtige Arbeit mit und vor allem auch der Weg von der Schleppleine wieder hin zum Freilauf viel zu schwierig und viel zu lang.

    @TS:
    okay, trainiert ihr denn da auch?
    Du wirst ihm wohl etwas helfen müssen wenn er in dieser Gruppe nichts lernt. Aber zuerst hab ich mal noch mehr Fragen :smile: :
    Du schreibst dein Bube pusht auch ganz schnell in der Gruppe, wie schnell? Ist er schon auf dem Weg dahin total angespannt (Erwartungshaltung)? Oder sofort beim Kontakt oder erst wenn er ein Weilchen dabei ist?
    Leinst du ihn dann nur an oder gehst du weg?

    So wie ich mir die Situation vorstelle, nach deinen Posts würde ich folgendes trainieren um ihn zu unterstützen und Stress rauszunehmen (pushen ist Stress).

    1.) Ich würde dir zu einer kleineren Gruppe raten, andere möchten vielleicht auch trainieren? Vielleicht findest du auch hier im DF jemand der auch nen Trainingspartner sucht?
    So 3-4 Hunde mit Haltern die auch nicht nur Spiel wollen sondern auch Training mit anderen Hunden.

    2.) ganz klassisch: mit allen anderen absprechen, dass die Hunde sich an der Leine NICHT begrüßen, und deiner (was die anderen machen ist deren Bier) muss sich erstmal ruhig hinsetzen bevor es losgeht.
    Das kann schwierig sein, vor allem die anderen HH.

    3.) einzelne Hunde während des Spiels rausrufen, belohnen, mal einen Moment dabehalten, sitzen oder liegen lassen, wenn er sich ruhig verhält wieder gehen lassen. Dabei kann man auch ausgezeichnet üben seinen Hund vor anderen Hunden zu "schützen", dabei macht man klar, das man solche Sachen regelt und niht der Hund. Sich während des Spiels entfernen, vielleiht sogar leicht verstecken (die Lage aber überblicken! manche Hunden werden sehr unruhig und kopflos wenn sie checken , dass du weg bist und dann musst du eingreifen können!) Wenn Hund (mit)kommt natürlich loben und belohnen.
    Immer darauf achten, den Hund rauszunehmen BEVOR er pusht. Und dann auch wirklich gehen oder was üben. Einfach anleinen isses nicht. Irgendwo muss der Hund auch lernen wie es sein soll.


    4.) passieren üben. Zwei Halter laufen im Abstand von einigen Metern aneinander vorbei (sowas sollte man machen BEVOR sich alle Hunde beim spielen gesehen haben), erstmal ein paar Meter Abstand, ruhige Umgebung, dann weniger Abstand, dann auf nem Gehweg in belebter Umgebung usw.
    Ein HH setzt oder legt seinen Hund angeleint neben sich, die anderen gehen mit ihren Hunden im Abstand von 2m vorbei (der HH der geht, bewegt sich zwischen seinem Hund und dem sitzenden/liegenden Hund und seinem Halter!), diese Übung auch mit vorbeirennen üben und dann ohne Leine und schließlich entfernt sich der HH des sitzenden oder liegenden Hundes ein Stück von seinem Hund und der muss bleiben trotz vorbeilaufen und rennen.

    Ganz toll wären natürlich immer wieder mal wechselnde Trainingspartner, immer die gleichen Hunde kennen sich relativ schnell.

    4.) Geduldsübungen. Wie lange kann dein Hund ruhig neben dir sitzen? Was lenkt ihn ab, wo will er aufstehen? Kann er schon abliegen/sitzen wenn du dich entfernst? Wie lange? Wie weit kannst du dich entfernen?
    Wie sieht eure Arbeit an der Impulskontrolle genau aus?

    Zitat

    Übrigens, hat irgendwer eine Idee, wie ich meine konditionierte Handlungskette wieder aufheben kann. Wenn ich nicht mehr pfeife, dann ist es doch wie am Geldspielautomat, man versucht es immer wieder *seufz.

    Komplett neu aufbauen, mit neuem Kommando. Was anderes kannst du kaum machen.

    Mit Timing meine ich, dass man eben genau bei sowas aufpassen muss. Gutes Timing hat nichts mit unmittelbar zu tun, sondern mit präziser Überlegung und Erfassung der Gesamtsituation. Aber ich glaub es kam schon rüber was ich sagen wollte, hoff ich mal.

    Na dann heißt es im Moment einfach stark bleiben, weitermachen und nicht aufgeben. Wenn sowas in pubertärem Alter auftaucht muss man dranbleiben und einfach weiter fordern und vertiefen.

    Bei diesen Sturmattacken auf andere Hunde ist es doch schonmal ganz gut, wenn du ihn anleinen kannst, musst halt deine Umgebung im Blick haben und ihn rechtzeitig rufen.

    Vielleicht werden irgendwo in deiner Nähe auch kleine Sozialisierungsgruppen für Junghunde angeboten wo auch ältere Hunde dabei sind, die Jungspunde korrekt zurechtweisen können. Letzteres ist wichtig! Am Besten gucken ob es so ein Angebot gibt und dann erstmal ALLEINE ohne Hund gucken wie das abläuft.
    Denn wie man sich Artgenossen gegenüber anständig verhält lernt der Hund am besten von anderen Hunden die das bereits können!

    Zitat

    Um mal auf das Beispiel mit dem "auf die Decke gehen" zu bleiben. Wenn ich dem Hund den Befehl gebe, auf seinen Platz zu gehen, dann wird er von mir belohnt. Wenn er wieder aufsteht, obwohl ich nichts gesagt habe, schicke ich ihn wieder zurück, ohne Belohnung, weil er ja nicht abgewartet hat. Er hat dann ja praktisch nicht auf mein Aufhebungskommando gewartet, dafür würde ich ihn dann nicht mehr belohnen. Sonst könnte der Hund ja meinen, oh, ich steh mal auf, will mehr Leckerchen.

    Genau das!
    Aber genau das kann der Hund doch in der hier beschriebenen Situation doch auch lernen! Ich renne zum Zaun, belle, Frauchen ruft dann und ich krieg was.
    Das ist genau das Gleiche!
    Aber nach der "Unmittelbar These" würde ich doch bei der Decke/Körbchen nicht das aufstehen sondern nur das hinlegen belohnen, oder?

    Genau darum geht es doch!

    Erklär mir doch bitte einer wo der Unterschied zwischen beiden Situationen liegt wenn der Hund die unmittelbare Belohnung nur mit der letzten Handlung in Zusammenhang bringen kann. (Also kommen oder hinlegen, aber nicht bellen und nicht aufstehen)

    So wie ich das sehe, bringt dich die Schlepp da nicht weiter.
    Zunächst würde ich mal auf gut übersichtlichen Flächen üben, so dass du mögliche Passanten, Hunde, Radler usw. rechtzeitig siehst.
    Dein Zauberwort heißt: vorausschauend gehen und dir dadurch genug Raum zu verschaffen agieren zu können.
    Da übst du dann weiter den Rückruf und dann Impulskontrolle.
    Nahdem dein Hund ja im Großen und Ganzen kommt, würde ich Leckerchen nur noch geben, wenn es besonders schwer für ihn war (du siehst ja wie schwer es ihm fällt zu kommen) ansonsten einfach schön loben.

    Bleib beim "spielerischen", aber mehr in Ton und Körpersprache als mit Bällchen! Viele HH spannen sich an wenn sie was sehen und es scheinbar ernst wird und verfallen dann in einen anderen Ton. Behalte den freundlichen spielerischen Ton dann auch bei! Das kennt er, das klingt angenehm. Nicht plötzlich anspannen und den Ton wechseln. Der Hund peilt das und es macht die Sache doppelt interessant! Da muss ja was sein wenn Frauchen so komisch wird.
    Das ist ne Selbstbeherrschungsübung für dich :D .

    Und wenn Rückruf und Impulskontrolle sich festigen, kannst du die Ablenkung steigern.

    Ich glaube, du willst mich nicht verstehen.
    Erstens schrieb ich um dein BZW zu unterstreichen, dass es kein Doppelkommando werden sollte.
    Zweitens:
    Optimales Timing ist mehr als im (vermeintlich) richtigen Moment zu loben. Optimales Timing fängt da an, wo ich überlege wie und wann ich einen Befehl gebe. Die Verstärkung liegt ganz am Ende der "Timingkette".
    Und es ist eben nicht immer so leicht zu erkennen, was genau man verstärkt.
    Diese "Unmittelbar These" klingt in der Theorie ganz klasse, aber das allein reicht nicht um das ideale Moment zu finden auch wirklich das zu verstärken was man verstärken möchte und nicht irgendwas anderes.
    Gerade wenn Handlungen fast zusammen erfolgen wird es ganz schwer, in diesem Fall hier: bellen und kommen liegen ganz dicht zusammen (zumindest wenn es sich um einen normalgroßen Garten und einen flotten Hund handelt).

    Es ist das Pr5oblem, was viele Menschen mit intelligenten Hunden haben: diese Hunde lernen schnell, aber sie lernen ALLES nicht nur das was wir möchten und forcieren.

    Machen wir mal ein einfacheres Beispiel:
    Der Hund soll lernen auf seinen Platz zu gehen. Du bringst ihn dorthin, lobst ihn wenn er liegt, gibts ihm viellt. ein Leckerlie. Er steht auf, du bringst ihn wieder hin... selbes spiel. Was denkst du, wielange braucht dein Hund um abzuraffen, dass er nur aufstehen muss, damit du wieder ankommst und dich mit ihm befasst?
    Und wielange braucht ein Hund dann um zu raffen, wenn er am Zaun bellt und dann auf Zuruf kommt was kriegt?

    Nicht jeder Hund ist so und natürlich sollte man gutes Verhalten loben, aber darf nicht vergessen, dass man das Verhalten auch irgendwann normalisieren muss. Gutes Verhalten bestärkt man zuerst, aber dann muss es weitergehen! Das gute Verhalten muss ganz normal werden. Ich belohne meinen dreijährigen Hund nicht mehr laufend für Zeug, was er schon lange kann und was absolut normal ist. Klar, ab und zu kriegt er auch da was, wenn es besonders schnell, sauber, ordentlich... war oder wenn mir grad danach ist. Aber generell ist es normal sich anständig zu benehmen.
    Viel zuviele Leute hören mit dem Training auf, wenn mit Belohnung alles läuft und vergessen das Gewünschte alltäglich zu machen.
    Und da wunder ich mich dann auch nicht, wenn es Leckerliegegner gibt die befürchten, dass ohne Futter und Party nix mehr geht.

    Ich bin zu meinem ersten Kind sehr unerwartet gekommen bin (nach Urteil zweier voneinander unabhängiger Gyns war ich nach schwerer Erkrankung unfruchtbar... naja, sowas nennt man Irrtum wenn man bedenkt, dass ich mittlerweile zweifache Mutter bin :lol: ).
    Ich hab mir, als ich es erfahren habe überhaupt keine Gedanken gemacht ob ich das hinkriege... und ich hatte damals nen Hund der Kinder gar nicht toll fand.
    Es war dann auch gar kein Problem, obwohl der Hund meiner war und mir niemand was abgenommen hat. Ich denke, wie Faesa, wenn man da entspannt rangeht und an sich glaubt ist das auch kein Thema. Wenn man sich allerdings schon beim Gedanken daran überfordert fühlt wird es schwierig.
    Und bitte, bau nicht auf deinen Mann! Das klingt böse und es mag Männer geben die anders sind, ABER die meisten bringen sich mit der Klappe ganz groß ein... bis der Zwerg da ist, die Nächte kurz und die Tage lang werden und dann ist Männe laufend völlig K.O. und du stehst da.
    Plane also lieber, dass du den Laden schmeissen musst, wenn es dann doch nicht so ist umso besser.

    Aber natürlich kann man das schaffen.

    Zitat

    Da möchte ich aber mal das bzw. festhalten. Denn erst Nein und dann Abruf sind total unnötig, da kann ich gleich abrufen anstatt so nen tollen Doppelbefehl wie "Nein"! Hier!" abzulassen. Das wird dann auch richtig schwer zu bestärken, wie verstärke ich das Nein wenn der Hund zu bellen aufhört? Da isser ja noch nicht da...
    Abruf und wieder freigeben wenn alles klappt ist da sinniger.

    Ich glaube, ihr unterschätzt wie intelligent Hunde sind. Natürlich raffen die das. DARUM ist gutes Timing so wichtig in der Hundeerziehung und darum ist es wichtig Dinge erstmal einzeln in kleinen Schritten aufzubauen und dann zusammenzuführen.
    Es ist und bleibt der größte Fehler von allen, wenn man andere unterschätzt, ob Menschen, Hunde oder andere Tiere...

    Ich brech sowas auch ab per Abbruchkommando ABER, das Abbruchkommando muss ja auch erstmal beigbracht werden...
    Wenn die TS ruft/pfeift und der Hund die Aktion abbricht und kommt, ist ja schon abgebrochen.
    Ich denke, genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Die TS kann die Situation abbrechen, sie ist nur unsicher ob sie den Abbruch dann belohnen soll.
    Also ob sie das richtig beibringt.
    Und solange der Abbruch noch geübt wird, sollte es auch gelobt wenn es klappt. Wie soll der Hund sonst verknüpfen, dass er das richtige Verhalten zeigt?
    Natürlich funktioniert nicht immer alles bei jedem Hund und dann muss man sich was anderes überlegen.
    Für mich stellt sich die Frage, ob der Hund der TS denn bereits ein Verhalten zeigt, welches daraufhin deutet, dass er versucht sich was zu ermogeln... also einfach zum Zaun rennt, kläfft (am besten noch obwohl nix zu sehen ist) und sich dann ne Belohnung holen will.
    Wenn er das versucht, ist es zuwenig variabel, sprich gut eingeübt und vergessen das Ganze zu normalisieren und nicht jedes Mal Party zu machen.
    Öfter ranrufen, auch wenn er nicht bellt, mal loben, mal belohnen mal einfach in die nächste Situation gehen (irgendwas üben, tun was man gerade vorhatte...), mal gar nix machen außer den Hund reinholen, ihn mal einfach wieder entlassen...
    Ein Hund den man gut abrufen kann, verlernt das ja nicht wieder nur weil es nicht jedes Mal gelobt wird. Irgendwann müssen Dinge auch mal normal werden und auch klappen ohne das sich dabei ne riesige Erwartungshaltung in irgendeine Richtung (positiv wie negativ) aufbaut.

    Stillschweigend einsammeln würde ich allerdings auch nur einen Hund, der eben nicht abrufbar ist. Man kann doch das nutzen was der Hund bereits kann. Darauf baut man schließlich auf und das kann man steigern.