Beiträge von Tucker

    So, im dritten Anlauf klappts vielleicht... nachdems mich aus irgendwelchen Gründen ausgeloggt hat vorm absenden :roll:

    Ich bin in Grundkursen eher auf Alltagstauglichkeit ausgerichtet, ich hoffe du kannst trotzdem was davon gebrauchen.

    Starterübungen (wers in der Welpenschule schon hatte kann hier vertiefen)
    - Leinenführigkeit
    - rausrufen aus Spielsituation/einfach gehen und gucken ob Hund folgt
    - Ruhe halten während andere spielen
    - Übungen wenn andere spielen (Leinenführigkeit, sitz, platz usw.)
    - Spielzeug/Lecker erst auf Auffordung nehmen (vom Boden, aus der Hand)
    - kleine Haltersuche


    Standard:
    - passieren von anderen Hunden ohne mucken, mit und ohne Leine, Slalom zwischen anderen durch
    - absetzen und ablegen, mehrere Hunde nebeneinander ablegen und nacheinander abrufen
    - ruhig vor einem Geschäft warten, auch wenn andere Hunde passieren oder warten müssen
    - Hund sitzt neben Halter wenn andere HH mit Hund vorbeilaufen oder rennen, mit und ohne Leine
    - Hund liegt ab und zwischen Hund und Halter geht/rennt ein anderer HH mit Hund durch
    - anderer HH mit Hund rennt von hinten plötzlich vorbei (während dem laufen)
    - Eckbegegnung (plötzlich taucht direkt vor einem ein anderer Hund mit Halter auf
    - fremde Hunde blocken/eigenen Hund hinter sich schicken/absetzen
    - Begegnungen mit Betrunkenem der auf den HH zusteuert, den anspricht, ihm auf die Schulter klopft (nur mit Statisten)
    - Begegnung mit spielenden/radelnden/ skateboardfahrenden/schreienden/ auf den Hund zusteuernden Kindern (nur mit Statisten)
    - Begegnung mit Behinderten/Senioren mit Krücken/Gehhilfe usw. (auch nur mit Statisten)
    - Begegnung mit anderen Tieren (Zoobesuch, Katzen, Rinder, Pferde, Schafe usw.)
    - Maulkorbtraining
    - Bus/Straßebahnfahren (auch wenn fremde Hunde zusteigen)
    - Restaurantbesuch, Hund verhält sich ruhig auch wenn weiterer fremder Hund dazukommt)

    Nur mal so als kleiner Auszug, vielleicht kannst du was damit anfangen.

    TH freuen sich eigentlich immer über ehrenamtliche Helfer, da gibts immer genug Arbeit.
    Du solltest für dich aber klären, was du genau willst:
    willst du "nur" Gassigehen oder auch bei schmutzigeren Arbeiten helfen?
    Geht es nur um Hunde oder würdest du auch überall anders einspringen?
    Bist du dir bewußt, dass du da auch mit viel Leid konfrontiert sein wirst ohne allzuviel auszurichten?
    Schaffst du es eine gewisse "professionelle" Distanz zu bewahren?

    Wenn du deine Tochter einbeziehen willst, dann bedenke, dass du ihr vielleicht helfen musst gewisse eindrücke zu verarbeiten obwohl es dich selber mitnimmt.
    Wie alt ist die Kleine überhaupt? Es kann auch sein, dass ein TH sagt, das Risiko mit einem kleinen Kind ist ihnen zu groß (was ich verstehen kann, wenn du arbeitest kannst du das Kind nicht immer im Auge haben...)

    Je nach Bundesland kann ein Sachkundenachweis erforderlich sein, musst du dich erkundigen.

    Steffi, so war das nicht gemeint, ich hab aber gesehen, dass in meinem vorherigen Beitrag ein "als" fehlt... das war aber der Fehlerteufel, nicht meine Meinung :ops: .

    Was ich damit sagen wollte war eigentlich, dass viele Leute denen es ums Geld geht (wie hier ja gemutmaßt wurde) ihren Hund dann irgendwo inserieren und dabei noch nen flotten Euro machen.

    Ich hoffe du kannst dir mal vor Ort ein Bild von Hund und Frau machen.

    Mit ner Pflegestelle kann ich jedenfalls gerade nicht dienen, hab zwar gestern auch noch ein bisschen rumtelefoniert aber bisher leider erfolglos. Gut zu wissen wäre ob der Bube sich mit anderen Hunden verträgt und ob er kastriert ist. So Sachen eben die jede mögliche Pflegestelle wissen muss.
    Falls du an solche Infos dran kommst - her damit!

    Zitat

    Ich bin auch recht vorsichtig mit Schuldzuweisungen solange ich nicht beide Seiten kenne, insbesondere, da ich jemandem, der nach meinem Hund tritt, während ich mir sicher bin, das regeln zu können, auch in den Arsch treten würde... Andererseits trample ich auch nicht mitten in andere Hunde rein, insbesondere dann nicht, wenn Madame (wie immer wenn sie läufig ist) anfängt unverträglich zu werden und erst recht nicht wenn der andere HH seinen Hund schon an die Seite tut... und ich hab auch schon mal nen anderen Hund körperlich angegangen, der sich auf meine gestürzt hat, ich versteh also beide irgendwie.

    Was ich aber definitiv sage: Vorsicht mit Waffen, auch mit Pfefferspray etc.! Wer nicht weiß, wie er damit umgeht, der hat das schnell abgenommen gekriegt und selber das Gesicht damit voll! Du glaubst nicht wie schwer das ist, Waffen überzeugend zu benutzen... mal ganz davon abgesehen, dass Dir dann einige unangenehme Begegnungen mit uniformierten Leuten sicher sein werden!

    Lieber in so nem Fall möglichst frühzeitig ausweichen, und das großräumig. Ich hab auch so ein paar Spezis, denen ich aus dem Weg gehe, nicht, weils schon mal geknallt hat, sondern weil ich es dazu gar nicht kommen lassen will, einmal "beinahe" reicht mir. Der Wald "gehört" mir zwar genauso wie denen auch, aber trotzdem, is einfach stressfreier. So wichtig ist mir das jetzt auch nicht dass ich mich mit aller Macht drum prügeln muss.

    LG
    Micha

    Genauso unterschreib ich das!

    Ich mache seit vielen Jahren WingTsun und ich bin mir sicher auch mit einem körperlich überlegenen Gegner fertig zu werden, habe das auch schon mal müssen. (ohne Hund, aufm Heimweg vom Ausgehen).
    ABER, die höchste Kunst ist es, den Aggressor zu erkennen BEVOR etwas passiert und schlicht einen Kontakt zu vermeiden.
    Und schon gar nicht würde ich irgendwas riskieren wenn mein Hund dabei ist, der Idiot würde noch mitmachen und am Ende den Preis bezahlen.

    In der hier geschilderten Situation würde ich mir allerdings wohl die Mühe machen den Kerl zu identifizieren, sowas sollte man nicht ungestraft tun dürfen.

    Egal wie subjektiv die eigenen Wahrnehmung und Wahrheit ist (und das ist sie) es gibt keine Rechtfertigung für körperliche Übergriffe! Darum ist es strafbar.

    Langsam find ich es merkwürdig. Hat was von jemandem der nach 'Rat fragt aber dann schon alles probiert hat und es besser weiß...
    Hast du denn die Möglichkeit ihre angaben zu überprüfen? Ich würde einfach TH, Terrierhilfe usw. mal anrufen und die Situation schildern und fragen ob das so stimmt wie sie es dir erzählt hat.

    Andererseits, wenn es so ist, wieso bietet sie den Hund nicht als lieben kleinen Kerl auf irgend einem Portal an. Das ist doch DEr Weg ein Tier heutzutage abzuschieben und noch ein paar Kröten zu kriegen...

    Merkwürdig ist es allemale, aber genaues weiß man halt nicht, es stellen sich manchmal selbst die unglaublichsten Geschichten als wahr heraus.

    Genau das ist das Problem. Wenn keiner den Hund nimmt, dann muss der Halter ja nen Weg finden das Tier abzugeben. Dabei ist es allemal besser so nen Hund bei Tierwelt oder ebay zu verschachern...

    Meine Mutter kämpft mit dieser Problematik immer mal wieder, der wurden auch schon Hunde ans Tor gebunden, Welpen übern Zaun geworfen usw...

    Ne Gebühr zu verlangen ist vollkommen in Ordnung aber einfach abzulehnen find ich nicht ok! Ist aber leider durchaus gängig, vor allem wenn es sich um Hunde handelt die aus optischen und oder wesenstechnischen Gründen nicht leicht zu vermitteln sein werden.

    Das kannst du nur in den Griff kriegen, indem er in nächster Zeit einfach keine Gelegenheit dazu bekommt.
    Meiner darf auch wenn wir draußen sind nicht überall hinmarkieren, Gartenmauern, Häuser usw. sind tabu- mir egal wer da vorher war oder hingeschifft hat.
    Und da hab ich natürlich auch immer drauf geachtet am Anfang, ihm da gar keine Schnüffelgelegenheit gegeben. Mittlerweile interessiert ihn das nicht mehr besonders, er markiert halt da wo ich er weiß es ist ok.

    In deinem Fall würde ich den Hund bei Fremden einfach neben mich packen, fertig. Mal abgesehen davon, dass ich das immer so handhabe wenn ich wo zu Besuch bin, er hat nicht durch Wohnungen zu turnen, weder durch unsere noch durch andere.
    In der Betreuung kann das natürlich schwieriger sein, viellt. mit vorübergehend mit ner Hausleine üben, damit er nirgends unbeobachtet hinkann.

    Zitat


    Tucker
    ich versteh was Du meinst, aber es liest sich für mich so, wie jeder der (am Ende) über Meideverhalten arbeitet einfach schlicht zu dumm ist um den rein positiven Weg zu arbeiten.Ich empfehl mittlerweile jedem mit solchem Problem sich direkt an nen Trainer zu wenden. Ob das Canis oder Wattebauschiwurf-Trainer ist bleibt dem Mensch selbst überlassen. Aber mit rumprobiererei und einleserei und "hunderten guter Tipps von aussen" kann das nix werden.

    Schade, das wollte ich eigentlich vermeiden, darum habe ich auch div. Schwierigkeiten aufgezählt die unter Anwendung positiver Mittel auftreten können.
    Es hat überhaupt nichts mit dumm oder faul zu tun (jedenfalls nicht zwangsläufig, auch wenn es zweifellos faule und dumme HH gibt- ebenso wie es faule und dumme NichtHH gibt).
    Egal was du machst, die richtige Umsetzung ist immer das Schwierigste, nicht nur auf den Hund bezogen.
    Niemand ist dumm, weil er etwas, was er nur gelesen hat nicht ideal in die Praxis umsetzen kann. Wer kann das schon?
    Und das gilt nicht nur für positive Trainingstechniken sondern für alles andere auch. Zur Theorie gehört immer auch eine gute praktische Einführung bzw. Begleitung. Und die ist leider auch nicht immer leicht zu finden in diesem Bereich.

    @ welsh aussie:

    Ich denke schon, dass das pöbeln den Hund in dem Moment erleichert und daher positiv empfunden werden kann.
    Warum? Der Hund hat Stress den er übers pöbeln kompensiert bzw. rauslässt. So wie manche Hunde kläffen wenn sie gestresst sind.
    Und natürlich ist das Frust/Stress rauslassen können angenehm.

    Also der Stress, Angst, Aggression, was auch immer ursächlich ist, ist nicht angenehm, aber das Pöbeln als Kompensator dann schon.


    Muemmel, bei dir klingt es so, als hättet ihr euch echt festgefahren und wenn es so ist, dann kann es durchaus sein, dass man das Verhalten nur noch durch Meideverhalten in den Griff kriegt. Insbesondere wenn der Hund dadurch auch zu einer Gefahrenquelle mutiert und man sich dem nicht mehr gewachsen fühlt.
    Allerdings führe ich das entstanden Problem nicht auf positive Arbeit zurück, sondern auf falsche Umsetzung derselben. Ich weiß, das wird gerne gesagt, der Vollständigkeit halber: auch falsch aufgebautes Meideverhalten kann nach hinten losgehen.

    Das Problem ist, das positive Erziehungstechniken oft mit antiautoritärer Führung gleichgesetzt werden.
    Dabei muss man nicht weniger konsequent und klar sein und nicht weniger seinen Führungsanspruch verdeutlichen. Nur auf eine andere Art.
    Positiv zu erziehen hat nichts damit zu tun den Hund zu einem gleichberechtigten Partner zu machen! Man muss seinen Führungsanspruch nur anders verkaufen.
    Die Fehleranfälligkeit dürfte daher bei positiven Mitteln relativ hoch sein weil viele HH das im Kopf nicht klar differenzieren und entsprechend lauwarm vermitteln. Und natürlich, wenn ich mehr Trainingsschritte habe, habe ich automatisch mehr potentielle Fehlerquellen.
    Nein, es ist tatsächlich nicht alles Gold was glänzt und man kann mit positiven Techniken auch jede Menge verkorksen- das ist kein Mittel bei dem keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten können und alles nur rosarot ist! Auch wenn das hier oft so klingt.
    Und weil es so klingt passieren noch mehr Fehler.
    Du sagst es ja selbst: Einflüsse von aussen, besonders das Internet. Bitte, wenn man sowas machen möchte, dann sollte man sich einen qualifizierten Trainer suchen der das kann und auch um mögliche Schwierigkeiten weiß.
    Weil eines muss schon jedem klar sein, ein vernünftig aufgebautes Meideverhalten ist garantiert um Längen besser als jedes lauwarme, nicht funktionierende oder gar gegenteilig wirkende Positiv-Training.
    Und das sage ich, obwohl ich es ablehne über Meideverhalten zu arbeiten.