Beiträge von Tucker

    Also ich würde die Qualität einer HuSchu auch nicht unbedingt daran festmachen wollen, ob dort Kettenhalsbänder verwendet werden, solange man es nicht tun muss.
    Ich halte allerdings auch das:

    Zitat

    sondern immer nur mit Leckerli vor der Nase haltend in die richtige Position stellten

    nicht unbedingt für ein Qualitätsmerkmal.

    Es kommt halt sehr drauf an was da genau läuft und das kann ich deinen Beiträgen nur schwer entnehmen. Daher frage ich jetzt einfach mal genauer nach:

    Hast du nachgefragt WARUM sie dazu raten ein Kettenhalsband zu verwenden?
    Gerne kommen hier Erklärungen die besagen, dass es dem Hund unangenehmer ist mit HB zu ziehen als mit Geschirr weil Geschirre ja eigentlich auch zum ziehen gemacht sind...
    So eine Erklärung ist totaler Humbug und spricht nicht gerade für Kompetenz. Viele Tausend Hunde die sich samt HB ziehend durchs Leben röcheln wiedersprechen dieser These. Leinenführigkeit muss man so oder so erarbeiten, sie verbessert oder verschlechtert sich nicht allein aufgrund der Ausrüstung.

    Was genau war das für eine Gruppe bei der du zugeguckt hast?
    Hunde mit Leckerli "in Position stellen" ist nun auch nicht gerade das, was ich mir unter patentem Hundetraining vorstelle. Das ist Bestechung und nicht Belohnung. Wenn du jetzt sagst, es war eine Welpengruppe dann find ich das durchaus ok mal zu bestechen um ein gewünschtes Verhalten herbeizuführen wenn man sich dann von Bestechung zu Belohnung und auch zu vielseitigere Belohnung als nur Leckerli arbeitet.
    Wenn Übungen aber nur mit vor die Nase gehaltenen Leckerlis gemacht werden halte ich das nicht unbedingt für sinnvoll.
    Positives Training ist defintiv mehr als den Hund dahin zu füttern wo man ihn gerne hätte.

    Verabrede dich mal mit jemandem der da trainiert und geh mit demjenigen spazieren. Achte dann darauf ob der Hund auch außerhalb des Trainingsplatzes hört und sich benimmt.

    Moin,

    acidsmile:
    Genau dafür hab ich mittlerweile wirklich immer die Wurfkette einstecken. Wenn sich dann keiner kümmert oder der Hund schlicht nicht hört schmeiß ich, und dann brenn ich dem anderen die Kette auch durchaus auf den Pelz- nix vor die Füße. Gibt genug denen das vor die Füße egal ist.
    Und es ist für alle inkl. den fremden Hund das Beste.
    Das ist zwar sehr aversiv aber es ist hier bei mir die einzige Lösung, sonst kann ich gleich aufhören mit Tucker zu üben weil es alle zwei Tage nen Unfall gibt. Und ich muss mich halt um meinen Hund kümmern.
    Und das was Shoppy hier schon beschrieben hat, dass Gandhi sich hinsetzt wenn ihm so ein frecher Wauz zwischen die Füße gerät...naja, soweit ist Tucker noch nicht, da schmeißt der seine Nerven :roll: .
    Aber es tut Tucker gut, dass ich agiere und das an mich reiße. Er findet das zwar anstrengend er aber er fährt nicht voll hoch und ist dann auch nicht noch weit über die Situation hinaus gestresst.
    Ich fahre da also ein wenig zweigleisig, einerseits mache ich die Sache für ihn so angenehm wie möglich indem ich marke und belohne, andererseits versuche ich auch ihm klarzumachen, dass ich mich ggf. um alles kümmere- auch wenn ich schonmal versagt hab.
    Und genau für solche Situationen werd ich jetzt auch den Clicker einführen, denn in einer Hand Tuckers Leine, in der anderen die Wurfkette und im Mund ein "Verschwinde, aber zackig"... da das Markerwort unterzubringen ist echt kacke. Den Clicker krieg ich noch in die Leinenhand und kann clicken wenn ich sonst vollauf damit beschäftigt bin die Lage zu beherrschen.

    Zitat

    Vermenschlichen ist für mich:

    Wenn man menschliche Ansprüche an den Hund, sein Verhalten und seine Motivationen stellt.

    Danke! :gut: :gut: :gut:

    Edit: Aber obiger Satz sollte nicht zur Annahme verleiten, Hunde hätten nicht genauso Emotionen und Gefühle wie wir auch...Angst, Stress, Überforderung, Frust aber auch Freude, Spaß usw.

    Klaus, ich glaube wir haben uns gründlich mißverstanden.
    Ich habe genau das geschrieben, was du dann erläutern wolltest: der Mensch entscheidet doch in seiner ganzen Menschlichkeit ob sein Hund ein guter Sozialpartner ist und ob er selber als Menschein guter Sozialpartner ist. Und wie gesagt, 40000 DF User sind der Meinung sie sind das (und allenfalls ihr Hund ist es nicht bzw. soll es erst werden).

    Ich persönlich wälze nicht nur Probleme..ich bin sehr glücklich und entspannt mit meinem Hund. Es gibt nunmal diese Problematik wo er Angst hat und darauf gehe ich gezielt ein, auf diesen Hund in dieser Situation.
    Ansonsten stiefel ich mit meinem auch 2 Stunden ohne Leine durch die Gegend und der ist einfach bei mir, da muss ich nicht laufend drauf gucken, animieren, trainieren, kommandieren ...wir gehen einfach. Und wenn eine situation absehbar wird die für ihn schwierig wird und wo er allein überfordert ist dann greife ich ein und helfe ihm. Hoffentlich auf dem Weg dahin, immer mehr selber angemessen damit umgehen zu können.

    In einem lebendigen Sozialgefüge können nunmal Schwierigkeiten auftreten und dann muss man sich mit einer praktikablen und sinnvollen Lösung auseinandersetzen- oder das Problem hinnehmen und sich dann aber nicht über den Hund beschweren.

    Hallo,

    Wie schon geagt, es gibt keinen prophylaktische Entwurmung. entwurmen kannt du nur, wenn wirklich Würmer vorhanden sind und wenn dass der Fall ist, reicht eine Entwurmung allein nicht! Wenn Würmer da sind dann 1x entwurmen und nach 14 Tagen wiederholen. Würmer legen eier die von einer Wurmkur unbetroffen bleiben, da muss man ein Entwicklungsstatium abwarten und wiederholen. Bei ganz starker Verwurmung empfiehlt sich sogar eine dritte Entwurmung nach weiteren 2 Wochen.
    Außerdem sollte dir bewußt sein, dass dein Hund bereits beim Spaziergang nach der Entwurmung schon wieder welche bekommen kann, theoretisch.

    Um eine Verwurmung zu klären kann man sinnvoller Weise in regelmäßigem Abstand Kotproben von 3 aufeinanderfolgenden Tagen beim TA bzw. im Labor untersuchen auf Parasiten untersuchen lassen. So alle 3-4 Monate ist gut, da weißt du in nem überschaubaren Zeitraum was los ist und kannst ggf. immer noch gut reagieren.

    Als Mittel greife ich persönlich zu Drontal plus. Ich habe in den letzten zwei Jahren einmal entwurmt, wurde astrein vertragen und mit den Würmern war es aus.

    Zitat

    Ist eine nette Abwechslung, macht glücklich, hat aber REIN GAR NICHTS mit unserem Alltag und der Qualtät unserer Beziehungen zu tun.

    Das ist der Punkt.
    Leider widerspricht das restliche Posting diesem Satz ;) .

    Egal ob ich füttere oder nicht, das beeinflußt die Qualität der Beziehung tatsächlich gar nicht.
    Weder dahin, dass es eine schlechtere Beziehung ist weil der Hund "es ja für Futter tut und nicht für mich" noch das es eine bessere Beziehung wird weil der Hund ja ´"was natürliches tut" oder was "positives erlebt" also für sein Futter arbeitet (dafür muss der Hund erstmal Futter in dem Moment als angenehm ansehen, was nicht unbedingt gegeben sein muss).

    Ich finde die Sichtweise, dass der Hund das bei einer guten Beziehung "für mich tut" an sich völlig verquer. Warum sollte er das tun? Weil ich so ein toller Sozialpartner bin? Bin ich das überhaupt- aus Hundesicht? Oder beurteile ich als Mensch nicht vielmehr was gut für meinen Hund ist und behaupte schlichtweg mal, dass ich ein guter Sozialpartner wäre?
    Hier gibt es über 40 000 Mitglieder und so gut wie jeder ist überzeugt, dass er ein supergenialer Sozialpartner für seinen Hund ist. Und zwar ganz egal wie die Hunde gehändelt werden.

    Und wieviele davon sind tatsächlich gute Partner...und von denen wo es einfach läuft, wieviele sagen hinter deren Rücken "tja, nen einfachen Hund erwischt"?

    Die Qualität einer Beziehung lässt sich nicht zwangsläufig in einer Extremsituation bestimmen.
    Ein anderes Beispiel mal:
    Ich habe tierisch Angst vor Spinnen. Manchmal schaffe ich es mich zusammenzureißen, von mir aus, aber selten udn es ist sehr schwer. Wenn mein Partner, dem ich vertraue und zu dem ich sicher eine eine gute Beziehung habe, mir die Hand hält, habe ich immer noch genauso Angst. Ich bin genauso gestresst und kriege alle Zustände. Partner hin oder her.
    Habe ich jetzt wider erwarten ein Beziehungsproblem? Sollte ich mich trennen? Partnertherapie?

    Und bei meinem Hund ist es halt so, dass er im ersten Jahr, bevor er bei mir, viel zuwenig kennengelernt hat und deshalb unsicher ist. Das war lange kein Problem, bis zu dem Tag, als ich versagt habe- total. Er wurde angegriffen (offline) und ich konnte ihn zwar rausretten aber er war verletzt (ich auch) und hat das sofort verinnerlicht.
    Ich soll ihm jetzt einfach so Sicherheit geben, weil ich so ne super Persönlichkeit bin und er sich auf mich verlassen kann? Theoretisch kann er das, aber praktisch konnte ich es da eben nicht und er weiß das! Ich habe meine Unfähigkeit diesbezüglich unter Beweis gestellt und das kann jedem so gehen. (er lief frei zwei Meter vor mir und aus der Hecke kamen ein Schäfi und ein Mix ohne Halter raus und haben sich kurzerhand auf ihn gestürzt- weder er noch ich hatten ne Möglichkeit zu reagieren, er warf sich auf den Rücken und schrie und ich hab mich dazwischengestürzt um zu retten was zu retten war... Ergebnis: fettes Loch in Tuckers Hinterschenkel, Loch im Ohr, mehrere Kratzer und zwei schöne Lochis in meinem Oberschenkel von Fremdhund).

    Unsere sonstige Beziehung bleibt davon aber unberührt oder um mit Staffys Beispiel zu arbeiten:
    Wenn Tucker nen Dorn im Fuß hat oder sonstwie Schmerzen dann knurrt der mich nichtmal an, der lässt mich gucken und machen, da brauch ich kein Lecker (obwohl ers trotzdem kriegt!) und nix.
    Aber wenn er Angst hat bzw. seine Emotionen überhand nehmen, dann muss ich ihm helfen und zwar glaubwürdig...durch oben Beschriebenes bin ich aber nun nicht gerade glaubwürdig wenn ich versuche zu vermitteln, dass ich ihn immer schützen kann denn das Gegenteil ist bereits bewiesen.

    Ich arbeite nicht soviel nach dieser Strategie wie Shoppy, für mich ist es ein Mittel von vielen anderen mit denen man angenehm und gewaltfrei arbeiten kann. Je nach Hund, Mensch, Problemstellung und Ursache.
    Habe ich einen 1,5 jährigen Proll an der Leine der wie ein pubertierender Teenie "ehyyyy Alda...problem?" rumstänkert ohne jeden Grund, dann würde ich dieser Respektlosigkeit einfach ein Ende bereiten indem ich mich ins Blickfeld schiebe und Raum einnehme. So ein Verhalten ist unter Hunden ebenso respektlos wie unter Menschen und ich gegenkonditionier nix sondern setze nen klaren Punkt indem ich mir durch große Präsenz Respekt verschaffe.
    Aber dafür muss ich sicher analysieren mit was ich es zu tun habe.
    Da hat Shoppy nämlich verdammt Recht: Im Zweifel besser (gegen)konditionieren als im falschen Moment die falschen Schlüsse ziehen und das Problem dadurch möglicherweise verschärfen.

    @ fanta
    Nochmal kurz Handfütterung:
    Das hängt wirklich stark vom Hund/Mensch Gspann ab. Ich glaube bei Mr. Big würde das sowenig funktionieren wie bei meinem Tucker. Klingt gut, klappt bei einem bestimmten Typus Hund aber eher schlecht. Was passiert ist dann nämlich, dass der Hund sich mit nix mehr außer dir befasst und dir ständig in den Hacken klebt und 1001 anbietet...nix schnüffeln, nix gucken, nix wahrnehmen...nix lernen.

    Besagter Münsterländer guckt sich trotzdem noch die Welt an, ist unabhängiger als besagter Typus Hund und das Futter gibt einem wirklich erstmal Gelegenheit "reinzukommen". Und es war einfach dringend, die Leute waren fix und foxi, da muss auch erstmal ein schneller Erfolg rein um eine gute Beziehung aufrecht zu erhalten.
    Hier wird es dann nämlich ein Beziehungsproblem, wenn man nur noch denkt "boh, jetzt raus, der zieht nur wieder, haut wieder ab, killt ne Leinen, er lernts nicht..usw.". Frust im Übermaß ist der Beziehungskiller.
    Und wie gesagt, mittlerweile klappts auch ohne, er hat gerafft, dass es Spaß macht MIT seinen Menschen zu gehen und sie nicht als Leinenhalter zu sehen.

    Zur Handfütterung meld ich mich mal, ich empfehle das nämlich gern mal :D .

    Aber erst: Shoppy: :gut:
    einfach klasse! Du kannst wirklich ganz prima erklären.

    In erster Linie muss ich sage, ich halte nichts von dem Gedanken, dass der Mensch sich durch Gabe von Leckerchen oder Handfütterung zum Futterautomaten macht oder ähnlich... Fakt ist: wir sind so oder so in gewisser Weise der Futterautomat, schließlich füttern wir alle unsre Hunde, oder? Ob das aus dem Napf oder aus der Hand passiert ist, denke ich, zweitrangig Hunde sind ja nicht blöde.

    Ich habe auch schon gelesen, man solle im Sinne von Beziehungsarbeit mind. ein Jahr aus der Hand füttern. Aus meiner Sicht ist das Unfug. Das mag zutreffen wenn jemand, wie Shoppy meinte, sonst nicht gerade vertrauensfördernd bzw. sinnvoll damit arbeitet.
    Eine vernünftige Beziehung kann nie allein darauf bauen, dass einer den anderen satt macht.
    Es ist der gemeinsame Erfolg für beide Parteien ist entscheidend. Wenn einer den anderen frustriert, und das kommt öfter vor als man denkt, dann kann keine gute Beziehung entstehen. Es ist ganz schnell eine Negativspirale im Gange die man mit nichts "wegfüttern" kann.
    Die Handfütterung indessen kann einem ein Fenster schaffen wenn der Hund aus irgendwelchen Gründen schlichtweg nicht in der Lage ist mitzumachen.
    Dann kann es durchaus eine Lösung sein, erstmal über den Hunger zu gehen wenn wirklich gar nix geht. Eigentlich ist das ziemlich fies. Aber wenn man damit den Fuß mal in die Tür kriegt, halte ich es durchaus für eine Lösungsmöglichkeit- wenn die Situation es sinnvoll macht.

    Als Beispiel mal:
    Ich hatte einen jungen Münsterländer (9 Mon.) im Training. Der Hund stand vollkommen unter Strom. Als ich da das erste Mal ankam, begrüßte ich die Leute und dann klebte der Hund an mir. Aber total hysterisch/stressig. Ignorieren ausgeschlossen, als ich saß versuchte er mich anzurammeln um Stress abzubauen, fiepte, sprang...der kam gar nicht zur Ruhe.
    Und draußen das Ganze noch ne Nummer verschärfter. Bei Anspracheversuchen kriegte er entweder gar nichts mit oder fing an in die Leine zu beißen... Eine Katastrophe, ehrlich.
    Ich habe Handfütterung empfohlen. Allerdings auch mit werfen, nicht so strikt aus der Hand. Das wäre erstmal gar nicht gegangen, wir mussten erstmal ne Verbindung zwischen geworfenem Futter und den Leuten herstellen.
    Dadurch entstand binnen etwa 14 Tagen ein brauchbares Fenster um überhaupt in eine Kommunikation mit dem Hund kommen zu können.
    Diese kann man dann vergrößern und dem Hund erstmal zeigen, dass man da ist und es Spaß macht zusammen was zu machen, auch spielen. Und Ruhepausen. Für so einen Hund ist eine Ruhephase, ein Entspannungsmoment und sei es zunächst noch so klein, eine Wohltat. Aber um da hinzukommen muss man dem Glück einfach manchmal auf die Sprünge helfen.
    Notfalls durch den Magen.

    Im Prinzip zwingt man halt sehr subtil den Hund zu seinem und zum gemeinsamen Glück...
    mit der Schleppleine und im Prinzip auch mit jeder anderen Leine zwinge ich den Hund ja auch mit mir zu laufen (...oder umgekehrt? :D ). Mit der Schleppleine erzwinge ich mir halt auch ne Möglichkeit zu kommunizieren die es frei nicht gäbe weil Hund schon weg und Hasenfährte interessanter als Kommunikation mit Mensch.
    Man muss aus diesen "erzwungenen" Kommunikationsgelegenheiten dann eben was machen.

    Nach drei Terminen innerhalb etwa 6 Wochen, war der Münsterländer deutlich entspannter, biß nicht mehr in die Leine und zog auch nicht mehr. Er war ansprechbar und hat auch gerne mitgemacht...an Willen mangelte es nicht, er konnte es vorher einfach nicht. Und das auch ohne noch viel weiter aus der Hand zu füttern. Leckerchen ja, aber nicht mehr alles aus der Hand.

    Aber beim Leinepöbeln ist das keine gute Strategie. Reine Handfütterung. Ein hungriger Hund + ein gut duftendes Frauchen mit lecker Essen + ein anderer Hund (womöglich bei nem Hund der eh schon pöbelt)...das kann nicht gutgehen.
    Da ist ein leerer Magen ganz sicher kein guter Ratgeber.
    Ich selber arbeite mit Tucker eigentlich genauso am pöbeln wie Shoppy beschreibt nur dass ich mit Markerwort arbeite statt Clicker.
    Und das ist ne wirklich erfolgreiche Sache. Tucker ist ein unsicherer Hund mit starker Tendenz nach vorn. ´
    Das allerbeste an dieser Art von Training: Er läuft mir nicht nur viel besser an anderen vorbei sondern er steigert sich gleich gar nicht so rein. Früher war er minutenlang, teilweise noch länger danach völlig gestresst...Rute oben, Ohren im Lauschmodus, Körperspannung wie ein Bogen.
    Während der Begegenung war keinerlei Ansprache möglich, kein Körperkontakt denn Tucker hackte vollkommen hysterisch um sich- der hätt es nicht gecheckt, dass ich es bin. So 10-15 Meter gingen, aber näher wars echt unmöglich den Buben anzusprechen.
    Das "Wo ist der Hund" Spiel haben wir jetzt angefangen und er hats sofort kapiert. Bisher gabs immer nur was wenn wir schon nur einen Hund gesehen haben oder irgendwo einer gebellt hat, gezeigt und Abstand gehalten. In "heißen" Fällen wie freilaufender Hund ohne Halter oder mit A***halter oder so, habe ich die Wurfkette gegen den anderen eingesetzt. Tucker würde in dem Moment wirklich zuhacken... Verletzungsabsicht ist da relativ, er verliert vollkommen die Nerven trifft es eher.
    Und jetzt ist er voll ansprechbar, noch auf drei Meter Abstand macht er zwar nen langen Hals aber nix weiter. Und seit vorgestern spielen wir jetzt eben "Wo ist der Hund" und er hat es, wie gesagt, gleich geschnallt.

    Ich denke du solltest dir mal zeigen lassen wie das geht, von einem Erwachsenen der Ahnung davon hat.
    Wenn dein 5 Jahre alter Hund bis dato immer nur gelernt hat, dass fallenlassen ok ist, wird das ganz neu aufgebaut werden müssen.
    Mit Leckerchen zeigen ist da nicht viel, es ist irgendwie ganz logisch, dass er fallenlässt wenn du ihm was zeigst was er besser findet.
    Und mit nem Futterdummy wäre ich auch vorsichtig, ich weiß ja nicht was dein Hund sonst so kann aber es besteht ein gewisses Risiko, dass der Hund mit dem Futterdummy abzieht und es zerlegt um ans Futter zu kommen.

    Besorg dir lieber ein normales Dummy und spiele erstmal nur mit ihm, ohne werfen, spielen ist nur mit dir. Und hör auf solange dein Bosko noch voll dabei ist. Wenns ihm langweilig wird ist es zu spät.

    Ich kenne deinen Hund natürlich nicht, aber so wie dein Text hier rüber kommt, verunsicherst du sie gerade noch mehr. Sie merkt doch, dass du unsicher bist wie sie das macht und ob und wie und Beruhigungsmittel und überhaupt. Für einen unsicheren Hund ist das Gift!
    Entspann dich mal, trau deinem Hund was zu, soviel ist das ja nun nicht. Du machst dich total verrückt wie das gehenh soll und damit machst du auch den (eh schon unsicheren) Hund verrückt.
    Dein Hund wird ruhiger, je ruhiger du wirst.
    Kann es sein, dass dich das zusammentreffen mit dem Ex auch verunsichert? Du selber nicht weißt wie das läuft und so?
    So wie du hier klingst würde ich dir tatsächlich raten deine Hündin für 2 Tage in Pension zu geben, du bist viel zu aufgeregt um deinem Mädel Sicherheit geben. Und sie wird das bestimmt überstehen.

    Andere Lösung, geh selber los und besorge Bachblüten für dich...das hilft deinem Hund vermutlich mehr als wenn du sie ihr gibst. Denn egal was du dem Hund gibst, wenn du selber so unruhig und besorgt bist wird der Hund nicht zur Ruhe kommen können.

    Edit:
    @Schlaubi: 2 Doofe- ein Gedanke :D

    Sei mir nicht böse, aber wieso lässt du dich den von dem Typ auch noch verunsichern?
    Andere werden den Burschen schon auch kennen, glaub mir ma sicher, solche Leute wie der haben laufend Stress und Theater...die meisten werden schon wissen wo sie den einzuordnen haben.
    Du solltest schleunigst mit deinem Attest zur Polizei und ne Anzeige machen anstatt dir Gedanken zu machen was andere von dir denken und was nicht alles passieren könnte.
    Es kann genau gar nix passieren, der Tierschutz darf genau gar nix, einzig befugt bei dir zu schauen wäre der Amtsvet.
    Und ich hab meine Zweifel ob der Kerl das meldet. Du gehst genau auf seine Masche ein, er wird übergriffig, bedroht dich und schüchtert dich ein und du benimmst dich wie ein verschüchtertes Mäuschen.
    Verdammt, du bist im Recht! Niemand hat dich anzupacken!!! Selbst wenn du seinem Hund was getan hättest, er hat ihn ja erst zu dir gelassen und nichts gibt ihm das Recht dich (durch seinen Hund) zu belästigen und dich dann körperlich anzugreifen.
    Mach dir mal klar was Sache ist und geh los und mach endlich ne Anzeige!
    Was meinst du macht der das nächste Mal wenn du jetzt nicht was unternimmst?

    Alles Gute und A****le zusammenkneifen und auf zur Polizei, jetzt!

    Das hat zwar nun gar nix mit dem Kosmos Erziehungsprogramm zu tun, aber ich sags trotzdem:
    rein vom lesen ist das ein Fall wo ich erstmal den Hund sein Futter erarbeiten lassen würde.

    So nett du das beschrieben hast so klar kommt raus: du bist deinem Hund draußen völlig schnuppe. Und ich zweifle dran, dass sich das ändert wenn du ihn mitschleifst.
    Abgesehen davon: auch wenn dein Hund nicht Probleme mit artgenossen hätte fände ich 200m Entfernung zuviel und dazu der Satz "wir laufen nur zufällig in diesselbe Richtung".

    Also mein Tip ist ein ganz anderer und passt irgendwie nicht genau zu deiner Frage, aber lass Knut sein Futter mal ne Weile erarbeiten, das lässt sich ja mit der Schlepp zur Sicherheit wegen anderer Hunde gut verbinden.

    Und wenn er sich dann mal an dir orientiert kannst du auch das Problem mit anderen Hunden angehen.