Bubby-Joy,
um nochmla auf die Pferde zurückzukommen: das ist sicherlich rasseabhängig, und natürlich wäre z.B. die gesamte Galopper-Zucht am A***, wenn du da auf die Manieren und die "Familienfähigkeit" eines Hengstes achten würdest - dafür ist das über zu viele Generationen zu total wurscht gewesen.
Bei Isländern ist aber genau diese soziale Kompetenz über tausend Jahre ein ganz wichtiges Selektionsmerkmal gewesen: Da bekam/bekommt der Hengst über Sommer seine Stuten samt Fohlen mit in die Berge, hat eben nicht nur zu decken, sondern die Fohlen mitzuerziehen und mit der ganzen Herde in teilweise gefährlichem Gelände/Wetter klarzukommen, möglichst ohne daß er Stuten oder Fohlen verliert, geschweige denn selbst gefährdet.
Kann er das nicht, sind die Klöten ab, und da nützen dann auch andere Top-Eigenschaften nix. Denn, wie "mein" isländischer Züchter sagt: "Ich vertraue meinem Hengst sehr große Werte an, und ich erwarte von ihm, daß er entsprechend darauf aufpaßt."
Da genau diese "soziale Kompetenz" die Ponys auch zu so besonderes angenehmen, problemlos in der Herde zu haltenden Reitpferden macht, versuchen wir sie hier wenigstens so gut wie möglich zu halten. Insofern bleiben die Arschkrampen von unseren Stuten grundsätzlich weg, egal ,wie gut ihre Nachzucht sein mag - gottseidank gibt's ja genug Auswahl. Und KB wäre natürlich sehr verlockend, weil man isländische Top-Hengste nutzen könnte, aber andererseits - siehe oben: da wüßte man eben nicht sicher, wie's um das Sozialverhalten steht.
sorry fürs OT - back to the dogs!