Beiträge von cereza

    Vielleicht findet sie eine Tierpension an sich einfach nicht so toll und muss sich erstmal erholen. Unsere Hündin war einmal in einer für 2 Tage, als wir sie wieder abgeholt haben, hat sie uns im ersten Moment angeknurrt- sie hat uns nichtmal erkannt, in so einem Schockzustand hat sie sich scheinbar befunden- erst nach langen 10sek. war sie furchtbar froh, dass wir wieder da sind, und sie hatte den ganzen Tag lang noch Durchfall. Das war einfach zu aufregend und belastend für sie.

    Wir hatten mal so einen Tierheimwelpen, als ich Kind war. Im Zwinger saßen- alle reinrassig- ein Bernersennenhund, ein Golden Retriever, ein Boxer, ein JRT, ein Landseer. Alle reinrassig und mit Papieren abgegeben (*g*), aber für die damaligs übliche Schutzgebühr von 100,-DM. Unser Bernersenne hat dann mit 5 Jahren starke Hüftdysplasiebeschwerden bekommen, war dann nach der Behandlung aber 2 Jahre beschwerdefrei, mit 7 Jahren ist er, wohl an Krebs- am ganzen Körper sind die Lymphknoten bis zu Hühnereidick angeschwollen- gestorben. Ich nehme an, das waren Auslandstransporthunde, diese typische Vermehrergeschichte, von der man manchmal hört.

    Bei uns war das mit dem Alleine bleiben auch so ähnlich- ich musste noch 3 Monate Vollzeit arbeiten gehen, bis ich auf Teilzeit wechseln konnte (Wechsel wg. unserer Tochter). Unser Hund konnte lt. Vorbesitzern 4h allein bleiben, wir sind einfach ins kalte Wasser gesprungen- er war nach 2 Tagen 8h alleine, mit Gassi in der Mittagspause (nach 5h)- das hat geklappt- er war leise und hat nichts zerstört. Puh- Glück gehabt. An eurer Stelle würde ich den Bruder erstmal fest einplanen. Ich glaube, dass die wenigsten Hunde das kommentarlos mitmachen.

    Von meinem Bauchgefühl ausgehend finde ich eure Variante besser als Tierschutz- klar, das wird schon klappen! Ich meine, der Hund hat es doch gut- er hat ein warmes Zuhause, Menschen, die ihn liebhaben, lange Spaziergänge- dagegen an 5 Tagen 8h alleine zu sein, ist doch ein Witz. Im Leben muss eben jeder mal Abstriche machen, und nicht alles läuft immer optimal. Ein Kauknochen wird es schon richten, wenn ihr ihn an die Zeit gewöhnt habt :) Es gibt sicher viele Hundebesitzer, die zwar nicht arbeiten, aber auch nicht mehr als 10 Minuten pro Gassigang gehen. Dann nutzt dem Hund das auch nichts.

    ich bin für alle hübschen, netten, mittelgroßen Hunde offen- also nicht festgelegt, nur bei den "NoGo´s": das wäre alles Kampfhundartige und -ähnliche, Schäferhunde, Malinois und Co., Boxer, Doggen, auch keine zu kleinen Schoßhunde.

    Mitläufer. Ich gehe gerne lange spazieren, das war es dann aber auch schon. Ich versuche, den Hund in den Alltag einzubinden, damit er nicht zu kurz kommt. Wir gehen immer an verschiedenen Stellen Gassi- das geht, weil ich durch Job und Kinder mal da-, mal dorthin fahren muss. Letztens sind wir mit der Straßenbahn zum Bahnhof gefahren- für unseren Landhund sehr aufregend :-D
    Ich habe eine Arbeit, die ich sehr mag, ich habe 2 Kinder, ich bin gerne mit anderen Menschen zusammen,ich nähe und schneidere gern, ich richte gerne ein, ich fotografiere gerne, ich mag gerne schöne Dinge und Design, probiere gern neues aus, mache gerne Sport.
    Es ist schon so, dass sich vieles um den Hund herum organisiert, das entsteht aber aus meinem Verantwortungsgefühl heraus- ich will ihn artgerecht halten.

    huuu. Wenn ich das hier so lese, sehe ich das mit den Rehen nicht mehr so locker! Bisher waren die immer viel schneller als unser Hund, der konnte nur verzweifelt bellend wieder abbiegen.

    Ich denke nicht, dass da krankheitsmäßig irgendwas passiert ist- viele barfen ihre Hunde, das ist ja auch roh.

    natürlich reicht das! Ich würde unter solchen Vorraussetzungen sicher nur 1mal eine größere Runde gehen. Wir gehen 3-4mal am Tag, wir leben zwar auf dem Land, haben aber nur einen Miniminigarten (eher noch eine kleine Fläche Wiese neben einer großen Terasse), wir müssen also rausgehen.

    Das ist alles sehr viel für euch, nicht wahr? Letzten Endes musst du dir alle Möglichkeiten anschauen, und sehen, ob du damit leben kannst, ob ihr eine gute Lösung findest, oder nicht. Vielleicht kann dein Hund auch bei jemanden wohnen, der sich dieser Aufgabe annehmen würde- ich hätte neben Arbeit und Kindern nicht die Kraft- und Zeit-, mich um einen inkontinenten Hund zu kümmern, der nicht einmal Windeln verträgt. Ich hatte mal eine inkontinente Katze, die ich deshalb nicht weggegeben hätte- sie hat nämlich ausschliesslich auf Fliesenboden uriniert, was kein Problem war. Abgegeben habe ich sie 6 Monate, nachdem ich meinen Mann kennengelernt habe, der auf Katzenhaare schwer allergisch ist, an eine Freundin- die hat sich mit voller Liebe um die Katze kümmert-heute noch, Katze ist mittlerweile 11 Jahre alt- und ich habe erst danach gemerkt, wie erleichternd das war, nicht mehr ständig Urin wegwischen zu müssen.
    Wenn du kein Mensch bist, der sich dessen annehmen kann, ist es für dich und für den Hund zu belastend, noch 10 Jahre zusammenzuleben. Wenn du es kannst, ist es für deinen Hund natürlich ein Optimum- es ist ja leider und gleichzeitig verständlicherweise schwer, Menschen zu finden, die dieses "mehr" investieren wollen.