Anlässlich der Aktualität in einem anderen Thread, möchte ich gerne von Jazz erzählen.
Das hier ist Jazz:

Jazz ist jetzt ein Jahr und 2 Monate alt und hat bereits ein völlig falsches Weltbild, dank der Menschen.
Seine Besitzer wollten ihn gut erziehen, da er ein Hund ist, der hier auf der SoKa Liste steht, damit er ein freundlicher Hund wird.
Irgendsoein möchtegern-Hundetrainer, den sie dann anriefen, hat zwei Wochen lang an ihm rumgedoktert.
Da Jazz daraufhin immer unberechenbarer wurde, riefen sie schlussendlich uns an, da in unserer Homepage etwas von 'gewaltfreier Erziehung' steht.
Als ich Jazz zum ersten Mal begegnete, sah er mich direkt an und sprang mir in's Gesicht, mit einem mords Gebell.
Daraufhin riss ihn sein Herrchen am Stachelhalsband zurück, hielt ihm die Schnauze zu und knurrte ihm in's Gesicht.
Das hatte ihm der Hundetrainer so beigebracht. Desweiteren hatte man ihm gezeigt, wie man Jazz die Beine wegzieht und ihn somit auf den Rücken legt, um sich dann auf ihn draufzusetzen, wenn er sich gegen den Schnauzengriff wehrt.
Hmmmmmmm.........
Ich war an dem Tag sehr traurig. Ich hatte das Gefühl, dass sein Herrchen die Methodik eigentlich guthiess, die Reaktionen seines Hundes damit aber nicht in Verbindung brachte.
Ich hatte also schweres Spiel mit meinen 'Weichei' Methoden.
Ich verbrachte erstmal zwei Unterrichtsstunden damit, meine Sichtweise und die des Hundes zu erklären. Herrchen sah danach etwas klarer, zweifelte aber immer noch an mir.
Wir sind jetzt seit zwei Wochen am Umlernen. Jazz findet mich mittlerweile akzeptabel, explodiert aber immer noch, wenn man einfach so die Hand nach ihm ausstreckt, ohne ihn vorzuwarnen.
Fremde lässt er nur zögernd an sich ran, und der stechende Blick ist noch nicht weg.
Gestern habe ich diesen Hundetrainer im Park gesehen, wie er einen Yorki auf den Rücken drehte, der erbärmlich schrie dabei.
Soviel zum Schnauzengriff.
LG
Chrissi