finnrotti
Ich finde das Thema gut !
Ich muss mich hier damit auch täglich auseinandersetzen,
obwohl es hier in Spanien dabei hauptsächlich um Geburtenkontrolle geht.
Du sprichst von Instinkten, wie z.B. der Territorialität.
Ich denke, unsere Hunde sind mittlerweile so manipuliert,
dass nicht mehr alle territorial sind.
Das hilft ihnen, in ihrer 'unnatürlichen' Welt zurecht zu kommen.
Es gibt Hunde, bei denen der Jagdinstinkt 'weggezüchtet' wurde oder wird.
Das ist eigentlich auch unnatürlich, wenn auch in unserer heutigen Welt sicherlich leichter für den Hund.
Sexualtrieb, hmmm. Der wird nicht züchterisch manipuliert.
Daher wäre ich in Einzelfällen für und in anderen Fällen gegen Kastration.
Das hängt, denke ich, immer vom Umfeld und der Art des Individuums ab.
Hunde sind einerseits Anpassungskünstler, seit 15000 Jahren,
andererseits züchten wir sie uns so zurecht, wie wir sie brauchen.
Ich denke nicht, dass sie in unserer für sie unnatürlichen Welt
kein gutes Leben führen, da sie ja kein anderes Leben kennen.
Wenn's aber um Kastration und Sexualverhalten geht,
dann würde ich doch eher mal Hunde in einer für sie natürlichen Umgebung studieren.
Pembo-Hunde, oder Afrikanische Parias, oder ganz einfach,
in spanischen Dörfern , wo alle noch wild durch die Gegend laufen.
LG
Chrissi