Beiträge von SheltiePower

    Zitat

    Wenn sie aber eine Drehung nach recht laufen soll, muß ich doch das Target mit dem ich sie "führe" auch so bewegt werden.

    Oder hab ich da jetzt nen Denkfehler drin?


    Mein Aufbau beim Kreisel um die eigene Achse:
    Das Target ist dabei immer in einer starren Position!
    Hund steht neben mir.
    Deine Hilfstellung: der Blick zum Target.

    Anfangs halte ich das Target noch auf 12 Uhr, vom Hund aus gesehen.
    Dies zur "Erinnerung", was mit dem Target gemacht werden soll.
    Dann halte ich, je nach dem, wo der Hund steht, das Target entweder auf 11 Uhr, oder auf 1 Uhr.
    Hund muß nur seinen Kopf leicht drehen.
    Auch hier noch viele Wiederholungen.

    Klappt dies gut, "wandert" das Target auf die nächste Uhrstellung, ohne daß der Hund es sieht, da er idealerweise ja noch mit seiner Belohnung beschäftigt ist.
    Ob man nur einstündige Sprünge machen "muß", oder auch schon mal etwas mehr werden lassen kann, ist immer vom Hund abhängig. Daher würde ich den Hund und die Klickerrate als Indikator wählen, wie "schnell" ich weiter gehen kann.
    Und den Bogen immer so wählen, daß der Hund sich leicht wegdrehen muß. Da muß jeder die Größe vom eigenen Hund berücksichtigen.


    Anmerkung: Bei mir wird der Hund immer wieder in der Anfangsposition gefüttert. Also, wenn dieser direkt neben mir steht.
    Das ist quasi ein "Trick im Trick".
    Der Hund merkt sich nämlich zwei Dinge: Ich muß mit der Nase auf jeden Fall am Target dran, damit ich den Klick bekomme! Aber mein versprochenes Futter bekomme ich erst, wenn mein Halter wieder neben mir steht!
    Viele Hunde fangen dann an, schnell "nachzuhelfen", indem sie, wenn sie schon bei einer ordentlichen Halbdrehung angelangt sind, sich komplett zu drehen. Denn so befinden sie sich direkt neben dem Halter und sie müssen nicht mehr auf ihre Belohnung "warten" ;)

    So, weiter geht es dann mit der nächsten Uhrstellung.
    Auch hierbei immer viele Wiederholungen einbauen.
    Idealerweise wird dann das Target nach hinten und leicht schräg vom Hund weg gehalten.
    Denn so animiert man den Hund dazu, sich um die eigene Achse zu drehen.


    Wenn man das langsam, geduldig aufbaut, und auch den "Trick im Trick" benutzt, hat man schon bald einen Hund, der sich neben dem Halter um die eigene Achse dreht.
    Ab da kann man das Target verkleinern.
    Die Hilfestellung ist zwar noch da, also Körperhaltung und der Blick zum Target. Da der Arm die ganze Zeit über wie fixiert sein sollte, hat diese für den Hund keinerlei "Bedeutung". Das hat den Vorteil, daß man nicht noch dem Hund mit einem Handzeichen "zeigen" muß, was dran kommt ;)
    Aber, der Hund hat dann nichts mehr zu "berühren".
    Muß er aber auch nicht mehr, denn ab jetzt wird ja die Bewegung alleine beclickert, und nicht mehr die Berührung der Schnauze am Stab.
    Der Hund weiß ja ohnehin schon, daß das Leckerchen nur neben dem Halter gibt, und hat ja schon mit der "Abkürzung" angefangen.
    Jetzt macht der Hund schon komplette Drehungen! Ganz ohne Hilfe quasi.

    Sitzt das dann gut, kann das Wortkommando eingeführt werden.
    Dann sagt man als Halter das Wort, wartet eine Sekunde, und gibt dann die typische Hilfsstellung, bei der man am Ende angelangt war.
    Irgendwann kommt die Zeit, wo man sich als Halter nicht mehr in Position bringen muß. Dann läuft der Hund schon los, sobald das Wort kommt.


    Das, was ich jetzt aufgeschrieben habe, sind Schritte mehrerer Trainingseinheiten!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Eigentlich sollte nicht mit dem Target geführt werden.
    Also nicht als "Lockstab" benutzen.

    Wenn sie größere Distanzen zum Target laufen soll, fängst Du diese in kleineren Schritten an.
    Sagen wir mal, das Target ist ca 2 cm von ihrer Nase entfernt.
    Nächster Schritt wäre dann 5 cm, dann 10 cm, und so weiter.
    Abstand immer so wählen, wie der Hund noch sauber mitarbeitet.

    "Sieht" der Hund das Target nicht, wurde zu schnell die Distanz vergrößert.
    Und "neue" Distanzen werden immer aufgebaut, während der Hund grad nicht hinsieht. Zum Beispiel, während dieser grad sein Leckerchen frißt.


    Ich würde Dir raten, nicht so früh mit den Distanzen anzufangen.
    Laß erst das Erlernte wirklich sauber sitzen.
    Dann kommt der Rest auch von alleine.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    :D

    Die gleiche Frage könntest Du Dir stellen, wenn Du Süßigkeiten nascht.
    Ist es gesund?
    Ist es schlimm, wenn es mal gegeben wird?
    Oder doch lieber wegwerfen, auch wenn es ein Geschenk war, und dafür lieber Obst und Gemüse naschen? ;)


    Klar,
    Frolic ist vielleicht nicht gerade der Renner unter den Futtersorten.
    Rest liegt bei Dir und bei Deiner eigenen Einstellung.
    Wenn es Dich nicht stört, dann gib es Deinem Hund.
    Ansonsten laß es sein :ka:


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Zitat

    Ergebnis: Hund achtet mehr auf dich und hofft immer auf "Action"


    :???:
    Hm, dann würde ich mich wie ein persönlicher Animateur für meinen Hund vorkommen.
    Und das wäre dann auch nicht so ganz in meinem Sinne.
    Ich will ja schließlich auch mal einfach nur so gehen können, ohne mich ständig für meine Hunde "zum Affen zu machen".

    Ich weiß nicht, ob dies dann nur eine Einbildung wäre:
    Aber hierbei würde ich dann die Gefahr sehen, daß die Hunde sehr wohl merken, ob nun "Spaß" angesagt ist, oder ob sie "laufen dürfen, wie sie wollen", uns sich dann auch dementsprechend verhalten.


    Meine haben auch einen recht weiten Radius.
    Ich lasse es ihnen auch.
    Mir ist nur wichtig, daß sie hören, und auch kommen, wenn ich es für nötig halte.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Mir fallen auf Anhieb nur zwei Wege ein:
    - Schleppleinentraining
    - ständig Ansagen geben


    Welcher Weg für Euch der "richtige" ist, wirst Du selbst testen müssen.
    Oder es kommen noch andere Vorschläge, die eventuell leichter umsetzbar sind?


    Ich glaube nur, daß Du dabei leichte Kompromisse eingehen müßtest.
    Der "Arbeitsradius" Deines Hundes scheint recht hoch zu sein. Eventuell bekommst Du in etwas kleiner hin.
    Aber es könnte sein, daß Dein "Wunschradius" dann dem Hund zu "eng" wäre. Nachteil dann, Ihr könnt Euch beide beim Gassigang nicht mehr so richtig entspannen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Ich persönlich fange ja schon kurz vor der Läufigkeit an.
    Das bekomme ich ja mit.
    Meine fängt einige Wochen vorher mit dem Markieren an.


    Aber ich reduziere das Futter nicht auf Null.
    Ich gebe ihr nur etwas weniger.

    Aber es dauert ja jetzt auch zwei Monate, bis dann die Zeit für die Geburt wäre.
    Dann werde ich ja erst sehen, ob es was gebracht hat, oder nicht.
    Meine ist aber zum Glück nur leicht Scheinträchtig, ohne Milcheinschuß.
    Mal sehen, ob wir das noch "verbessern" können.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    :???:

    Ich will jetzt nichts falsches schreiben,
    aber ich glaube, die Herdenschutzhunde hüten nicht wirklich.
    Sie leben in der Herde und passen auf, daß diese nicht vom wilden Tier gerissen werden.
    Aber klassische Hütehundeaufgaben machen sie nicht.


    Man sollte schon als Halter wissen, worauf man sich da einläßt, und wie man mit diesen Hunden arbeiten kann.
    Sonst ist diese Rasse tatsächlich in den falschen Händen und nicht leicht zu händeln.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Denn dann kann ich ja gleich mit dem Target anfangen..also wirklich unser Basic. Aber bis jetzt weiß sie ja noch nicht was der Klick bedeutet..

    Doch, das geht.
    Mache es Deinem Hund nur so einfach wie möglich.
    Dann bestätige einfach alles, jede noch so zufällige Berührung.
    Dann wird der Hund das auch schnell verstehen, was der Click bedeutet.

    Du kannst natürlich auch direkt im Alltag alles beclickern, was Du toll findest.
    Zum Beispiel, sie setzt sich hin - Click und Belohnung
    Sie legt sich hin - Click und Belohnung

    Kennt sie schon einiges, dann fordere das mal. Führt sie es aus, dann Click und Belohnung.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    SheltiePower
    Ja, ich hab nach dem Wortkommando gefragt, weil ich überlege, ob ich evtl meine Slalom Kommandos mitbenutzen könnte. Zick ist bei uns "lauf ums linke Bein", Zack ist "lauf ums rechte Bein".
    Offensichtlich könnte so ein "Kommando-Recycling" ja klappen ;-)


    "Zick" für vorwärts Slalom habe ich auch :D
    Bei uns gibt es aber keine links-rechts - Unterscheidung.
    Mein Hund weiß, daß sie sich vorwärts schlängeln muß, egal, ob ich vorwärts, rückwärts oder seitwärts gehe.

    Rückwärts heißt dann bei uns "Zock".

    Slalom durch die Arme "Wiggle" :lol:


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Das ist soweit klar. Läuft alles ohne Kommandos oder sprachliche Hilfe ab?

    Bei mir ja.
    Bzw. meine Hunde kennen eine Art Startkommando: "Mach was".
    Danach bist Du still.
    Ich konnte schon oft beobachten, daß das Reden den Hund vom Denken ablenkt.

    Zitat

    Was für Hilfestellung kann ich dem Hund noch geben?

    Schau nur das Target an.
    Nicht den Hund erwartungsvoll anblicken.
    Und halte das Target immer in der Nähe vom Hund und auch in der Nähe von dem, womit der Hund arbeiten soll.

    Soll der Hund zum Beispiel mit seiner Nase stupsen, bringt es nicht viel, wenn das Target dann auf dem Boden liegt.
    Der Erfolg ist größer, wenn das Target dann auf Schnauzenhöhe ist.
    Halte es ruhig ganz nah an die Nase.
    Die erste Berührung könnte sogar zufällig stattfinden - egal! Das wird bestätigt.

    Zitat

    Bei meiner Sorina sehe ich das Problem das sie sich neben das Ding setzt und mich ansieht. Wenn es ihr zu lange dauert wird sie sich umdrehen und ins Körbchen gehen...

    Dann ist es für sie noch viel zu schwer!
    Gerade, weil sie Dich anschaut, guckst Du das Target an. Starr es von mir aus so richtig an.
    Und halte das Target ganz nah bei ihr.
    Irgendwann wird die Neugier siegen.

    Möglich wäre noch, daß Du anfangs sogar nur die Kopfbewegung zum Target beclickern muß, auch wenn das Ding nur mm von ihrer Schnauze entfernt ist. Egal! Das war jedenfalls der erste richtige Schritt.

    Übe nur in kurzen Einheiten. Sagen wir mal, eine Minute.
    Du kannst es auch auf max. 10 Klicks beschränken.
    Und dann mach eine Pause.

    Die Pause hilft dem Hund, über das "nachzudenken".
    Wenn Du dann viel später noch einmal das gleiche machst, wirst Du den Unterschied deutlich merken.
    Der Hund hat dann langsam verstanden, was man von ihm will.
    Der wird aktiver, das heißt, der Erfolg setzt sich nun schneller ein.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower