Hallo,
Du schreibst schon selbst ganz gut, warum es nicht klappt! 
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Unser Welpe ist eigentlich ein ganz lieber Kerl, nur gibt es Momente bei denen er zu stark aufdreht.
Er ist aufgedreht, aufgeputscht, und kann somit erst einmal nichts Neues lernen!
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Der Welpe schnappt meine Schnürsenkel während ich mir die Schuhe binde was das Zubinden unmöglich macht.
Da findet grad "Action" statt.
Der Welpe will also "mitspielen". Ist doch lustig, in so komische Bänder zu beißen.
Der Halter beschäftigt sich doch auch damit!
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Ich schiebe Ihn dann sanft, aber bestimmt zur Seite und sagen deutlich "nein".
Das ist doch nur eine Steigerung vom "Spiel". Es wird körperbetonter.
Warum also aufhören?
Es gehört doch anscheinend zum "Spiel".
Dein Hund kennt noch kein NEIN.
Da ist es sogar egal, wenn Du ihn wegschiebst und dabei sogar noch lauter wirst.
Für ihn ist es eine "Fremdsprache".
Er mußt doch erst einmal lernen, was ein NEIN überhaupt bedeutet.
Gleichzeitig wirst Du ihm eine Ersatzhandlung anbieten müssen.
Was soll er denn stattdessen tun, während Du Dir die Schuhe zumachst?
Zeig ihm, was er darf, und belohne ihn dafür.
Dann wird er von selbst die Handlung anbieten, weil es sich für ihn auch lohnt.
Das NEIN bringst Du lieber in einer ruhigen Stunde, wo Dein Hund in der Lage ist, etwas Neues zu lernen, in aller Ruhe bei.
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Nach dem Anziehen kann ich den Welpen wieder aus der Küche lassen. Die fertig gebundenen Schnürsenkel sind dann übrigens uninteressant.
Klar, jetzt "spielst" Du auch nicht mehr mit diesen komischen Bändern
Wenn Du weiß, daß Du keine Ruhe haben wirst, dann würde ich den Hund wegtun, bevor ich mir die Schuhe zubinden muß. Zusätzlich in der ruhigen Trainingsstunde ganz gezielt üben, daß ein Hund etwas anderes tun kann, während sein Mensch die Schuhe zubindet.
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Ach ja: Meine Kinder mag der Welpe ja auch nur allzugern. Er zwickt sie sobald sie den Raum betreten. Auch hier wirkt ein "Nein" überhaupt nicht. Ein bestimmtes Wegschieben endet nur im "Punchingball" effekt. Er kommt sofort wieder zurück und kneift weiter.
Weil es wieder zum "Spiel" gehört.
Es ist doch aufregend.
Und das putscht!
Sein Körper befindet sich nun im Streßlevel. Er kann jetzt nichts Neues lernen.
Und, da das NEIN noch nicht verstanden wurde, kann er es auch nicht "hören".
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Die Lautstärke des ausgesprochenen "Nein" ist übrigens auch komplett irrelevant. Selbst ein sehr lautes "Nein" (und ich habe ein sehr kräftiges Organ) verpufft wirkungslos so als wäre der Hund taub :) Er guckt noch nicht mal verdattert. Ich hatte das einmal ausprobiert, will aber nicht meine Nachbarn mit meiner Stimme ärgern. :=)
Man könnte es auch aus Hundesicht sehen: Der Mensch bellt so schön mit 
Schöne Grüße noch
SheltiePower