Man darf bei den ganzen "Ich will, daß mein Hund ...." Aktionen nicht vergessen, daß der Hund, um den es geht, quasi noch im "Kleinkindalter" ist.
Man kann von einem Kleinkind nicht verlangen, daß es im Kindergarten zwei Stunden lang (hochkonzentriert) an etwas arbeitet.
Das wird zuviel, und das Kind dreht hoch.
Da werden die Einheiten auch bewußt viel kürzer, für das Kind leicht lösbarer, gehalten.
So ähnlich ist es beim Hund auch!
Ich sehe es so, daß dieses "geh auf deinen Platz" soweit schon verstanden wurde, denn sonst würde der Hund diesen Platz nicht zuverlässig aufsuchen.
Jetzt ist es so, daß der Hund diesen "Befehl" nach einer, für uns noch sehr kurzen Zeit schon wieder "vergessen" hat.
Das ist in diesem Alter normal.
Denn es ist verständlich, daß die kleinen Dinge im Leben für rasche Ablenkung sorgen. Dann richtet sich die hündische Aufmerksamkeit kurz darauf, und tada, was da vorher war, ist weg.
Eigentlich sollte man, solange der Hund noch so jung ist, nicht verlangen (können), daß er für einen längeren Zeitraum ein Kommando hält.
Denn genau das ist dieses "geh auf deinen Platz" ja.
Will man, daß der Hund lernt, daß er diesen nur dann verlassen darf, indem der Mensch das Kommando auflöst, wird dies auch dementsprechend, von Anfang an geübt, aber auch so, daß schon nach 5 s wieder aufgelöst wird.
Mehr kann man noch nicht verlangen!
Sollte der Hund mal für einen längeren Zeitraum zur Ruhe kommen, sprich schlafen, trotz Action um den Hund herum, was würde passieren, wenn man den Hund nur anleint und in der Nähe festhält?
So können die Gäste nicht behelligt werden, und der Hund auch nicht im Mittelpunkt stehen, und wäre trotzdem, und das noch ohne Streß, unter Kontrolle.
Würde sich der Hund dann hinlegen und pennen?
Wenn ja, wäre doch erst einmal das Ziel erreicht.
Rest kann man mit der Zeit langsam aufbauen.
Schöne Grüße noch
SheltiePower