Nur mal kurz, zur besseren Verständnis, wie ich es mache - damit man das, was ich geschrieben habe, etwas besser versteht.
Ich bin auch ein Fan vom variablen Belohnen.
Sitzen Kommandos gut, wird hier auch nicht immer mit Keks belohnt. Da kann das schon mal sporadisch vorkommen.
Aber dafür kommt von meiner Seite aus auch kein Klick, oder mein Markerwort.
Dann sage ich statt desssen "Danke", "Fein gemacht", "guter Hund", "Supi".
Die Hunde kriegen dann manchmal trotzdem was an Keks, sind aber auch nicht frustriert, wenn mal nur das lobende Wort reichen muß.
Ich habe ihnen schließlich nichts "versprochen".
Sobald ich aber den Clicker, oder mein Markerwort verwende, gibt es IMMER die versprochene Belohnung!
Sogar dann, wenn ich mal aus Versehen falsch gedrückt / gesprochen habe.
Ich habe die Belohnung angekündigt, also gibt es diese auch.
Unabhängig davon, ob meine Hunde ihre Arbeit gut gemacht haben, oder eigentlich nichts - aber dazu können sie ja nichts 
Als Trickser / Dog Dancer arbeite ich auch mit dem sogenannten "Keep going Signal". Das ist bei mir aber schon wieder ein anderes Wort. Dazu nutze ich nicht den Clicker, bzw. mein Markerwort.
Will ich, daß meine Hunde eine Übung wiederholen, kommt von mir ein einfaches "Noch einmal".
Will ich, daß meine Hunde mit ihrer Übung weiter machen, kommt von mir aus ein "Weiter".
Das wurde separat aufgebaut, geübt und generalisiert bis es auch verstanden wurde.
Hilft dann bei den Übungen ungemein.
Vorteil für mich, und natürlich auch meine Hunde: wir wissen dann, woran wir sind. Es gibt keine "Überraschungen".
Gerade der Clicker, der ja eigentlich so aufgebaut wird, daß nach dem Klick immer die bisher versprochene Belohnung gekommen ist, kann dazu führen, daß Hunde plötzlich unsicher werden, und das Gefühl haben, ihren "Job" nicht mehr gut zu machen. Denn die Belohnung bleibt ja "plötzlich" weg.
Das ist oft ein Grund, weshalb sie hibbeliger werden, so richtig aufdrehen, und alles wild und manchmal durcheinander / nacheinander abrufen, in der Hoffnung, irgendwas davon wird schon richtig sein.
Deshalb mache ich die großen Unterscheidungen 
Ich kenne jemanden, der den Clicker für "Keep going Signal" und als den "ultimativen Belohnungsversprecher" aufgebaut hat.
Er hat aber die Klick-Geräusche strikt getrennt.
Einfacher Klick = Weiter (Keep going Signal)
Doppel Klick = DAS war gut, jetzt gibt es die Belohnung (Versprechen, welches eingehalten wird)
Wollte er mal nicht mit Leckereien belohnen, aber trotzdem seinem Hund mitteilen, daß er was gut gemacht hat, kam nur ein "Good Girl".
Das hat er konsequent durchgezogen.
Auch hierbei wußte dann sein Hund stets, woran er war.
Und wir hatten bei zu freßgierigen Hunden noch einen anderen "Trick" gehabt, wenn das eigentlich "schlechte Futter" (damit ist nur dieses weniger hochwertige gemeint
) ebenso stark beim Hund ankam, wie z.B. Katzenfutter, dann wurde es beim Handtarget "Klebeübung" an der flachen Hand entlang mit der anderen Hand gegeben.
Diese Hunde konnten nicht gierig danach greifen, weil die flache Hand dahinter etwas "störte". Das hatte auch ein wenig dabei geholfen, daß die Hunde etwas ruhiger wurden.
Und ja, es gibt auch Hunde, die in Streßsituationen nichts fressen.
Wenn man dann für ein gutes Verhalten geklickt hat, und der Hund dann nichts nimmt, ist es für mich eine komplett andere Situation 
Der Hund kann vielleicht trotzdem wahrnehmen, daß er was richtig gemacht hat. Wird sich vielleicht später in solchen Situationen schneller entspannen, und kann dann auch seine versprochene Belohnung wieder annehmen.
Möglich wäre auch, daß der Streßlevel viel zu hoch ist, um in der aktuellen Situation noch was wahrnehmen zu können. Aber da kann der Mensch ja wieder etwas anders "arbeiten".
Ein wenig Spielraum hat man ja.
Wenn ein anderer Hund dafür sorgt, daß der eigenen Hund total gestreßt ist, dann könnte man in reinen Trainingssituationen (mir ist schon klar, daß dies im normalen Gassi - Alltag etwas schwieriger ist) mit größerer Distanz zum fremden Hund arbeiten.
Wenn man weiß, bis zu welchem Abstand der eigene Hund noch aufnahmefähig ist, kann man dies dann gezielt ausnutzen. Und langsam die Distanz verkürzen.
Schöne Grüße noch
SheltiePower