Du scheinst ja schon mal ein Gespür dafür zu haben, daß nicht alles "gleich" ist, auch wenn es die gleiche Reaktionen hervorruft beim Hund.
Das ist gut! 
Denn, nur wer differenzieren kann, kann auch genauer arbeiten.
Jetzt gilt es zu achten, nicht nur WARUM der Hund das macht, sondern auch das WANN.
Treten sie vermehrt nach Gassirunden auf? Bzw. generell nach Action, in welcher Form auch immer.
Oder passiert dies auch, wenn der Hund bis dahin etliche Stunden geschlafen hat?
Was noch zu bedenken ist, mit etwa einem halben Jahr, dann noch plus/minus - wegen individuellem Hund, tritt die sogenannte Unsicherheitsphase auf.
Wenn man den Hund von Welpenbeinen, also ab 8 Wochen hat, und dem alles so gezeigt hat, was in seinem Leben so passiert, so wird man trotzdem davon "überrascht", daß der Hund so plötzlich im Wald einen ganz bestimmten Baum anbellt, oder ein parkendes Motorrad "unheimlich" ist, oder die Mülltonne in der Einfahrt ja noch niemals, nie, nicht dort gestanden hat, und so weiter.
Das heißt, man macht auch da eine Spookyphase durch. Vorteil dabei ist, der Hund kennt seine Menschen bereits, und kann sich von denen helfen lassen, bzw. man geht einfach gemeinsam durch diese Phase.
Ihr könnt diesen Hund direkt in diese Unsicherheitsphase übernommen haben. Das heißt also, neben den "ach so bösen Feinden da draußen", muß der Hund ja auch noch einmal damit klar kommen, daß er in einer neuen Umgebung lebt, und somit auch Ihr noch etwas fremd seid. Egal, wie gerne der Hund sich von Euch durchknuddeln läßt, was ja schon mal ein gutes Zeichen ist!, so sehr kann ja trotzdem das Vertrauen in bestimmten Bereichen, Situationen noch nicht da, bzw. genug verfestigt sein. Das befindet sich ja auch noch erst im Aufbau.
Wenn ein Hund beim Maßregeln in der Wohnung hochdreht, so müßte man schauen, warum.
Ich würde mich auch nicht gerne kneifen lassen wollen, und würde das gerne vermeiden. Wenn ein NEIN, AUS, oder PFUI nicht funktioniert, dann vielleicht deshalb, weil er noch nicht vertanden hat, was diese Wörter bedeuten?
Vielleicht übst Du beim Maßregeln auch viel zu viel Druck aus, indem Du Dich ganz dicht zu ihm hinab beugst? Manchmal ist weniger mehr, also klar sagen NEIN, aber trotzdem den zusätzlichen Druck minimieren, vielleicht sogar ganz rausnehmen.
Beim Staubsaugen, wenn Ihr zu Zweit seid, eventuell einer nimmt den Staubsauger und schaltet den nur ein, und der andere ist beim Hund, weg genug entfernt vom Sauger und schiebt dem einen Keks nach dem anderen in die Schnute. Wenn der (sonst so gefräßige?) Hund nichts annimmt, dann ist der Streßpegel einfach viel zu hoch, und es kann kein Lerneffekt entstehen!
Dann müßte man noch kleinschrittiger üben, wenn es geht, sogar die Distanz zum Sauger weiter erhöhen.
Draußen hilfst Du Deinem Hund, indem Du Bögen läufst.
Das geht allerdings auch nur, wenn genug Platz da ist, und die Leute einem nicht noch folgen - ja, leider gibt es solche Menschen, deren Hunde "unbedingt mal Hallo sagen müssen".
Du schreibst schon, Dein Hund läuft gerne!
Das ist gut! Laufen ist gut! Damit kann der Hund auch seinen Streßpegel sinken lassen. Er braucht dieses Ventil! Nur so kommt Ihr langsam weg von diesen Übersprungshandlungen.