Ich muß gestehen, daß ich diesen Teil hier
Ich spreche meinen Hund z.B. kaum an, um ihm zu sagen, was er tun/nicht tun soll. Das läuft zum Großteil über Gesten und Körpersprache. Heißt, mein Hund muss sich zwangsläufig mehr an mir orientieren als ein Hund, der weiß, dass er eh gerufen wird, wenn was Wichtiges passiert.
nicht so ganz verstehe!
Denn, es ist egal, ob der Mensch nun spricht, oder über Gesten und Körpersprache arbeitet. In beiden Fällen ist eine Aktion vom Mensch vorhanden 
Ganz allgemein:
Die Idee, der Hund könnte dringend müssen, ist schon eine gute Idee. Das kann man prima austesten, indem man beim nächsten Mal deutlich früher losgeht. Zieht der Hund auch? Macht er an der nächstmöglichsten Stelle sofort und ist danach entspannter?
Oder liegt es tatsächlich enfach nur daran, daß es sich dabei um die erste Tour draußen handelt?
Zum Orientieren: man kann öfters beobachten, daß die Menschen quasi um die Aufmerksamkeit ihres Hundes "flehen", sie drum "bitten", sich doch mal an ihnen zu orientieren. Da werden die Hunde entweder angesprochen, oder, wer ohne Stimme arbeiten will, "hampelt" schon mal unwillkürlich herum. Hund guckt einen an, und dann kommt der Click.
In beiden Fällen lernt der Hund so nebenbei her, daß der nur gucken muß, wenn vorher Mensch aktiv was macht.
Auch beim Aufbau der Leinenführigkeit machen viele Menschen einen großen Fehler. Dieser sorgt oft dafür, daß der Hund quasi glauben muß, daß dies "genau so" sein muß. Kluge Hunde, die den "Futterautomaten Mensch" noch besonders oft auslösen wollen, nutzen dies sogar ganz bewußt.
Da muß der Mensch erst einmal kapieren, daß er eine Verhaltenskette aufgebaut hat, und dieses Muster gilt erst einmal zu unterbrechen. Heißt aber auch, daß man konsequent sich selbst im Auge behalten muß, damit man nicht selbst wieder ins alte Muster fällt.
Oft wird ja gerne so aufgebaut:
Hund zieht, Mensch bleibt stehen, Hund kommt zurück und "zur Belohnung" wird dann weiter gegangen.
Sehr schnell ist die Leine wieder straff, bzw. der Hund zieht.
Lernt der Hund was dabei?
Mal abgesehen davon, daß dieser Art von Spaziergang beide Parteien nerven, so "lernt" der Hund, daß es halt eben so sein muß.
Der Fehler ist ganz einfach, daß der Mensch nicht das richtige Laufen an der Leine, diese zugfreie Leine belohnt. Es wird so lange weiter gegangen, ohne das richtige Verhalten zu belohnen, bis eben der Hund "wieder den Fehler macht und zieht".
Da muß der Mensch umdenken!