Beiträge von Osiris

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    deine argumentation hinkt einfach, weil du davon ausgehst, sparend einzukaufen, während ich darüber berichte, wie man günstig einkauft, wenn einem nichts anderes übrigbleibt.

    wie lang haben deine saisontomaten hier saison? 4 wochen? 8 wochen? und das restliche dreivierteljahr sollen die leute darauf verzichten, nur weil tomaten aus anderen ländern pfuibah sind?
    ich hätte auch keinen bock, hier wochenlang zucchini zu essen, nur weil sie an jeder ecke wachsen, die leute vielzuviel davon ansähen und sie dann loswerden wollen, auch wenns hunderte rezepte gibt. schmecken trotzdem alle nach zucchini.. :D

    ich persönlich kauf mein gemüse sehr viel tiefgekühlt ein. brokkoli, blumenkohl und rosenkohl z.b.
    kein abfall, 500 gramm sind 500 gramm, und es sind nachgewiesen wesentlich mehr inhaltsstoffe vorhanden als in gemüse, was man erst tagelang durch die welt gekarrt hat. :gut:

    Also ein letzter Versuch.
    Ich mache diese Tomatensaucen aus frischen Tomaten nur, wenn Tomaten in D Saison haben. Sonst schmecken Tomaten nämlich eh nur nach Wasser.
    Selbstverständlich kann man auch Tomaten aus der Dose nehmen, wenn man dringend Tomaten für ein Gericht braucht (nur halt nicht für solche frischen Saucen, war auch nur ein Beispiel).
    Aber das ist was ganz anderes als Gulasch mit Nudeln für 2 Personen (also eine komplette, zusammengematschte Mahlzeit aus der Dose) für 1,39 zu kaufen.

    Es spricht nichts dagegen, die Segnungen der modernen Haltbarmachung zu nutzen oder auf Dinge aus anderen Ländern zurückzugreifen, aber man sollte das so gering wie möglich halten und am besten auf frische saisonale Zutaten zurückgreifen. Das ist billiger als gedacht und unterstützt die heimische Landwirtschaft.
    Man muss halt ein bisschen was dabei denken und nicht nur kaufen kaufen kaufen...

    Natürlich sollst Du nicht nur Zuccini essen, aber wenn Zuccini Saison haben, dann haben das viele andere Gemüse- und Obstsorten auch. Die Auswahl ist riesig, geh doch einfach mal über den Wochenmarkt oder in den nächsten Bauernladen! Selbst im Winter gibt es immer noch reichlich frisches zu günstigen Preisen. Viele Bauern lagern doch auch ein.
    Also Blumenkohl und Rosenkohl gibt's günstig doch auch frisch (wenn Saison ist), warum das gefrorene vom Super-Massenproduzenten kaufen? (Schon mal überlegt, wo diese Massen zu jeder Zeit eigentlich herkommen und wie die produziert wurden?)
    Man muss nicht alles zu jeder Zeit zur Verfügung haben, nur weil man gerade Lust drauf hat.
    Du gibst Dich einfach hemmungslos dem Konsum hin, nur preisorientiert und das ist weder besonders gut, noch günstiger noch besonders weitsichtig.

    So, das wars jetzt aber wirklich. Ich geh jetzt kochen.
    Ich mach Eiernudeln (günstige Nudeln aus dem Supermarkt, Bio-Eier und Salat vom Bauern), saisonfrisches Gemüse wird erst morgen wieder geliefert... :p

    Ganz ehrlich?
    Ich geb's auf.
    (Ich schrieb bsp. von Tomaten, wenn die Saison haben - hier in D! Ja, das gibt's, ehrlich! Und stell Dir vor, man kann auch was anderes auf die Pizza legen. Das haben die bitterarmen Leute, die die Pizza "erfunden" haben auch jahrhundertelang gemacht)
    Mach was Du denkst, ich mach's anders.

    Wer glaubt, billig einkaufen zu müssen, der wird das am Ende teuer bezahlen.

    Mir fällt da gerade ein durchaus OnT Zusammenhang zu uns als Hundehaltern auf:
    Billig, billig, billig, genau das ist es, was die Leute auch zu den Vermehrern treibt. "Mein Hund ist reinrassig, Papiere brauch ich nicht" oder "Wieso soll ich für einen Hund 1000 Euro bezahlen, wenn ich den sogar mit Papieren für 300 kriege?".
    Das kommt einem doch bekannt vor, oder?

    Da ist das Geschrei dann immer groß, da sind sich alle einig dass Qualität auch seinen Preis hat. Und dass solchen Machenschaften ein Riegel vorgeschoben gehört.
    Und beim Essen soll das anders sein? Billig muss es sein, alles andere interessiert mich nicht?

    @cristinina
    :gut:

    Zitat

    ...
    oh mann. beispiel:
    eine dose gulasch mit nudeln, für zwei personen. kostenpunkt: 1,39 euro.
    jetz schick ich dich einkaufen. 250g nudeln, bei dir muss es sicher vollkorn sein. 200 g gulasch, rind. bio-rind, weil dus bist. dazu noch ne biozwiebel und den ökostrom aus windmühlen. dann sind wir bei rund 4 euro für dasselbe essen.
    nochn beispiel: pizza für die familie.
    4 pzzen vom a*** für die familie mit diversen zutaten kosten da keine 5 euro. kaufst du das alles frisch kommst du damit lang net hin.

    Sei mir nicht böse, aber eine Dose Gulasch mit Nudeln für 2 Personen für 1,39 Euro, das ist Müll. Mir fällt dazu kein anderer Begriff ein, sorry. Das müsste Dir doch klar sein, bei dem Preis?
    Wieso isst Du sowas? Dann lieber kein Gulasch als sowas. Tut mir leid.
    Mit günstigen Nudeln (nein, es müssen keine Vollkornnudeln sein) könntest Du bsp. Eiernudeln mit einem Salat machen, einen Auflauf mit Restgemüse machen, in eine Suppe geben oder mit günstigen Tomaten (wenn Saison ist) mit angebratenen Zwiebeln, etwas Knoblauch, Salbei und ein bisschen Olivenöl eine köstliche Sauce zubereiten. Das kostet dann vielleicht 2,50, aber es ist zumindest richtiges Esen.

    Ich mache ständig selbst Pizza. Das ist ein super Beispiel für eine Resteverwertung. Der Teig kostet mich keinen Euro und was ich da drauf lege, das finde ich in meinem Kühlschrank. Hast Du schon mal eine frische selbstgemachte Pizza mit Zwiebeln, etwas Mozzarella, Oliven und etwas draufgeträufeltem Olivenöl gegessen? Das schmeckt köstlich. Dazu einen trockenen Rotwein, das ist ein weitaus besseres Essen, als die mit Abfall Salami und Kunstkäse belegten Dinger aus dem Supermarkt. Und das ist sogar noch günstiger.
    Gerade für den schmalen Geldbeutel wurde Pizza nämlich erfunden.
    Und aus diesem Teig kann man z.B. auch wunderbare Gemüseschnecken machen oder die Schnecken mit Bratwurst füllen oder als Süßgebäck mit etwas Zucker im Teig Nussschnecken backen usw. usw..

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    du stellst die leute hin, als würden sie sich nur von junkfood ernähren. das kann auch nur einer, der genügend geld verdient. ich konnte mir keine marmelade leisten, als ich 30 euro pro woche zum leben hatte.

    Ich stelle die Leute nicht hin, als ob sie sich nur von Junkfood ernähren. Das tun die Leute schon selbst.

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    billige lebensmittel heißt net unbedingt schlechte lebensmittel. aber bio is net drin dann.

    Deine Beispiele oben sind geradezu ein Paradebeispiel für schlechte, billige Lebensmittel.
    Ich kann Dir nur raten, auf dem Flohmarkt oder bei zvab.de mal nach Alltags-Kochbüchern aus den 30er und 40er Jahren zu suchen. Da finden sich wahre Schätzchen für eine gute, ausgewogene, schmack- und nahrhafte Küche, die mit sehr wenigen Zutaten auskommt.

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    ...
    Dann wird jeder ,für den es möglich ist , ins Ausland fahren ( in meinem Fall die Tschechei ) und dort einkaufen gehen . Da bezahlt man für den Liter Milch ca. 35 cent.

    Ich möchte nicht wissen, wie da "produziert" wird. Und wie es den Kühen dabei geht...

    Es ist bereits zu spät, eine Umkehr scheint mir nicht mehr möglich.
    So lange die Menschen nicht begreifen, dass gesund nicht gleich teuer ist, und nicht Masse statt Klasse zum Überleben notwendig ist, so lange wird es weitergehen. Bis wir alles kaputtgemacht haben, wenige internationale Konzerne unsere Versorgng übernehmen und vielleicht "Soylent Green" das einzige ist, was wir noch zu beissen haben werden. :sad2:

    Zitat

    Klugscheissermodus aus bitte!!
    Wie es schon gesagt wurde, hilft es nichts, wenn die Milch teurer wird.
    Der Zwischenhandel schluckt alles.
    Dieser Zustand muss abgeschaltet werden, sonst kann die Milch 2.-EURO kosten und die Bauern gehen trotzdem den Bach runter.

    Dein Gerede von wegen "...Assis weil 5 Kinder..." usw. gehört weder hier in die Diskussion, noch ist da was dran. Pure Polemik und ich finde es doch sehr arm, so zu "argumentieren". Mutter bin ich übrigens auch.
    Dein "Klugscheissermodus aus" kannst Du Dir auch sparen.
    Scheinbar willst Du nur lesen, was Dir passt, das ist alles.

    Geh weiter zu A*** und hau Dir den Billigkram rein, aber beschwer Dich nacher nicht, wenn Deine Kinder Milch von unwürdig zusammengepferchten, angeketteten Kühen aus der Wallachei, gefüttert mit genmanipuliertem Soja und Medikamentencocktails (schließlich muss aus den Tieren ja rausgepresst werden, was geht), trinken dürfen, weil billig billig muss ja es sein.

    :winken:

    Zitat


    @ osiris
    klar, jeder könnte sich gesünder ernähren, aber die meisten könne sichs einfach net leisten, so siehts aus.
    ...

    Das ist ein Trugschluss.
    Die Menschen brauchen soviel Geld, weil kaum einer noch richtig kochen kann. Da werden Tüten gekauft, Dosen, jede Menge Halbfertigprodukte etc. Das geht dermaßen ins Geld...
    Regionale frische Produkte, die saisonal gekauft werden, sind immer sehr günstig. Daraus kann man unzählige Sachen kochen, Brotaufstriche usw. machen, Reste für die nächste Mahlzeit verwenden. Aber das ist Arbeit und erfordert eine vernünftige Planung. Daran hängt's.
    In der Tat ist gesünder zu leben sehr viel billiger als gedacht. Brot mit Butter und Radieschen, frischen Keimen, Paprika, Tomaten, Kräutern usw. kostet weniger als fette Supermarktwurst, zuckerlastige Marmelade, pappige Erdnussbutter, Kornflakes oder gesüsstes Müsli. Diese Sachen hat man dann nämlich sowieso im Haus.
    Wenn ich mir angucke, was die Leute in den Supermärkten einkaufen, dann wundert es mich echt nicht, dass die glauben, nicht genügend Geld zu haben. Mindestens 50% des Krams in den Einkaufwagen ist pures Profitin für die Hersteller.

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    Diese Sachen werden aber nunmal auch aus Milch hergestellt. Wenn Milch teurer wird ,werden auch diese Sachen teurer werden.

    Klar. Aber wenn weniger gegessen wird, dann gleicht sich das auch wieder aus.

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    Ich könnte für meine Milch nicht mehr als 60 cent ausgeben. Und so geht es vielen Leuten.Und beim Bauern kaufen kann ich leider nicht. Also kann ich nur hoffen , dass die Preise weiter so bleiben wie jetzt.
    Und Familien müssen heutzutage doch so schon sehen , dass sie mit ihrem Geld klar kommen. Dann sollten wenigstens Grundnahrungsmittel preisgünstig sein.

    Preisgünstig ist was anderes als billig.
    Und mal im Ernst: Wir leben im Überfluss. So viel Kram, den wir täglich kaufen könnten, brauchen wir doch gar nicht. Grundnahrungsmittel sind immer noch für kleines Geld zu haben, mit etwas Geschick kann man da täglich wunderbare Mahlzeiten zaubern. Auch wenn man wenig Geld zur Verfügung hat. Ich habe selbst nur etwa 400 Euro für 3 Personen (und den Hund) im Monat an Haushaltsgeld, davon muss ich alles kaufen und es bleibt oft noch was übrig. Wenn ich nun so viel Milch brauchen würde, dann müsste ich eben woanders sparen. Und das ginge auch.

    idefixundchilly
    Wenn Du wirklich soviel Milch brauchst und Dir diese Menge so wichtig ist, dann zahl auch einen fairen Preis dafür.
    Genau diese Haltung ("ich brauch das, also muss es auch billig sein, nach mir die Sintflut") ist nämlich der Knackpunkt der ganzen Misere.

    Zitat

    Weiß denn jemand wie man die Bauern denn wirklich DIREKT unterstützen kann? Hier um die Ecke kann man auch frische Milch kaufen. Aber ehrlich gesagt bekomm ich die nicht runter...also wie sonst unterstützen?

    Warum nicht?

    Vielleicht macht der Bauer dort auch Käse, verkauft frische Eier oder hat noch mehr Vieh und macht selbst Wurst. Frag doch einfach mal nach. Oder der Bauer betreibt einen kleinen Hofladen.

    Ich bestelle seit kurzem hier http://www.frische-kiste.de/ eine "Regionalkiste" mit vorwiegend regionalem Obst oder Gemüse aus eigener Herstellung oder von Bauern, die mit der Familie Merz zusammenarbeiten. Es gibt eine riesige Auswahl, man kann sehr viele Produkte dazubestellen. Klar, das ist teurer, als im Supermarkt, aber man braucht nicht so viel, wie man immer denkt. Und man nimmt im Supermarkt doch jedesmal massig Krempel mit, den man gar nicht braucht.
    Solche Bauern (die meisten Bio-Bauern) mit Lieferservice gibt es sehr viele überall, guck doch einfach mal im Netz, ob's sowas auch in Deiner Nähe gibt.
    Es stärkt die Direktvermarkter und die Landwirtschaft dort einzukaufen. Und frischer und schmackhafter ist es allemal.

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    ...
    Den Milchpreis für den Kunden zu erhöhen ,fände ich nicht gut.Man sollte dabei auch an Familien mit Kindern denken , die sich dann die Milch vielleicht nicht mehr leisten können.

    Für was brauchen Familien mit Kindern denn so viel Milch? Um die Cornflakes einzuweichen, Kaba zu trinken und um viele viele ungesunde Fruchtjoghurts und Fruchtquark etc. essen zu können?
    Ich garantiere Dir, wenn Kinder (+Erwachsene) nur noch Naturjoghurt und -quark essen, Milch pur trinken und nur noch 10% der Schokolade und der Sahne essen würden, die sie täglich in sich reinstopfen, dann könnten unsere Bauern dank höherer Preise überleben und die Menschen wären auch gesünder. 70% der Weltbevölkerung haben eine Laktoseintoleranz (in unseren Breiten immerhin 15-25%!), so viel Milch brauchen wir also gar nicht.
    Die hemmungslose Gier nach Konsum macht alles kaputt. Da wird hemmungslos ein Bedürfnis vorgegaukelt, das es so gar nicht gibt. Fett werden dabei nur die Multis (hier die Großproduzenten, Molkereien und Zwischenhändler).
    Wir brauchen einfach ein anderes Bewusstsein, was die Qualität und Verfügbarkeit unserer Nahrungsmittel betrifft.
    Aber ich befürchte dazu ist es bereits viel zu spät.