Beiträge von Osiris

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    mmh... also ich würde sagen zieh das doch jetz mal eine woche konsequent durch. und nimm sie nicht mit wenn du nicht warten kannst bis sie aufhört, weil in dem moment hat sie ja dann gewonnen.
    also was ich meine ist das du absolut konsequent sein musst, und das fiepen in keiner situation durchgehen lässt.
    wenn das nichts bringt fällt mir nur noch ein mal darüber nachzudenken was in den situationen wo sie fiept und wo sieh es nicht tut anders ist...
    gehst du in ne huschu? die können das ganze bestimmt besser beurteilen wenn sie den hund kennenlernen.

    Ja, ich gehe zum Trickdoggen auf einen Hundeplatz.
    Dort ist der Rat eindeutig: konsequent ignorieren.
    Frau Schmitt ist ja nicht mein erster Hund, ich weiss ja, dass Konsequenz das a und o ist und letztendlich zum Ziel führt. Ich habe gehofft, jemand hätte da einen Trick, wie ich das endlich zack-zack abstelle, langsam nervt es echt tierisch.
    Und dass das jetzt in den Bavaria-Studios so abgelaufen ist, hat mich wieder voll zurückgeworfen. :sad2:
    Das kleine Kerlchen manipuliert mich (oder versucht es), das kann ich nicht so lassen.

    Also mach ich mich mit Schmitti jetzt mal nächste Woche auf, zum rumstehen... :D
    Ich berichte, wie wir vorankommen. :smile:

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    Ich würde jeden Ansatz zum Fiepen sofort unterbinden mit einem klaren "nein" und dann sofort loben. Für "Ausdauertraining" wie oben beschrieben finde ich die Situation persönlich zu gravierend.

    Nachdem "aussitzen" nichts gebracht hat, hab ich das anfänglich bereits probiert. Frau Schmitt hört kurz auf, wird belohnt und fiept weiter usw. usw., seitdem sitze ich eben wieder aus.

    ShortysMama
    Ja, das dachte ich mir auch. Ich hab einen mp3 Player, immer Hörbücher drauf, damit kann ich Stunden durchhalten. ;)
    Aber wie lange dauert sowas? Es geht mittlerweile ja schon Monate so. Und so kann ich ja nirgends mehr mit ihr hin wo sie mit mir warten muss. Immer wenn ihr langweilig ist (und das ist es auch nicht immr), legt sie los.

    Komischerweise klappt das Anbinden auf dem Hundeplatz ohne fiepen oder nagen hervorragend. Im Urlaub (Dorf) vor'm Bäckerladen morgens auch, vorbildliches Benehmen. Auch beim Essen im Gasthaus war alles gut (ich hatte ein Handtuch zum draufliegen dabei). Auch zuhause ist sie ruhig, wenn ich das möchte. Kein Problem, sie muss nicht dauerbespaßt werden.

    Ich habe Frau Schmitt (Zwergpinscher-Mix, 5 kg) mit 10 Monaten von privat bekommen. Vorgeschichte unbekannt. Frau Schmitt ist sehr gut sozialisiert und sehr freundlich zu Menschen und anderen Tieren. Sie hört gut und ist ein sehr eifriger Hund, der gefallen will und prima mitarbeitet.
    Ein rundum gelungenes Kerlchen. Wenn da nicht das fiepen wäre.

    Angefangen hat die Misere sobald man irgendwo auf der Straße stehengeblieben, in ein Cafe gegangen oder beim TA gesessen ist.Da hat sie damals aber nicht gefiept, sondern einfach die Leine durchgenagt um herumlaufen zu können, bzw. beim TA zu versuchen, abzuhauen. Frau Schmitt hasst untätiges Herumstehen oder -sitzen wie die Pest. Das Problem habe ich gelöst, indem ich einfach eine Kettenleine gekauft und die normale Leine in diesen Situationen ausgetauscht habe.
    So weit so gut, sie nagt nicht mehr an der Leine herum.
    Dass ich da jetzt ein neues Problem mit ihr habe, habe ich das erste mal bemerkt, als ich auf dem Nachhauseweg vom Gassi noch ein bisschen herumstand um zu klönen. Da hat Frau Schmitt dann gequengelt und genervt, wenn sie frei war, hat sie dann nur Blödsinn angestellt, ist Richtung Heimat geschlendert, einmal sogar alleine ganz bis nach Hause marschiert (ist nicht weit und nicht gefährlich). Also hab ich sie seitdem angebunden. Da fing dann das fiepen an. Das hab ich konsequent ignoriert, auch die Leute, mit denen ich rumgestanden bin, gebeten, sie nicht zu beachten. Das fiepen hat sie aber trotzdem nicht eingestellt. Sie fiept solange, bis es weitergeht.
    Ganz schlimm ist es seit kurzem, wenn ich im Auto meiner Freundin mitfahre. Deren Hund sitzt auf dem Rücksitz, meistens fahren wir nicht weit, Frau Schmitt nehme ich dann zu mir in den Fußraum des Beifahrersitzes. Das kennt sie, das ist normalerweise überhaupt kein Problem, zum Beispiel, wenn wir bei anderen Leute mitfahren, wo sie nicht auf den Rücksitz darf. Da ist sie mustergültig still und legt sich ab. Frau Schmitt fährt auch für's Leben gern Auto, ich muss immer aufpassen, dass sie nicht in fremde Autos steigt und mitfahren will.
    Jedenfalls sitzt sie dann da unten und fängt das fiepen an. Offenbar will sie zu ihrer Freundin auf en Rücksitz. Das geht aber nicht, weil die beiden dann da nur rumhampeln. Kommt keine Reaktion, steigert sie Intensität und Lautstärke. Das wird dann so ohrenbetäubend, dass meine Freundin sich kaum noch auf's Fahren konzentrieren kann und wir froh sind, wenn wir am Ziel sind.
    Jetzt war ich eine Woche in Urlaub. Da hab ich sie mitgenommen in die Bavaria Filmstudios. In jeder Kulisse das gleiche Theater: Die Gruppe bleibt stehen, Frau Schmitt legt los. Ich hätte sie ignoriert, wenn da nicht ein Film mit der Gruppe gedreht werden würde und Frau Schmitts lautes Gefiepe auf jeder Tonspur zu hören gewesen wäre. Nach vielen bösen Blicken und der schlussendlichen Bitte, das abzustellen, hab ich Frau Schmitt dann jedesmal auf den Arm genommen, etwas das ich sonst NIE NIE NIE mache. Da war sie dann ruhig.
    Die nächste Situation: Frau Schmitt geht mit meinem GG zum Bergwandern. Während der GG völlig erschöpft und durchgeschwitzt am Gipfel erst mal auf einer Bank abhängt, fängt Frau Schmitt an zu fiepen, zu nerven und zu quengeln, weil sie weiter gehen will. Egal wohin, nur weiter. Das war zwar nicht sehr störend (meint der GG), eher zum lachen (das Kerlchen ist auch nach stundenlangen Gewaltmärschen über Stock und Stein noch quietschfidel) aber so typisch und irgendwie ja auch nicht normal.

    Jetzt meine Frage: Wie stell ich das um Himmelwillen ab?
    Ich kann sie sonst ja nirgendwohin mehr mitnehmen, wenn ich sie hochnehme, weil die Mitmenschen völlig entnervt gucken und meckern, reagiere ich ja auf sie und das gefiepe und sie hat zu mindestens teilweise erreicht, was sie will: Erst mal Aufmerksamkeit. Ich bin auch strikt gegen das hochnehmen, Frau Schmitt ist ein Hund, die hat 4 Beine auf denen kann sie laufen und stehen. Kein Schmusetier.

    Hat da jemand einen Plan?

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    ...
    Das sehe ich auch so. Ich hab es immer noch nicht geschafft, Dira das Anspringen abzugewöhnen, weil die Leute hier immer sagen, och macht doch nichts und sie dann auch noch streicheln.

    Wäre sie ne Nummer größer, fänden die Leute das sicher nicht mehr so toll.
    ...

    Ja, das geht mir genauso.
    Meine Mutter, die Vorsitzende der "Ach-lass-sie-doch,-die kleine-Süsse" - Fraktion, musste allerdings neulich ein erstes "AHA"-Erlebnis durchstehen. Da kam sie nämlich in einer weißen Hose an. Ich gebe zu, ich habe fies gegrinst, als ich sie in den Garten gelockt habe, wo mein Mann und Frau Schmitt gerade die Thujen-Hecke ausgegraben haben... :lol:

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    Danke für den Tipp, mein letzter Joghurt-Eis-Versuch war eine Riesensauerei. Da wär ich aber nicht drauf gekommen. Super!

    Ich habe gelesen, dass man ein Stückchen oder Fitzelchen eines Scheibchens Schmelzkäse unten reinlegen soll, das dann für einige wenige Sekunden in die Mikrowelle und das klebt dann bombenfest das Loch zu.
    Ich denke aber, das funktioniert auch ohne Mikrowelle. Bei mir jedenfalls.
    Zum Einfrieren solltest Du den Kong aufrecht in ein Glas stellen, dann saut das nicht so das Gefrierfach zu, wenn doch mal was rausläuft.

    Derzeit habe ich eine Fußhupe, Zwergpinscher-Mix-Hündin, 5 kg. Die ist mein bisher bei weitem kleinster Hund.
    Ich hatte bisher große Hunde (DSH, Dobermann) und Hunde mittlerer Größe (so 12-20 kg, Mixe)

    Hätte ich gewusst, wie toll es mit einem kleinen Hund ist (vor allem mit einem kleinen Pinscher), hätte ich schon viel früher einen gehabt.
    Frau Schmitt ist nicht tot zu kriegen, sie ist robust, freundlich und durch das kurze Fell und ihre geringe Größe absolut pflegeleicht. 130 gr Futter täglich (Barf) ist nicht wirklich teuer. Sie ist leicht zu führen, selbst wenn sie mal in der Leine hängt, erfordert es keinen Kraftaufwand sie zu halten, was mir als Rückenkranke sehr zupass kommt.
    Dabei ist sie freundlich, kläfft nicht und kein Mensch hat Angst vor ihr, im Gegenteil. Das finde ich am besten, vor meinen früheren Hunden hatten 80% der Menschen, denen ich begegnete großen Respekt, bisweilen richtig Angst.
    Ich kann Frau Schmitt überall hin mitnehmen, kleine Hunde sind wirklich überall akzeptiert und überhaupt kein Problem.
    Kinder sind immer begeistert von ihr und ganz glücklich, dass sie sie streicheln dürfen und Frau Schmitt sich das gern und freundlich wedelnd gefallen lässt.
    Frau Schmitt darf als erster Hund mit ins Bett, da schläft sie dann unter meiner Decke an meinen Bauch gekuschelt. Und es ist immer noch genügend Platz für uns Menschen.
    Sie ist ein richtiger Hund. Also kein Püppchen, das getragen wird oder sich vor Angst bibbernd hinter mir versteckt, wenn ein anderer Hund kommt. Sie spielt auch mit großen Hunden (wenn sie vorsichtig sind (leider selten) und sie sie mag, dabei rennt und tobt sie die in Grund und Boden. Ihre Ausdauer ist enorm, sie ist wendiger und viel flinker als viele Großhunde.
    Der Auslauf, den sie braucht, entspricht dem eines Großhundes, sie ist überaus bewegungsfreudig, ich fahre fast jeden Tag zwischen 3 und 6 km Fahrrad mit ihr. Dass kleine Hunde weniger Auslauf brauchen, halte ich für ein Gerücht, ich kenne noch mehrere Kleinhunde, die ähnlich lange herumsausen. Alles eine Frage des Trainings, ganz klar, dass Fußhupen, die nur wenig gefordert werden, schon nach kurzer Zeit ausgepowert sind.

    Der einzige Wermutstropfen sind die Großhundebesitzer, die kleine Hunde nicht ernst nehmen und überlegen und herablassend grinsend auf uns herunterschauen und blöde Witze reissen. Schade, dass unter Hundlern meistens nur große Hunde ernst genommen werden.

    Unser Grundstück hat ein Gartentor mit senkrechten Verstrebungen durch die Frau Schmitt, Mini-Fußhupe die sie ist, locker einfach durchgehen kann. Macht sie aber nicht.
    Ist das Tor offen, muss ich aufpassen, sonst geht sie mal kurz auf den Spielplatz um die Ecke, mit den Kindern toben.
    Ist das Tor zu, bleibt sie drin. Obwohl sie ohne weiteres durch die breiten Zwischenräume rausgehen könnte, sie würde die nicht mal streifen.
    Auch die löchrige Hecke zur Straße neben dem Tor würde sie nicht weiter aufhalten, aber auch da schlüpft sie nicht raus.

    Hat sie einfach schon immer so gemacht, ich hab daran gar nicht gearbeitet.