Beiträge von Osiris

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    Hi,
    nun gut......auch wenn Wolf und Hund zur Gruppe der Caniden gehören, so sind beide eigentlich Allesfresser ;)

    Nein, das sind sie nicht. Nur weil man einem Hund jeden Mist hinstellen kann, macht ihn das nicht zum Allesfresser. Schau Dir sein Gebiss an, das ist ein typisches Fleischfressergebiss.

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    Auch ein Wolf würde das Gemüsesüppchen nicht verschmähen, denn diese Art der Nahrung gilt als anverdaut bzw. vorverdaut und ist durchaus verdaulich und verwertbar.

    In der Not frisst der Teufel Fliegen. Aber nicht dauerhaft.

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    ...und vor dem Zeitalter von Industriefertignahrung wurde sich nun überhaupt kein "Kopp" um Hundeernährung gemacht. Der Hund bekam kein besonderes Hundefutter, sondern eben doch die menschlichen Essenreste und hat davon gar nicht schlecht gelebt!

    Irrtum. Hunde sind erst in der Neuzeit reine Luxustiere und werden regelmäßig gefüttert.
    In finsteren Zeiten waren Hunde noch nicht mal Nutztiere. Die waren froh, wenn sie überhaupt ein Dach über dem Kopf hatten. Pflanzliche Essensreste gab's so gut wie keine, da blieb nämlich nichts übrig, es wurde alles verwertet. Die Leute auf deren Höfen Hunde lebten, waren in der Regel zu arm um etwas zu verschwenden. Die Hunde haben sich ihr Fressen selbst erjagd (und so gelegentlich auch den menschlichen Speisezettel aufgepeppt - also genau andersrum). Und das "Ungeziefer" in den Höfen, Ställen und Werkstätten kleingehalten. Was es gab, das waren stinkende Innereien und anderes Gekröse, das Menschen nicht essen wollten, blanke Knochen. Was darüber hinausging musste sich ein Hund selbst fangen. Und das waren bestimmt keine Karotten oder Weizenhalme.
    Betuchtere Herrschaften fütterten ihre Hunde allenfalls mit Wildfleischgekröse, von dem Wild, das die Hunde für sie erjagden.
    Normale Hunde waren ganz unten in der Nahrungskette. Außer um die Hunde, die einen gewissen Wert hatten, weil sie arbeiteten, scherte sich niemand darum, ob der Hund genug und ausgewogen zu fressen bekam. Kein normaler Mensch teilte sein Essen mit einem Hund.

    [/quote]
    Warum sollte er sich heute daran vergiften :???:
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    Wo hat jemand geschrieben, das sich Hunde heute daran (an was?) vergiften?

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    Ich füttere auch schon sehr lange "Hausmannskost" und achte grob auf die Bestandteile : Wasser, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe......aber ich mache keine Wissenschaft daraus!
    LG

    Ja eben. Man macht keine Wissenschaft daraus. Wieso sollten das also die Barfer tun?

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    Der Konzern Bosch beliefert hauptsächlich die Landwirtschaft( Futtermittel für Nutztiere), was auch den Anteil an Getreide im Hundefutter erklärt!

    Nein, der hohe Getreideanteil dient einzig und allein der Gewinnmaximierung.

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    ...
    Echte Futtermittelallergien machen nur einen sehr geringen Prozentsatz aus.
    Und an erster Stelle als Auslöser stehen immer noch tierische Produkte wie Rind, Geflügel, Milchprodukte usw.

    :lol:

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    sorry, dann lies noch mal etwas genauer nach.
    Zitat: (mithin ein Fleischfresser und kein Allesfresser)

    Leider kann man mit sachlichen Argumenten gegen eine Überzeugung, die auf nichts anderem als einem Glauben beruht, nichts ausrichten.
    Beim bisherigen Kenntnisstand sehe ich keinen Grund, weshalb ich meinen Hund zum Versuchskaninchen völlig ungesichterter Erkenntnisse machen sollte.

    Das Wort ausschließlich kommt in meinem Beitrag nicht vor.

    Dann mach Deinen Hund eben zum Sklaven der Billig-Fertigfutterindustrie.
    Das ist und bleibt Dir überlassen.
    Immer noch einfacher, als selbst zu denken und sich mit der Zusammensetzung der Nahrungskomponenten beschäftigen zu müssen.
    Sack auf, Futter rein - nach mr die Sintflut, hauptsache billig sorry, das ist nicht mein Ding.
    Ich lehne Fertigfutter keineswegs ab, im Gegenteil, auch ich füttere die ein oder andere - fleischlastige - Trockenfuttermahlzeit. Aber Frischkost ziehe ich bei weitem vor und die besteht zum größten Teil aus Frischfleisch.
    Mein Hund ist übrigens auf Getreide allergisch. ;)

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    Diese Worthülsen füllen einen ganzen Abfalleimer. Immer wieder die gleichen stereotypen Floskeln .
    Der Hund ist genau wie der Wolf kein ausschließlicher Fleischfresser, er ist durchaus in der Lage, andere Nahrung als nur Fleisch zu verwerten.

    Ausschließlicher Fleischfresser hat hier auch niemand geschrieben.
    Außer Dir. ;)
    Und dass das keine Worthülsen sind, dafür sind/waren meine Hunde der beste Beweis. Und nicht nur meine, gebarfte Hunde sind keineswegs kränker als andere, im Gegenteil, das Risiko einer Magendrehung z.B. ist bei gebarften Hunden deutlich geringer.

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    Es steht daher außer Frage, dass der Hund von der Anatomie und Physiologie her Getreide verträgt und verwerten kann.

    Hat auch niemand bestritten. Die Frage ist nur, wieviel Getreide. 75% Getreide und pflanzliche Produkte im Futter ist NICHT artgerecht. Und wenn Du Dich auf den Kopf stellst, es wird nicht anders.

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    Während der Entwicklung vom Wolf zum Haushund hat sich der Hund an das veränderte Nahrungsangebot angepasst, und sich immer mehr auf die menschliche Ernährung umgestellt.
    Diese Anpassung hat stattgefunden. Das ist ein Teil der Evolution und arterhaltend!

    Hunde haben sich an die menschliche Ernährung angepasst?
    Also ich hab noch keinen Hund gesehen, der mit einem Dosenöffner geboren wurde oder sich in einem Kessel überm Feuer sein Gemüsesüppchen kocht.
    Dingos z.B. sind einfach nur verwilderte Haushunde, die ganz normale Fleischfresser geblieben sind und sich entsprechend ernähren. Die weiden keine Weizenfelder ab oder plündern die Töpfe und Pfannen in menschlichen Küchen. Die Domestikation hat genau gar nichts am Fressverhalten und Nahrungsbedarf geändert.

    Zitat

    Die wenigsten Zahnprobleme scheinen ja die Hunde zu haben, die gebarft werden.
    Ansonsten glaube ich schon, dass Trockenfutter
    1) weniger an den Zähnen klebt als Nassfutter (aus der Dose oder so) und
    2) die Zähne evtl. "reinigen" kann, wenn es große, harte Brocken sind, die gekaut werden müssen.

    Diese harten Brocken werden nicht gekaut, sondern einfach zerbissen, bzw. nicht selten wird das meiste einfach heruntergeschluckt (und quillt dann im Magen bis zur Magendrehungsreife). Desweiteren sind sie für so manche Zahnfleischentzündung verantwortlich, weil die zerbissenen Stücke scharfe Kanten haben, die haarfein das Zahnfleich aufschneiden und diese kleinen Schnitte sich dann entzünden.
    Die Nachteile gegenüber weichen Knochen, großen Fleischstücken und normalen Kauartikeln, die beim nagen und kauen gut eingespeichelt werden sind eklatant.

    Ich barfe seit etwa 28 Jahren. Mit ein bisschen Verstand und Sorgfalt ist es kein Hexenwerk, einen Hund (mithin ein Fleischfresser und kein Allesfresser) ohne Probleme mit einer artgerechten, fleischlastigen Ernährung gesund zu erhalten. Und früher wussten wir nur sehr wenig über die Berechnungsgrundlagen der Zusammensetzung, das Wissen um die Zusammensetzung der Nahrung wilder Caniden war da so ziemlich der einzige Leitfaden, den wir hatten. Außer dem gesunden Menschenverstand.
    Man muss nicht mit dem Taschenrechner neben der Futterschüssel stehen. Das ist billige Panikmache.

    Hundefutter mit billigem Getreide als Hauptbestandteil und einem so geringen Bestandteil Fleisch hat aber nur den Zweck, dem Hersteller Geld in die Kassen zu spülen, gesund ist anders. Einen Fleischfresser vorwiegend mit Getreide zu ernähren ist imho ähnlich hirnrissig, wie einem Kamel hauptsächlich Schnitzel zu füttern. Möglicherweise ist unterm Strich die Nährstoffverfügbarkeit vergleichbar, aber auf so eine Idee käme kein Mensch. Es hat keinen Vorteil Getreide u.ä. zu füttern, außer den, dass es billig ist.

    Es geht auch besser. Wer das möchte, muss halt tiefer in die Tasche greifen.
    Muss aber jeder selbst wissen, was er tut und wieviel ihm die Ernährung seines Hundes wert ist. Hunde sind hart im Nehmen, sterben wird er nicht am billigen Futter, auch nicht unbedingt erkranken. Für mich wäre das aber keine Option.

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    ...
    Fleischprodukte enthalten durchschnittlich mehr Phosphor als Calcium . Viel Fleisch enthält auch VIEL Phosphor!
    VIEL Phosphor schädigt demzufolge Nieren und Leber.

    Wenn es nicht durch Calcium ausgeglichen wird. Imho kommt es doch auf das Phosphor/Calcium Verhältnis an, oder nicht?

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    hallo,

    jaa....bin immernoch so ein wenig am gucken was Hundefutter betrifft.... :roll:

    weiß zufällig jemand, wieviel Fleischanteil das Bosch junior hundefutter hat ??? ich kann das nirgends finden.... auf der homepage steht irgendwas von 15 % - 26% Frischfleischanteil...aber das wäre dann ja fast nichts....

    Und so ist das auch. Da ist fast nichts drin.

    Lies Dich am besten mal hier https://www.dogforum.de/ftopic61358.html durch.

    Es gibt sehr viel besseres Futter als Bosch.

    Oh Balljunkie war schneller... :gut: