Es gibt aber doch nicht nur schwarz oder weiß. Es gibt auch noch ein dazwischen und das fordert, sachlich diskutiert zu werden.
Es bringt gar nichts, das Thema nur auf der emotionalen Schiene zu diskutieren.
Alle Hunde haben ein Recht auf Leben, daran gibt es nichts zu rütteln.
Ich habe auch nicht einen Diskutanten gelesen, der das nicht so sieht.
Aber es ist irgendwo ein Fehler im System, wenn sich Tierheime hierzulande nur noch finanzieren können, wenn sie Hunde an- und verkaufen. So etwas ist schlicht und einfach Hundehandel. Ganz sachlich ist das der Begriff dafür.
Einerseits entwickeln sich so auf Kosten der Hunde mafiöse Strukturen, die von denen der Vermehrer vom Polenmarkt nicht mehr weit entfernt sind. Es handelt sich offenbar immer öfter um Exporteure und auch Produzenten leicht vermittelbarer Hunde, die am Verkauf der Tiere gut verdienen.
Zweitens hemmt so etwas die dringend notwendigen Projekte und Kampagnen zum Tierschutz in den Herkunftsländern, weil das Geld in andere Kanäle fließt.
Diese Kriegsgewinnler graben auch durch ihr passendes Angebot seriösen Orgas das Wasser ab, die eben nicht gerade passende, leicht vermittelbare Kandidaten unterbringen müssen.
Und nicht zuletzt verhindert diese Praxis, dass die Kommunen in die Pflicht genommen werden. Im Gegenteil, wenn sich die Tierheime hierzulande durch den Handel mit Hunden selbst finanzieren, gibt es langfristig für die Kommunen keinen großen Handlungsbedarf, die Zuwendungen aufzustocken oder zumindest nicht zu kürzen. Für die Städte und Gemeinden ist das ein willkommenes kostensparendes Geschäftsmodell.
Das kann's aber auch nicht sein. Ein ausreichender Etat für den Tierschutz
ist ein zentrales Thema im aktiven Tierschutz und eine kommunale Pflicht, die nicht einfach an die Betroffenen durchgereicht werden darf.
Verlierer der ganzen Misere sind mal wieder - die Hunde. Das hat auch keiner hier vergessen.
Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten, es ist nicht damit getan, Hunde vor dem Tod zu retten, man hält damit nur diese ganze Maschine am laufen.
Eine Lösung kann ich auch nicht aus dem Hut zaubern, das kann keiner, aber ich finde es schon wichtig, dass das thematisiert wird und hinterfragt.
Deswegen spricht doch niemand den armen Hunden das Leben ab.