Beiträge von bungee

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    Meine Meinung bezüglich Angsthunden:

    Eine Mischung aus tromba und bungee!
    Ich lasse dem Hund alle Zeit der Welt die er braucht, bis er sich mir nähert - aber ich "zwinge" ihn in meiner Gegenwart (z.B. im gleichen Raum, gleiche Wohnung) zu sein. ABER ich nähere mich dem Hund nicht (z.B. um ihm krampfhaft streicheln zu wollen, etc.).
    In manchen Situationen (Tierarzt) ist es ja nicht möglich, dem Hund NICHT seine Nähe aufzuzwingen. Aber (im normalen Umgang) wenn es um Streicheleinheiten und Körperkontakt geht, sollte der Hund entscheiden, wann er wie nahe an mich kommt.

    Was ich noch mache, wenn der Hund schon einige Zeit da ist, ist, mich mit Futter interessant zu machen. Handfütterung und sowas.


    ich hab NIE geschrieben, dass ich mich dem Hund nähern würde, um ihn unbedingt zu streicheln., aber ich muss AKTIV die Grundlagen schaffen, dass er Vertrauen zu mir fasst. Ihn sich selbst zu überlassen ist der falsche Ansatz.

    guck dir die Szene von Rütter auf der Finka an: der hat das bei nem Galgorüden genauso gemacht.
    Der hat ihm seine Anwesenheit auch "aufgedrängt"
    Man kann aber auch Sachen zum Problem stilisieren, wo gar kein Problem ist :roll:
    Ich würde eher sagen, er hat ihn ganz langsam an seine Anwesenheit gewöhnt, damit er ihm überhaupt n Halsband anlegen kann.

    Ich persönlich hätte dem Hund den Stachler gar nicht erst angelegt, sondern ihm ne weiche Hausleine verpasst.

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    und aus meiner erfahrung mit angsthunden halte ich es für falsch sich dem hund vom ersten augenblick an aufzuzwingen.
    ich kenne hunde die haben erst nach 8 monaten das erste mal an der hand des besitzers geschnuppert..jetzt nach 3 jahren sind es fast normale hunde...man hat denen aber zeit gelassen, eben soviel wie sie gebraucht haben ohne denen die ganze zeit auf der pelle zu sitzen.

    nicht vom ersten Augenblick an ... dieser Hund war doch schon mehrere Jahre bei den Leuten!!! :headbash:

    undi haben seit Jahren abgewartet, dass der Hund von sich aus kommt....
    hat sich ja stattdessen nur an seinen Hundekumpels orientiert und nicht an den Menschen.

    P.S:
    tja, siggste, ICH hätte keine 8 Monate gewartet ;)--- Haben die die Hunde im Zwinger gehabt oder wie haben die die Tiere denn gehalten? Sind die in diesen Monaten nie Gassi gegangen?

    aus meiner Erfahrung mit Angsthunden:

    die würden nicht von sich aus zu dir kommen. Das funktioniert nicht. Die haben ja NULL Vertrauen. Die müssen das erstmal nach und nach lernen. Das heißt: du MUSST ihnen deine Gesellschaft ein Stück weit aufdrängen, mit ihnen arbeiten. DAS schafft Vertrauen, nicht das sich selbst Überlassen.

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    Kommt auf den Hund an, die meisten wuerden nach vorne gehen, manche wuerden vor Dir kauern :(

    Die allermeisten HH's wuerden bei einem Hund mit echter Vehemenz definitiv den Kuerzeren ziehen wenn Hund es wirklich drauf anlegt und sich verteidigt. Millan weiss was er da macht und man kann seine Methoden fuerchterlich finden, aber er weiss definitiv wie er auf Hunde einwirken kann und wie er sich schuetzt.

    genau den Eindruck hab ich auch!!!


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    Ich finde es auch nicht gut, so Extremfälle so öffentlich als Show zu zeigen. Das kann ja nur in die Hose gehen und im Schlimmsten Fall wird's von Vollkoffern nachgemacht. Ich finde, diese Arbeit sollte im stillen Kämmerlein stattfinden. Nicht um etwas zu verbergen, sondern, weil es höchste Konzentration erfordert - vom Hund und vom Trainer. Oder Tanja? Würdest Du ein öffentliches Happening daraus machen?

    seh ich auch so....


    besonders auch in Spanien sollte man genau auswählen, WAS man zeigt .... , wenn ich den Beitrag von Floydie richtig gelesen hab.

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    Ich hab mir dieses Video jetzt mal angesehen und am besten fand ich "...sie spüren, dass jetzt ein Hundeführer da ist, sie merken, dass ich dominant bin und hier bin um das Rudel zu übernehmen." :lol: :lol: und dann das Stachelhalsband an den verängstigten Hund.
    Ähnlich gut auch: "Nachdem er die Hunde zu einem Rudel gemacht hat, bittet er die Nachbarn, sie zu begleiten" und
    mit "einem Rudel" ist eine Gruppe verstörter Hunde an Würger und Kette gemeint, die CM hinter sich herschleift... dann legt er ihm noch kurz leihenhaft eine Fährte und meint danach "...jetzt wird er sich wie ein Coonhound wahrnehmen" :headbash: Dazu sieht man ein Bild von einem völlig gestressten, hechelnden Hund.
    Und zu guter Letzt: "Ich bin jetzt seit ein paar Stunden hier und habe das Ziel erreicht Vertrauen zu schaffen..." Dazu sieht man abermals ein Bild von einem völlig gestressten, erschöpften, hechelnden, blinzelnden Hund.
    Dann hat es mir doch erstmal gereicht. :muede:

    da hast du nur sehr sehr oberflächlich geguckt... auch ein wenig ideologisch verblendet, wie mir scheint.

    Ich gucke drauf, was er TUT:

    er hat den Leuten gezeigt, wie sie sich einem Angsthund zu nähern haben: mit dem Rücken, ohne Ansprache, ohne Aufmerksamkeit auf den Hund. Er liest die Reaktionen des Hundes sehr genau: beobachtet die Körperhaltung, die Augen.

    Natürlich ist der Hund bei der Suche erstmal gestresst gewesen: die vielen neuen Eindrücke stressen doch. ABER: Er hat den ziemlich hilflosen Besitzern ne Möglichkeit an die Hand gegeben, den Hund IN ZUKUNFT artgerecht zu beschäftigen: mit Nasenarbeit.

    Wie gesagt: das Stachelhalsband hätte er den Besitzern ausreden müssen, das wär aber in diesem Falle mein einziger Kritikpunkt.

    das, was ich da in Kürze geschreiben hab, bedarf aber auch einiger Grundübungen. :)

    1. Aufgabe:
    zuhause "schau" beibringen:
    wenn der Hund dich anguckt, sagst du "schau" (am besten mit nem festen Handzeichen verbunden), dann gibts n Leckerli.

    das machst du öfter am Tag. Irgendwann sagst du von dir aus "schau" (zusammen mit dem Handzeichen). Leckerli gibts erst dann, wenn er dich anguckt.
    über die nächste Woche das "schau" zuhause immer weiter festigen und den Blick möglichst länger halten lassen.

    2. Aufgabe...
    such dir ne kleine Beschäftigung aus, die du zuhause mit deinem Hund mal nur so zum Spass machst.. unter http://www.spass-mit-hund.de findest du ein paar Anregungen :)

    (solche Aufgaben helfen dir im übrigen auch, beim Rückruf mehr Erfolge zu erzielen)

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    Ohne Schlaege, Tritte, Strom und Kralle...aaaber....gaebe es da manchmal reine Momentaufnahmen wuerden diese warscheinlich auch manchmal eher brachial ausschauen weil Du einen Hund der gerade austillt ja schon runterbringen und manchmal auch fixieren musst um dich selbst und auch ihn zu schuetzen. Auch ein MK stoppt einen Hund nicht ab wenn dieser wirklich es vehement darauf anlegt dir zu zeigen 'wo der Hammer haegt".

    Und zum austillen musst Du ihn irgendwann kommen lassen um an der Wurzel arbeiten zu koennen.

    danke für den Beitrag, taga!!

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    i
    im grunde kann man die beiden trainer sowieso nicht wirklich vergleichen, da die lebens- und haltebedingungen hier in deutschland und den usa sehr anders sind und dementsprechend andere probleme auftreten.

    stell dir mal vor, was sich ne Frau mit nem pink gefärbten Malteser hier in Deutschland anhören dürfte. So jemand würde sich hier bestimmt nicht auf die STraße trauen :lachtot:

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    der unterschied zum rütter ist das er keine gewalt anwendet, er wendet keine tritte an, er erwürgt die hunde nicht und sollte ein hund mal aggressiver sein kriegt der als erstes nen mk angelegt.
    das schlimmste was ein rütter macht ist vllt. die reizangel oder den futterdummy zu oft anzuwenden (und auch darüber kann man sich streiten).

    er bringt aber nicht gewalt, sei es die psychische oder pysische, in jedes wohnzimmer und macht einem laien klar das nur so die hundeerziehung funktionieren kann.
    nur wenn der hund ständig unterdrückt wird, angst hat und keinen eigenen willen/rechte funktioniert das zusammenleben.


    das liegt daran, dass Rütter sich konsequent weigert, solche Hunde anzunehmen. Ich sag ja, dass ich es genau richtig finde, wie er es macht. Ich denke auch, dass man ... selbst wenn bestimmte Methoden richtig und angemessen sein sollten... bestimmte Bilder NICHT im Fernsehen zeigen sollte.
    Milan dagegen ARBEITET mit den versauten Hunden und es wird dann auch im Fernsehen gezeigt, was ich z.T. eher fatal finde.


    Ich erlaube mir kein Urteil, und das sollte auch niemand anderer, der sich nicht mit aggressiven und verhaltensgestörten HUnden TATÄCHLICH auskennt. .. Ich kann es schlicht nicht beurteilen, ob in diesem Falle die Methoden angemessen sind oder nicht. Aber ich kann auch Milan nicht in Bausch und Bogen verdammen, weil ich sehe, dass er auf den Gebieten, die ICH beurteilen kann, ne gute Arbeit leistet.