Beiträge von flying-paws

    Dominanz ist weder eine Eigenschaft es Hundes, noch eine Charakterbeschreibung. Es gibt folglich keine "geborenen" dominanten Hunde, zumal der Begriff durch Beobachtungen einer anderen Spezies geprägt wurde. Es gibt ihn also nicht im Zusammenhang mit unseren Haushunden !

    Dominanz beschreibt das situationsabhängige Verhältnis in einer Beziehung zwischen Individuuen und muß immer als Einzelfall betrachtet werden. Das dominantere Individuum ist jederzeit in der Lage, seine Interessen durchzusetzen, muss dies aber nicht zwangsläufig jederzeit tun wollen. Die Position wird anerkannt und somit von „unten“ - den Subdominanten Tieren - bestätigt. Dominanz wird beansprucht und respektiert, so wird Ärger vermieden.

      - Provokante, offensiv aufdringliche Hunde sind oft schlichtweg unverschämt und auf Sttreitigkeiten aus oder haben nicht gelernt wie man entsprechend auf Artgenossen zugeht. Aggressives Verhalten hat nicht zwangsläufig etwas mit Dominanz zu tun.

      - Fälschlicherweise werden Hunde als "Menschen gegenüber als dominant" bezeichnet, wenn diese durch z.B. permanentes Geben von Privilegien zum „Chef“ gemacht werden – meist sind diese Hunde verunsichert und überfordert mir ihrer Rolle. Sie suchen dann nach Grenzen um ihren "Raum" zu finden.

      - Ebenso ist das Anknurren bei Futter/Beute keine dominante Geste, sondern eine Ressourcenverteidigung. Siehe hierzu auch den Beitrag zu "Beute verteidigen".

      - Ein Hund, der uns zur Begrüßung anspringt ist nicht dominant, im Gegenteil, er zeigt durch diese Geste subdominantes Verhalten.

      - Hunde, die zuerst durch die Tür stürmen, haben es in der Regel einfach eilig rein oder raus zu kommen. Hier kann man sie zum Warten erziehen, aber Gedanken machen sie sich nicht darüber.

    Was meistens als "dominantes Verhalten" bezeichnet wird, ist vielmehr


      * Verteidigungsverhalten

      * ungestümes oder jugendliches Verhalten

      * einschüchterndes Verhalten

      * und sehr häufig Stressverhalten !

    Geschrieben von Silja (staffy). Herzlichen Dank für diesen Beitrag!

    :hallo: Du musst Dir vorher überlegen, ob Dein Hund das Rechts und Links "frei" können soll - also ohne einen Bezugspunkt in der Landschaft (Dich selbst, Weg etc.), Spielzeug usw... oder eben nicht.

    Eine solche Übung würde ich Clickern - der Hund sollte es sich langsam erarbeiten. Das hätte den Vorteil, dass jeder Schritt ordentlich durchdacht werden muss - dann "sitzt" es später besser. :wink:

    Viele Grüße
    Corinna

    Das hat allerdings soviel mit Hüten zu tun wie Autofahren mit Kuchen backen. :wink:

    Viele Grüße
    Corinna

    Sicher ist das eine Übung am Vieh. Aber eben immer nur mit dem Vieh.

    Links und rechts bei der Arbeit am Vieh ist etwas ganz anderes als "lapidares" links und rechts irgendwo ohne Bezug. Beibringen kann man das dem Hund am Vieh ganz einach, indem man es ausnutzt, dass der BC immer wieder auf die 12-Uhr-Position möchte.
    Der Hund muss dabei seine Flanken aber so machen, dass er das Vieh nicht beunruhigt. Das heißt, der muss jedes Mal das Tempo, den Abstand usw. dem Vieh, der Landschaft und sich selbst anpassen. Und diese Gegebenheiten ändern sich ständig.

    Du kannst Deinem Hund also mittels Links und Rechts keinen Ersatz bieten.

    Viele Grüße
    Corinna

    Hui, soviele graue Schnäuzchen :freude:

    Hier mal ein aktuelles Bild von meinem Senior

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    Zitat

    Das Problem ist, dass der Hund dann Futter bekommt und die Erwartungshaltung erfüllt wurde. Aufsteht und weiterspielt. Man kann gut beobachten das dann solche Wörter wie BLEIB hermüssen.

    Interessant. Meine vier Hunde, und die in der Hundschule, scheinen alle ausnahmen zu sein. *kicher*

    Wenn man weiß, wie man ein Verhalten formt, sollte das Kommando wurscht sein. Ob Du Deinem Hund nu beibringst auf "Bleib" zu bleiben oder auf "Sitz" ist dem doch völlig Banane...

    Zitat

    Das mit dem Züchten ist das nächste Problem, denn es können keine Verhaltensweisen vererbt werden!

    Das ist ja ganz neu... da sollten sich die Profs in den Unis aber mal ganz schnell bei Dir informieren.
    Natürlich wird Verhalten vererbt. Darüber gibt es verschiedene Versuchsreihen. Nur über den Anteil ererbt/erlernt ist man sich uneinig.

    Zitat

    Vielmehr ist es so das ein SCHÄFER den robustesten seiner Welpen auswählt und ihn von vornherein fördert und von seinen alten Tieren ausbilden läst.

    Du kannst gerne einmal bei mir vorbeikommen und zuschauen, wie ein Hund an den Schafen angelernt wird und was meine Hunde aus purem Instinkt heraus tun.

    Zitat

    Körpersprache von Hund und Wolf ist die Gleiche.

    Sie gleicht sich. Die Gleiche ist es nicht mehr. Schon allein viele körperliche Gegebenheiten lassen dies ja gar nicht mehr zu.

    Zitat

    Haltet eure Hunde nicht für dumm, sie könnten allein Überleben.

    Das hat mit Dummheit des Hundes nichts zu tun. Das ist schlichte Zucht! Und es gibt zig Hunderassen, die nicht überleben würden. Meine Teak würde definitiv in der Wildnis sterben.

    Zitat

    Ich höre immer wieder, dass keiner mit Hilfsmittel arbeitet und die NIE braucht, aber Leine und Spielzeug habt ihr, was ich so rausgelesen habe, sind das denn keine Hilfsmittel???

    Das muss mir total entgangen sein...?!? Ich "liebe" Hilfsmittel - vor allem diejenigen, die meinen Hund motivieren etwas zu tun :D

    Zitat

    Hier werden unsere Hunde oftmals "für dumm verkauft": er weiß nicht mehr um seinen Verstoß und würde die Maßregelung mit dem Zurückkommen verknüpfen, heißt es dann in Erklärungen unserer Kynopädagogen. Ausgemachter Blödsinn. Ja glaubt ihr denn wirklich Hunde könnten nicht länger als 10 Minuten auf zurückliegende Ereignisse reflektieren?

    Und? Woher soll der Hund dann wissen, ob Du das Verhalten vor 5 Minuten oder das vor 8 Minuten nicht dulden willlst?

    Zitat

    Der einzige Unterschied zwischen uns ist der, ich kenne beide Seiten und habe mich für eine entschieden, Ihr bleibt bei der einen.

    Beide Seiten? Was sind die denn? Versteh ich net...?!?

    Zitat

    dass sich das Rudelordnungsprinzip "Canin,de" deutlich

    Super. Genauso undurchsichtig. Hauptsache mit einem Markennamen versehen. Ich glaube, Du hast jetzt genug Werbung hier gemacht.

    Viele Grüße
    Corinna (die auch mal mit einer "Marke" reich werden will, und von ihrem Gewissen daran gehindert wird...)

    Zitat

    Hallo Micha,
    der Knackpunkt ist eben der das die Leckerliemethode ja fatalerweise funktioniert, --- bis zu einem gewissen Punkt, wo der Hund eben sagt laß Dein Leckerlie mal stecken, ich hole es mir vielleicht später ab, jetzt ist erst mal das "andere" interessanter und da muß ich mal schnell über die Starsse laufen, --- und mich plattfahren lassen.

    Genau. Das sind die Menschen, die erfreulicherweise mittels positiver Bestärkung erziehen und dann leider an den Punkt kommen, wo sie nicht wissen wie man die erlangte Kommandos festigt und die Belohnung soweit ausschleicht, dass nur noch eine sporadische Bestätigung (dem Hund angepasst) nötig ist.

    Es gibt bei mir häufig Spaziergänge, da habe ich nix zum Belohnen dabei. Dann wieder gibt es welche, da habe ich Belohnung dabei, nutze sie aber nicht. Dann wieder gibt es Spaziergänge mit viel Belohnung für korrektes Verhalten.

    Dafür muss man aber wissen, wie und wie weit man soetwas auschleicht. Da mangelt es bei vielen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Herr Köppel ist der einzige der in Deutschland Beziehungsarbeit praktiziert.(Mit Ausnahme einiger Trittbrettfahrer die seine Methode kopieren )Alle anderen praktizieren Ausbildung oder Erziehung, die eben nur so lange hält bis eine so große Ablenkung herrscht, dass die Beziehung greifen sollte die aber leider immer vernachlässigt wird. Wie z.B. einige Hundeschulen (eigene Erfahrung) die lediglich sagen „Wichtig ist es auch an der Bindung zu arbeiten“ aber selbst keinerlei Wissen besitzen wie man das anstellt.

    micha

    Beziehungsarbeit? Was ist das?

    Ich sehe es so: Eine Beziehung zwischen Mensch und Hund, soll wohl eine Art "emotionale" Verbindung darstellen.

    Die meisten Besitzer haben wohl (mit oder ohne Köppel) eine emotionale Bindung zu ihrem Tier. Ob das Tier diese auch zum Menschen hat... dafür müsste man ersteinmal klären, was ein Tier empfindet (empfinden kann). Insofern ist es ein Leichtes, sich soetwas auf die Fahnen zu schreiben - ein Begriff, der in der Tierwelt von Biologen gar nicht ausreichend geklärt ist.

    Ich arbeite mit meinen Kunden an der Kommunikation zueinander. Das schafft Verständnis. Ob dabei eine Beziehung entsteht oder nicht... weiß ich nicht.

    Achso - streng genommen ist auch eine Verbindung aus Angst eine Beziehung zu einem Individuum...

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Ich kann das Problem nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht auch deshalb, dass Paul - sicher auf grund seiner Hauptfarbe Schwarz - die Menschen eher abschreckt.

    Du kannst gerne mal meine Hunde in dieser Hinsicht alle "durchprobieren". :D

    Es ist tatsächlich so: Mit Teak, mit Chill noch schlimmer, haben wir die Leute an der Backe. Bei Bobby springen fast ausschließlich alte Leute an... vielleicht wegen seiner grauen Schnauze? Bobby ist 48cm klein. Zeus - kohlerabenschwarz und über 60 cm - ist vor Grapschern relativ sicher.
    Der Rotti - dem geht es wie Bobby.

    Wenn ich mit meiner Teak oder Chill zusammen mit Christina und Pepper (dem Rotti) irgendwo bin, habe ich plötzlich ungewohnt viel Platz...

    Achso - noch was: Trägt der Hund ein buntes Halstuch oder Geschirr, wird der "Grapsch-Effekt" wohl noch erhöht...

    Viele Grüße
    Corinna