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Gestern Abend wollte Unkas mich wieder beißen. Er darf normalerweise nicht auf das Bett, aber ich machte eine Ausnahme, weil er so süß schaute. Er legte seinen Kopf auf meine Beine und streckte immer wieder seine Pfote mir entgegen, weil er gestreichelt werden wollte.
Dieses Verhalten ist vermutlich von seiner Seite aus keine "Liebesbekundung" gewesen, sondern der Test, ob er Deine Individualdistanz uneingeschränkt unterschreiten darf. Du hast ihn dafür noch ausgiebig gelobt, so hat er sich noch einen Schritt weiter überlegt...
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Plötzlich, ohne dass ich irgendwas anderes als vorher machte, fing er an seine Zähne zu fletschen und wollte mich beißen. Ich ging in eine Ecke des Bettes und stand auf, sagte ihm er soll sofort auf seinen Platz, er versuchte nochmal auf mich los zu kommen und zu beißen, mein freund kam schnell gerannt und wir beide wiesen Unkas zurecht und schickten ihn wieder auf seinen Platz. Unkas knurrte uns richtig an, aber wedelte mit seinem Schwanz.
Vermutlich wedelte er mit der Rute, weil er völlig konfus war. Zunächst räumst Du ihm jede Menge ein und plötzlich schlägt es um in die ganz andere Richtung. Das kann er nicht verstehen.
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Ich habe richtig Angst vor unserem Hund. Er ist unberechenbar.
Das müsstest Du rumdrehen. Euer Hund hält Dich für unberechenbar, denn das bist Du für ihn in solchen Situationen.
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Er konnte ganz toll allein bleiben, jetzt nicht mehr. Er verstand sich mit allen Hunden, jetzt nicht mehr. Er ist wirklich unmöglich.............
Hunde, die nicht allein bleiben können, haben oft ein Problem damit generell die Distanz zu ihrem Besitzer zu wahren. Ich vermute, bei Euch geht es stark in die Richtung.
Bevor ich einem Hund beibringe zu mir zu kommen, muss er ersteinmal lernen meine Individualdistanz zu wahren und auf mein Signal hin wegzugehen!
Ich finde es immer sehr interessant, wenn ich Pflegehunde habe. Die verhalten sich bei mir oft total anders als es mir die Besitzer geschildert haben. Weil ich mich anders verhalte.
Unkas legt offensichtlich viel wert auf körperliche Distanz und Nähe. Und er leitet daraus viel ab. Vielleicht haben die Vorbesitzer (unbewusst) darauf bestanden, dass er Distanz wahrt und hatten diese Probleme deshalb tatsächlich nicht :wink:
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In diesem Forum hat man uns schon gesagt, dass er nun zu viel Aufmerksamkeit bekommt, die er vorher nicht bekam, was wir bestätigen können, aber Hund darf uns doch trotzdem nicht angreifen, egal wie sehr er sich jetzt als Star fühlt.
Er darf das trotzdem nicht... Mmh, offensichtlich funktioniert es nicht. Jetzt ist die Frage wer in dieser Beziehung derjenige ist, der sein Verhalten ändern sollte, damit das Miteinander sich ändert. Du oder der Hund?
Übrigens: Die Kastration wird an Deinem Verhalten gegenüber dem Hund gar nichts ändern :wink:
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Auf gar keinen Fall, wir haben genug Zeit, die wir auch gerne investieren, aber ein Kinobesuch ist manchmal schon schwierig, aber wir verzichten gerne.
Wozu? Damit der liebe Wauz auch noch diesen Teil des Lebens bestimmt?
Viele Grüße
Corinna