Beiträge von flying-paws

    Hallo,

    was meinst Du mit Mix-Fox-Terrier? Dass es ein Foxterrier-Mischling ist?

    Zitat


    1. Muß ein Hund kastriert werden?

    Natürlich nicht.

    Zitat


    3.Ab wann kommt ein Hund in die pubertät,und wie lange dauert so was?

    Bei kleinwüchsigeren Hunderassen in der Regel etwas früher und weniger lang als bei großen. Genaue Zeitangaben sind schwierig, weil jeder Hund anders ist.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich denke, es ist eine Stressreaktion. Das, was Dein Mann da tut, kann er nicht einschätzen - er weiß vermutlich nicht, ob es ein Angriff werden soll oder ein Spiel und versucht daher ihn zu bremsen. Ich kenn diese Art der Kontaktaufnahme von Männern und habe bisher noch nie einen Hund gesehen, der das gut fand. Die meisten Hunde springen dann gestresst herum und versuchen eine Spielaufforderung zu machen, was den meisten Menschen noch suggeriert, dass der Hund es gut finden würde. Die meisten Hunde schütteln sich aber nach so einer Situation (Stress abschütteln) und machen gedanklich drei Kreuze, wenn es vorbei ist.

    Ich würde diese Art der Begrüßung einfach nicht mehr machen und höflicher mit dem Hund umgehen, dann dürfte das Missverständnis nicht mehr entstehen.

    Mal ne Frage bei der Rassezusammensetzung. Was ist mit TW gemeint?

    Viele Grüße
    Corinna

    Das mit der Schilddrüse wurde ja schon erläutert.

    Generell sollte man Stresshunde daran hindern sich durch Laufen total hochzudrehen. Es ist im Grunde auch ein Suchtverhalten. Mein letzter Pflegeborder war da auch so ein Kandidat. Den habe ich bewusst nur an der drei Meter Leine Gassi geführt, damit er sich nicht in Rage rennt. Bewegung dient zwar dem Stressabbau, aber gerade bei so Dauerstressern ist das Maß schnell voll und es schlägt ins Gegenteilige um. Da würde ich eher Ausdauer in gemäßigtem Tempo machen!

    Typische Folge davon ist dann tatsächlich das ständige "Abscannen" des Horzionts nach Reizen. Ich vermute, dass dieses Verhalten eine Folge des Urahns unserer Hunde ist. Da ist irgendwie die Verknüpfung Stress = Suche nach sich bewegenden Objekten, also quasi Beute.

    Die Muskelverhärtungen entstehen quasi als Folge zur dauernden Stresshaltung (=Anspannung). Das Schöne daran ist aber (ähnlich wie bei der Schilddrüse), dass man die Psyche auch durch ein Lösen der Muskeln beeinflussen kann im positiven Sinn. Das heißt, man sollte versuchen den Hund aus der angespannten Stresshaltung rauszubekommen. Ich mache sowas ganz gern durch wirklich kniffelige Koordinationsaufgaben. Also Balancierübungen usw..., weil der Hund sich zum einen dabei auf sich selbst konzentrieren muss (Umweltreize werden nicht mehr derart massiv wahrgenommen) und - noch viel besser - der Hund bewusst bestimmte Muskeln anspannen und entspannen muss. Es ist nicht möglich, dass ein Hund in Stresshaltung z.B. langsam über eine Leiter balanciert!

    Durch Körperbandagen kann man dieses "zu sich finden" auch noch fördern.

    Wenn die Verhärtungen schon sehr massiv sind, könnte man auch ersteinmal physiotherapeutisch was machen... Massagen etc...

    Und zur Ernährung: Angeblich haben auch reine Hartweizennudeln eine positive Wirkung auf den Serotoninhaushalt. Ich bin da ja eher skeptisch, weil es eben Weizen ist, habe aber den Tipp schon weitergegeben und es gab tatsächlich schon Hunde, bei denen es was brachte.

    Manchmal ist Vermeidungstaktik auch sinnvoll. Musst Du durch die Stadt oder ist es vermeidbar? Ich gehe mit meinem Zeus nicht mehr in solche Situationen... Der Rest des Lebens ist dem schon genug.

    Viele Grüße
    Corinna

    Warum er knurrt kann ich Dir sagen. Er möchte, dass Du die Distanz zu ihm wieder vergrößerst.

    Für mich klingt das ganz wie mein Zeus damals: Er wurde in seiner früheren Familie mit Zuneigung "überhäuft", um nicht zu sagen - es wurde einfach darüber hinweggegangen, wenn er überfordert war mit Nähe und Enge. Für ihn waren solchen Situationen auch immer bedrohlich.

    Ich würde einen Hund in einer Situation, in der er Angst hat, nicht anfassen, denn das bringt in keiner Hinsicht etwas. Der Hund hat in dieser Situation eh schon Stress genug, da kann er irgendwelchen Körperkontakt nicht gebrauchen. Ein anderer Hund würde einen Hund in Panik auch in Ruhe lassen und nicht bedrängen.

    Die Situation auf dem Boden ist mit Sicherheit die Erinnerung aus der Vergangenheit. Ich würde das meiden, wenn Du Vertrauen aufbauen willst. Du kannst ihn ja nicht dazu zwingen Deine Nähe gut zu finden. Das einzige, was Du damit vielleicht erreichst ist, dass er versucht die Distanz vehementer wieder herzustellen. Wenn, dann würde ich sowas in ganz kleinen Schritten üben - z.B. seitlich in die Nähe gehen und mich unbeteiligt mit dem Rücken zu ihm auf den Boden setzten - so, dass er die Nähe zwar wahrnimmt, aber noch nicht in Drohen verfällt.

    Ich finde es gut, dass Du Dir soviel Mühe machst mit ihm! Es landen leider immer wieder Terrier im Tierschutz mit Aggressionsproblematiken...

    Viele Grüße
    Corinna

    Du solltest weniger menschlich denken. Ein Hund weiß nicht, dass andere Hunde eine andere Lebensgeschichte haben und seine eigene "verkorkst" ist.

    Es gibt einfach Hunde, die sich in den Vordergrund drängen und welche, die es nicht tun. Du solltest dieses aufdringliche Verhalten nicht aus Mitleid für längst Vergangenes tolerieren, sondern ihm Grenzen setzen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Erstmal vielen vielen vielen Dank für eure Antworten.

    Ihr macht mir Mut.

    Zur Auslastung: wir gehen mit ihr ganz normal gassi, toben und spielen zu Hause. Ich gehe mit ihr aufs Feld und wenn keiner in 100 Metern da ist - nehme ich ihr die Leine an und lass sie rennen.

    Das ist schön, aber keine Auslastung für den Hund ;)

    Wenn wirklich die Ausgangsrassen drin sind, die Du sagst, dann braucht der Hund nehben einer Umerziehung auch noch einen richtigen "Job" ;)