Leider ist er immer noch hier, weil die Mitfahrgelegenheit ausgefallen ist.
Ich suche also händeringend jemanden der irgendwie von Kassel Richtung Saarbrücken fährt. Oder am Wochenende auch gerne vom Frankfurter Raum Richtung Saarbrücken...
Leider ist er immer noch hier, weil die Mitfahrgelegenheit ausgefallen ist.
Ich suche also händeringend jemanden der irgendwie von Kassel Richtung Saarbrücken fährt. Oder am Wochenende auch gerne vom Frankfurter Raum Richtung Saarbrücken...
Zitat
Was ist das? Ist das nicht das selbe wie Herdenschutzhund?
Nein, das ist das, was Border Collies machen...
Zitat
Ja, das leuchtet mir ein. Aber es geht nach meinem Empfinden an der Frage nach Freude vorbei. Oder vielleicht doch nicht. Fühlt sich ein übermotivierter Hund weniger gut, wenn er den Dummy sucht? Sicher hat er mehr Stress und vergeudet Energie, aber fühlt er sich schlechter dabei? Oder ist dies nur unsere Interpretation, weil wir im Gegensatz zum Hund wissen, dass zuviel Stress schädlich ist?
Klar fühlt er sich gut. Hab ich doch mit dem Beispiel des sich tot arbeitenden BCs ausgedrückt, oder nicht ![]()
Was ist ein Working ESS?
Freude ist für mich schwer zu definieren. Ich kann das eigentlich nur für mich selbst. Sogar bei meinen Mitmenschen würde ich mir nicht anmaßen darüber zu urteilen, ob jemand wirklich Freude empfindet. Bei Tieren weiß ich das schon gar nicht...
Vielleicht sollten wir anstelle von Stress einen anderen Begriff benutzen?
Hach - alles nicht so einfach. Zumal man dann ja auch noch auseinanderdröseln müsste, ob der positiv empfundene Stress dem Körper wirklich gut tut, auch wenn es für die Seele schön ist. Mal am Bespiel Rauchen: Für die meisten eine Handlung, die Befriedigung (= Wohlgefühl) hervorruft. Aber für den Körper doch eigentlich Stress, weil er mit den Giften klarkommen muss.
Hunde arbeiten, weil sie genetisch bedingt motiviert (=gestresst) sind. Es befriedigt, daher tut es ein Hund. Der Hund fühlt sich wohl dabei.
Wenn aber die Motivation zu groß ist, wird die Arbeit schlechter. Es muss im Mittelmaß sein.
ZitatOb nun ein unerfahrener oder vielleicht auch falsch trainierter Retriever im Übereifer den Dummy erst überrennt oder ob er ihn auf die effizienteste Weise findet - glaubst du, der Hund empfindet den Moment des Findens anders, hat weniger Freude oder meinetwegen Befriedigung daran? Für den Hund ist doch nur der Erfolg wichtig, und nicht die Stilnote....
In meinem Beispiel ging es nicht um einen unerfahrenen Hund - das war eine Prüfung für die höchste Klasse. Es ging mir um die Effektivität der Arbeit. Und es war ein Beispiel dafür, dass eine sehr hohe Aktivierung des Hundes nicht zielbringender ist. Irgendwann kippt es über.
Mal zurück zur Natur: Ein Wolf, der vor lauter Übermut beim Anschleichen zu früh losrennt, wird keinen Erfolg haben. Einer, der vor Übermut schon bei der Suche herumrast und immer wieder die Spur verliert, verpufft Unmengen von Energie in dieser Zeit, die er ersteinmal wieder hereinbekommen muss.
Nun ist es aber bei unseren Haus- bzw. Arbeitshunden so, dass wir diesen ursprünglich ausgeglichene Stresslevel zum Teil züchterisch stark in eine Richtung gedrängt haben. Beim Border Collie z.B. ist Nachgewiesen, dass sie erheblich mehr Dopmanin im Gehirn haben als einige weniger "arbeitsgeile" Rassen. Das führt dazu, dass der Hund schneller motiviert, also auch schneller gestresst ist. Die Natur regelt das nicht mehr. Wenn man einen BC nicht bremsen würde, würde er sich totarbeiten. Mit Freude? Auf jeden Fall fühlt er sich gut dabei, so gut, dass er seine Grenzen nicht mehr spürt. Also steht er für mich ganz deutlich auch unter Stress.
Viele Grüße
Corinna
Wie oft gehst Du zum Pieseln mit ihm raus?
Viele Grüße
Corinna
Spannendes Thema. Das erste Bild finde ich schwer zu interpretieren - wie Spielsituationen generell, weil dort die Verhaltensweisen ganz schnell wechseln und aus verschiedenen Funktionskreisen zusammenkommen.
Beim zweiten Bild nimmt der Hund den Blick vom Schaf, um den Druck wegzunehmen - damit das Schaf sich nicht stellt.
Bild drei ist wieder eine Spielsituation...
Auf Bild vier fordert der Hund irgendwas, würd ich sagen.
Viele Grüße
Corinna
Koppelgebrauchshundausbildung gibt es auch noch...
Normal ist das sicher nicht. Wo kommen die Störungen her? Warum hat sie Probleme mit dem Laufen? Wie ist die Diagnose?
Viele Grüße
Corinna
Noch was: Interessant ist immer, dass Hunde, die richtig arbeiten (Jagdhunde, Hütehunde etc...) in der Regel vom Stresslevel niedriger gehalten werden als man es bei der "Bespaßung" vieler Familienhunde erlebt.
Vor Kurzem bin ich beim Durchzappen über einen Schwarz-Weiß-Film gestolpert. Es war grad eine Szene mit einem Deutschen Schäferhund (man, der sah richtig gut aus!), der einen Dieb stellen sollte. Der Hund wartete total ruhig und cool neben seinem Herrchen. Ganz anders, als man das bei diversen Dokus heute sieht, wenn der Drogenspürhund ausgepackt wird und kaum zu halten ist... geifernd un fiepend in der Leine hängt.
Und da ist für mich der Punkt: Ein Hund, der derart aufgedreht ist, arbeitet schlechter. Wenn ich meinen BCs das Hetzen erlauben würde (Jaaa - die finden das ziemlich geil!), dann wäre kein vernünftiges Arbeiten mehr möglich. Geschieht es doch mal im Zuge der Ausbildung - sie waren ja alle mal jung - dann hat man ersteinmal damit zu tun, den Hund wieder zu versammeln. Die Breitschaft wieder durchzugehen, ist dann besonders hoch.
Ähnliche Situation bei der Beobachtung beim Workingtest im Frühjahr: So mancher Labbi überrannte die Dummies zunächste einige Male bevor er fand. Sah natürlich total motiviert und eifrig aus, so ein herumrasender Hund... War aber nicht wirklich effektiv! Denn, wer soviel Energie für nichts verpufft und dann vor lauter Aufregung schlecht findet, arbeitet nicht besonders schlau
Da war so manch langsamerer Golden Retriever - sah natürlich nicht so spektakulär aus - effektiver am Werk.
Früher hab ich das Stressverhalten beim Ball werfen meiner Teak auch als Freude interpretiert. Heute bekomm ich kalte Schauer, wenn ich einen Hund in dem Zustand sehe. Ich denke, durch die Arbeit mit meinen Hunden hat sich für mich der Blick in dieser Hinsicht geändert. Im Gesicht des Hundes sehe ich, ob er arbeitet oder am Abdrehen ist. Und ich mag ersteres eben lieber.
Nichtsdestotrotz verschaffen sich meine Hunde auch ihren "Stress". Wenn sie zusammen toben, rennen und spielen sehen sie auch nicht grad ungestresst aus.
Und die Motivation, die man zum Training braucht, ist ja ein Synonym für ein gewisses Maß an Stress.
Andersherum übe ich ja auch, dass meine Hunde mit Stress klarkommen. Also Stress in einem konstruktivem Verhalten oder Entspannung mündet. Aber ich sehe für mich an keiner Stelle den Begriff Freude.
Viele Grüße
Corinna
Das, was gemeinhin als Freude interpretiert wird ist Stressverhalten.
Die eingestellten Bilder finde ich als Beispiel sehr interessant, denn genau da liegt wohl ein Punkt der (Fehl?)Interpretation: Der Hund hat hochgezogene Lefzen und zeigt die Zähne. Eine Verhaltensweise, die alle Hunde im Stresszustand machen, wenn sie das Maul offen haben. Sehr interessant ist der Rest vom Hund: Warum sollte ein freudiger Hund auf jedem Bild die Augen zu haben
Das ist ganz sicher kein Zufall.
Vor kurzem hatte irgendwer im Chat eine Abstimmung von Hundebildern eingestellt. Da hat der Hund mit Stressgesicht gewonnen.
Ich denke, man muss daher sehr sehr vorsichtig sein, was man vom Bauchgefühl her meint zu sehen.
Ich habe gar nicht das Ziel meinen Hunden Freude zu bereiten. Ich möchte Zufriedenheit haben. Auch wieder eine Interpretationssache: Das ist ein Zustand, der durch ruhige und konzentrierte Verhaltensweisen erreicht werden kann. Für mich ist ein "glücklicher" Hund, einer der nicht überdreht ist.
Sehr spannend finde ich meinen Spitz, den ich ja seit Ende August habe. Er hat sich ein Stressverhalten angewöhnt, bei dem alle Leute in Verzückung geraten. Es ist eine Art Spielaufforderung - aber er klopft dabei übertrieben mit den Vorderbeinchen. Ich muss das mal filmen. Dabei hat er natürlich ein totales Stressgesicht. Ich denke, er hat einfach die Erfahrung gemacht, dass er so Stresssituationen umlenken kann. Bei mir versucht er das auch, wenn er was ausfrisst. Blöd nur, ich geh nicht drauf ein. Das hat ihn anfangs sehr irritiert.
Viele Hunde wissen auch, dass sie mit Stressverhalten den Mensch lenken können. Ist eine Situation knifflig und der Hund kommt schwer zum Ziel, zeigt er Stressverhalten (typisch z.B. bei Labrador Retrievern: Rutewedelndes, "grinsendes" Herumhüpfen) und werden damit ihn Ruhe gelassen und bekommen gar noch positive Aufmerksamkeit!
Mir sind ehrlich gesagt ruhige Hunde die liebsten ![]()
Viele Grüße
Corinna