Beiträge von flying-paws

    Ich fasse mal zusammen:

    Du bindest Deinen Hund extrem stark an Dich und wunderst Dich dann, dass er "komisch" wird, wenn Du ihn woanders hingibst.

    Du findest es gut, wenn das Kind verteidigt wird und wunderst Dich, dass er zubeißt.

    Ich denke, Du solltest das Verhältnis zu Deinem Hund dringend überdenken.

    Hast Du eine Anzeige bekommen? Es besteht doch jetzt sicherlich Maulkorb- und Leinenzwang, oder? Wenn nicht, dann rate ich Dir dringend Deinen Hund nicht mehr ungesichert auf die Menscheit loszulassen. Maulkorb ist jetzt Pflicht!

    Es gibt übrigens in der Regel zwei Gründe warum ein Hund ein Kind verteidigt. Einmal, weil er mütterliche Gefühle hegt und zum anderen, weil er es als Ressource = Beute betrachtet.

    Welcher Fall bei Euch gegeben ist, kann ich nicht sagen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Du bringst ihm ersteinmal bei den Schlüssel anzuzeigen oder zu bringen. Anzeigen heißt z.B. sich immer vor den Schlüssel zu legen, setzen oder ihn anzubellen...

    Ich habe die Version mit dem Bringen geübt.

    Als meine Teak das verstanden hatte, hab ich ihn hinter etwas gelegt, so dass sie ihn nicht gleich sehen konnte (Grasbüschel etc.). Das habe ich dann langsam immer schwieriger gemacht, die Flächer immer größer. Irgendwann durfte sie beim Auslegen nicht mehr zuschauen...

    Jetzt sucht sie eine Fläche solange ab, bis sie was findet.

    Hat mich schonmal gerettet als ich meinen Schlüssel auf einer großen Weide verloren hatte.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    naja die Kamerune sind halt ziemlich pflegeleicht... deswegen habe ich Kamerune.

    Das sind wildschafe? wuste ich auch nicht.

    Kamerunschafe sind vom Verhalten her der wilden Form der Gattung Schaf sehr nah. Das heißt, sie haben zum Beispiel andere Taktiken wie sie bei Angst und Aufregung reagieren. Während ein Fleischschaf bei Gefahr immer zu den anderen läuft, rennen Kamerunschafe eher auseinander und streuen sich. Das Zusammenlaufen ist aber gerade für einen Hund, der mit der Ausbildung beginnt, sehr wichtig. Das Zusammenhalten der Schafe ist zwar genetisch verankert beim Koppelgebrauchshund, aber auch der muss das ersteinmal durch Erfahrung lernen. Und Kamerunschafe überfordern solche Hunde.

    Ich hatte bis zum Sommer auch mehrere Kamerunschafe und Kamerunmischlinge in der Herde. Die sind nie dahin gegangen, wo die anderen Schafe hin sind. Meine Hund musst immer sehr darauf achten, dass sie diese Schafe auch unter Kontrolle halten.

    Die jungen und untalentierteren Hunde, die auch an meiner Herde trainieren, waren mit diesen Schafen überfordert, deshalb hab ich diese dann immer aussortiert.

    Zitat


    Ja ich versuche das alles mal. aber nur mal so, könnte man ein schaf nicht vieleicht sogar mit dem Klicker zam bekommen??? das hört sich vieleicht doof an aber die Phsychologie ist nun mal bei jedem Lebewesen ähnlich...

    Man kann ein Schaf natürlich klickern - habe ich auch schon gemacht. Für Behandlungsmaßnahmen würde ich mir angewöhnen die Schafe regelmäßig in einem Pferch oder Stall zu füttern - bei Bedarf kannst Du dann die Tür einfach zumachen. Auf engem Raum kann man die Tiere dann gut fangen.

    Ich würde solche Schafe ehrlich gesagt nur mit Anhänger von einer Weide zur anderen bringen... Mir wäre das Risiko zu groß, dass sie abhauen und einen Unfall verursachen.

    Du solltest Dich bei Deinem Plan eh mal erkundigen, ob Deine Versicherung für Schaden aufkommen würde, wenn Du "ungesichert" mit Deinen Schafen durch die Gegend spazierst.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat


    Aber diese gebetsmühlenartige Wiederholung der Aussage, alle Hunde, egal welche Rasse, egal welche Auslastung, egal welche Haltungsumstände, müssten um Himmels willen davon abgehalten werden wirklich mal Trieb und Power zu entwickeln - wenn ich diese übergewichtigen, vollkommen energiefreien mittelalten Retriever und Labradore und wasesnichtallesgibt dann komplett unbeteiligt neben ihren ähnlich gelagerten Herrchen und Frauchen beim Spazierengehn treffe, dann kommt mir Mitleid hoch. Und das nicht für die armen, gestressten Herrchen und Frauchen.

    Mich nerven die Besitzer, die ihren Hund "zur Auslastung" (mich gruselt schon der Wortlaut) ab und an hinter einem Ball herhetzen lassen. Ich kenne Menschen, deren Hunde wenden sich ihnen nur zu, wenn die einen Ball oder ein Stöckchen in der Hand haben.

    Meine Hunde arbeiten übrigens schlechter, wenn sie vorher mit einem Ball hochgepuscht wurden. Ich finde, das sagt schon genug aus.

    Wir können natürlich auch gerne die ganzen körperlichen Vorgänge aufdröseln - die machen es aber auch nicht besser.

    Viele Grüße
    Corinna

    Die homöopathischen Mittel werde ich nicht verraten ;) Nicht, weil die supermegageheim sind, sondern weil Du für Deinen Hund die passenden brauchst ;) Mittlerweile habe ich bei meiner Teak einigermaßen eingegrenzt was bei ihr zu Anfällen führt. Es ist eine Kombination aus bestimmten Stressfaktoren... Mittlerweile bekommt sie ja auch nichts mehr an Mitteln.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Und ja wir waren beim Tierarzt... aber dass ist ja ohne hin schon hinfällig nachdem man hier als Unmensch kritisiert wird!

    Nunja, ich musst ehrlich gesagt auch ein wenig schlucken als ich die Geschichte gelesen habe. Das Problem ist eben, dass wir hier nur die "nüchternen" Worte lesen können und da klingt es zum Teil schon ein wenig hart, wie Du es geschrieben hast.

    Ich denke, es wäre gut, wenn Du das Vet-Amt über die Zustände dort informieren würdest.

    Ich wünsche Eurem Kleinen gute Genesung.

    Viele Grüße
    Corinna