Beiträge von flying-paws

    Ich muss schon sagen, dass ich ein Problem damit hätte einen Hund zu halten, den ich nur abhalten muss...

    Ich habe eine Kundin, die hat einen Mix, der ist passionierter Jäger hoch drei. Wenn sie das Haus verlässt, ist der Hund "auf der Jagd". Und das, obwohl sie wirklich sehr geschickt ist in der Erziehung und dem Hund versucht Ersatz zu bieten. Sie sagte mal zu mir, dass es für sie und diesen Hund nur einen Ort gäbe, an dem sie entspannt spazieren gehen könnten: Das ist die Innenstadt.

    Klar, das ist ein Extrem, aber davon habe ich ein paar in meiner Hundeschule. In der Regel sind das Mischlinge oder Tierschutzhunde unbekannter Herkunft.

    Für mich kommt nur ein Hund in Frage, dem ich nicht zeitlebens etwas verwehren muss, für das er lebt...

    Viele Grüße
    Corinna

    Es gibt durchaus Hunde, die sind "Opferhunde".

    Ich habe so ein Exemplar in meiner Hundeschule - eine ganz unsichere Labrador Retriever-Hündin. Sie benimmt sich wie ein Welpe. Beschwichtigt immer übertrieben, schmeißt sich auf den Boden - sehr extrem. Mittlerweile keift sie auch gerne mal prophylaktisch herum.

    Das Problem: Sie bekommt dafür von anderen Hunden gerne die Hucke voll. Denn das Verhalten ist nicht angemessen für eine erwachsene Hündin. Ich vermute, dass die anderen Hunde sie nicht in der Gruppe haben möchten wegen ihres unpassendes Verhalten und es oft nicht anders zu beantworten wissen. Ein solches Rudelmitglied wäre ja ein massiver Schwachpunkt in der Gruppe.

    Ich würde in einem solchen Fall den Kontakt zu ganz fremden Hunden meiden und nur mit denen suchen, bei denen ich weiß, dass die nicht noch draufhauen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Ganz so einfach sehe ich es nicht.

    Ein Welpe oder zweijähriges Kind hält einen Tabubereich nicht ein nur weil er mit dem Wort "Tabu" belegt ist.
    Und darauf achten das die Tür immer zu ist wird das Kind auch nicht.

    Das habe ich auch nicht behauptet. Aber man kann es ihnen beibringen. Schießlich kann man ihnen ja auch viele andere "Tabus" beibringen, wie z.B. nicht auf die heiße Herdplatte zu fassen, nicht den Teller des Kindes zu leeren, nicht aufs Sofa zu springen, nicht die Gläser auf dem Tisch umzuwerfen etc. etc...

    Zitat

    mein Sohn ist Feuer und Flamme für den Hund. ich wüsste nicht wie ich einen Bereich abtrennen soll. Es ist ja nicht gerade ein kleiner Welpe, er kommt ja überall drüber. Gibt es da irgeneine Vorrichtung?

    Eigentlich braucht man da nichts spezielles. Man kann ja einfach Tabubereiche schaffen. Kinderzimmer zum Beispiel. Man könnte auch ein Gitter anbringen. Oder ihr leint ihn zwischenzeitlich an, damit er sich nicht frei durch die ganze Wohnung bewegen kann.

    Ich habe insgesamt den Eindruck, dass Du den Welpen schlecht unter Kontrolle bekommst. Daran solltest Du dringend arbeiten, denn ein Ridgeback ist - und wird es auch zukünftig nicht sein - nicht unbedingt ein zurückhaltendes Naturell. Daher würde ich das von Anfang an üben, sonst wird es zu Pubertätszeiten ein richtiger Kampf.

    Viele Grüße
    Corinna

    Wenn das ständig so geht, dann hat der Zwerg das Nein wohl kaum verstanden, oder ;)

    Außerdem solltet ihr es schon abbrechen, wenn er Eure Tochter anpeilt.

    Bei mir gibt es eine Vorwarnung = "Nein" und dann starte ich eine (Schein)Attacke auf den Hund. Dabei sollte der Welpe sich am besten deutlich abducken, den Kopf wegdrehen und beschwichtigende Signale zeigen. Danach nicht betüddeln oder irgendwas, einfach igorieren. Startet er einen nächsten Versuch (was zu erwarten ist), wieder sehr deutlich werden.

    Viele Grüße
    Corinna