Das Tragen ist genetisch verankert. Es ist quasi das Ende der Jagdsequenz, wenn die Beute weggetragen wird. Mein Retriever und einigen andern Jagdhundrassen hat man es züchterisch verstärkt.
Wie häufig der Hund dieses Verhalten zeigt, hat mich Sicherheit was mit der Veranlagung zu tun. Ist aber oftmals auch erlerntes Verhalten in einer Verhaltenskette. Ein Hund, der geil ist auf Wurfspiele wird relativ schnell lernen, dass ich das Beute zum Mensch tragen lohnt, weil dann das Werfen folgt. Als meine Teak noch aktiver Balljunkie war, hat sie dauernd Bälle und Stöcke herumgetragen. Heute macht sie das gar nicht mehr. Die würde nie auf die Idee kommen um des Tragens willen was zu tragen! Wenn, dann hat es als Endziel immer, doch nochmal jemanden zum Schmeißen zu bekommen (was Frauchen verhindert
).
Dann sei noch erwähnt, dass die Motivation das Tragen zu zeigen natürlich umso höher ist, je "wertvoller" (aus welchem Grund auch immer) die Beute erscheint.
Mein Spitz hat diesen Instinkt übrigens auch gut verankert. Er trägt so gern Dinge herum, dass ich nun mit Dummy-Training angefangen habe. Mein Spitz-Mix Bobby dagegen hat selten was getragen. Wenn dann nur Dinge, die sich für ihn lohnten - Fressbares z.B...
Meine Border Collies tragen von sich aus alle gar nichts.
Viele Grüße
Corinna