Beiträge von flying-paws

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    Relativ gesund und robust sind wohl all die Rassen bzw. Linien, bei denen noch eine irgendwie geartete Arbeitsleistung im Vordergrund steht und die nicht primär nach äußeren Gesichtspunkten selektiert werden!

    :gut:

    Altdeutsche Hütehunde z.B... wobei das keine Hunde sind für Leute, die "nur" einen netten Begleiter suchen.

    Da würde ich dann mal eher zum Spitz raten =)

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    Wehret den Anfängen...

    So ist es. Oftmals neigen ursprünglich ängstliche Hunde dazu ihr Verhalten auszubauen und ein Hobby draus zu machen. Ich denke, der Schritt ist bei Euch bereits vollzogen - Dein Mann ist eigentlich nicht mehr gruselig, aber sie hat sich das Verhalten in der Wohnung angewöhnt und fühlt sich dabei auch (warum auch immer) bestätigt.

    Ich würde nicht versuchen durch irgendwelche Fütterungsmaßnahmen durch Deinen Mann da irgendein Band herzustellen, was gar nicht da ist, sondern ihr vielmehr beibringen, dass sie zu akzeptieren hat, dass er da ist.

    Vorsorge ist besser als Nachsorge: Wenn sie schon knurrt, dann hast Du verpennt sie frühzeitig aus der Situation zu "verbannen".

    Es gibt unter Hunden (das praktizieren Hunde untereinander oft sehr konsequent) eine einfaches System: Kannst Du Dich im Rudel nicht benehmen, schau es Dir von außen an, solange bis Du es kannst.

    Und man sieht immer weit vor dem ersten Knurrer, dass die Situation in diese Richtung geht.

    Das heißt im Klartext: Wenn Du siehst, dass sich da was in diese Richtung anbahnt - sie anfängt steif zu werden, diesen bestimmten Blick zu bekommen usw.., dann schick sie weg. Irgendwohin, wo sie aus der Situation raus ist.

    Das zeigt ihr nicht nur, dass Du das nicht akzeptierst, sondern schafft für sie auch die Möglichkeit einen Weg zu finden, wie sie mit sowas zukünftig für sich selbst gut umgehen kann. Frei nach dem Motto: "Ist es mir zuviel, kann ich ja weggehen."

    Viele Grüße
    Corinna

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    Corinna: soweit ich das beurteilen kann werden die Übungen dem LEistungsstandard angepasst.

    Wir waren halt nur beim Schnuppertag, wo die Trainerin alles mal vorstellen wollte.

    Ja, diese Phasen, wo die Hunde nur warten müssen gibt es auch, aber nach dem ersten Training muss ich mit ihm das auch erstmal üben.

    Manchmal hampeln die Hunde herum, weil sie überfordert sind. Das Programm, was Du da beschreibst ist ja schon ganz ordentlich für einen Anfängerhund - falls Deiner ein solcher ist...

    Ich habe einen Hütehundmix im Dummytraining. Dieser Hund macht eigentlich zu 90% Steadinessübungen und darf zu "harten" Zeiten manchmal in der ganzen Stunde kein einziges Dummy holen! Wir legen dann aus und werfen Markierungen - und der Hund darf die Dinger nicht holen. Die Erwartungshaltung wird nicht erfüllt, schon gar nicht, wenn er herumkaspert. Meist steht dann eine ruhige Aufgabe an, die mit dem Dummy nichts zu tun hat, wie z.B. Fussgehen.

    Diese Übungen sind für Hütehunde das A und O! Damit verbringt man in der Regel deutlich mehr Zeit als mit dem Apportieren an sich.

    Wichtig ist auch, dass Du ganz gezielt ruhiges Verhalten bestätigst. Ständig und andauernd. Also auch den Hund im Blick haben, wenn man grad nicht dran ist.

    "Tödlich" ist dagegen, wenn man durch dauernde Aufgaben versucht dem entgegen zu arbeiten.

    Ich habe z.B. meinem BC von Anfang an beigebracht, dass sie grundsätzlich nie dran ist, wenn sie mit der Befreiungsleine abgelegt wird. Ich habe das auch immer wieder bestätigt. Jetzt ist sie 1,5 Jahre alt und ist mit Leine dran deutlich im Standby - das heißt sie ist richtig entspannt. Wenn ich sie lang genug warten lasse, dann kringelt die sich sogar irgendwann ein und schläft!

    Sitzt sie neben mir, ist sie auf Sendung und beobachtet jedes fallende Dummy. Allerdings auch ruhig. Trotzdem ist sie dann "an".

    Ich denke, Du solltest Dir auch irgendso ein Ritual aufbauen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Gibt es Steadinessübungen?

    Werden die Übungen auf den Leistungsstand der Hunde angepasst?

    Gibt es auch Phasen, wo die Hunde nur warten müssen?

    Ich kenne übrigens das Problem mit hibbeligen Aussies bzw. Hütehunden im Dummytraining sehr gut - in meiner Gruppe sind drei Aussies und noch andere Hütehunde...

    Viele Grüße
    Corinna
    PS: Ich verschiebe das mal in die Rubrik Dummytraining ;)

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    :lol: Irgendsowas grässliches hatte ich schon geahnt... ich immer mit meiner romantischen Ader...

    Naja, ich finde es ziemlich unromantisch, wenn ein Hund durch offensiv aggressive Verhaltensweisen anfangen muss sich abzugrenzen.

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    Wie meinst Du das denn konkret, tatsächlich mehr ignorieren, auch mal öfter wegschicken, wenn sie von selber ankommt oder irgendsowas?

    Ich würde gar kein "von selbst ankommen" mehr akzeptieren.

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    Ressource bin ich ja zwangsweise, ich muss mit ihr raus, ich muss füttern... aber halt sonst keine Ressource sein, meinst Du?

    Das hat nichts damit zu tun.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ja, Du kannst etwas ganz einfaches tun: Nicht mehr als Ressource auftreten.

    Ein Hund, der einem permanent an den Fersen klebt und immerzu ganz ungeniert Körperkontakt aufnimmt, ist nicht besonders verbunden mit seinem Menschen, sondern schlichtweg frech und auf der Suche nach Grenzen.

    Viele Grüße
    Corinna