Beiträge von flying-paws

    Moment mal - es kam die Anmerkung, dass ein Schutzdiensthelfer für Leute mit Hunde mit Aggressionsproblemen an sich qualifiert seien:

    Zitat

    Wir haben gute Schutzdiensthelfer und einige Diensthundeführer bei uns im Verein, also Leute, die sich mit Aggression durchaus auskennen, naturgemäß wäre für wirklich schwere Fälle auch entschprechende Schutzkleidung vorhanden.

    Wenn also dort nicht mehr Aggressionen hervorgerufen werden, wie bei jedem normalen Familienhund auch, dann sind diese Leute genauso wenig qualifiziert für dieses Problem wie ein Agility-Sportler, ein Dogdancer oder was auch immer.

    Umkehrschluss: Kennen sich diese Leute doch mehr aus, dann wird der Hund im Schutzdienst natürlich in seinen aggressiven Verhaltensweisen gefördert.

    Viele Grüße
    Corinna

    Wenn Schutzdienst nichts mit "den Hund aggressiv machen" zu tun hat, dann kennt sich ein Schutzdiensthundesportler genauso viel oder wenig mit aggressiven Verhaltensweisen aus wie jeder andere auch.

    Ansonsten wäre für mich dann die Frage, ob Schutzdienst aggressive Verhaltensweisen fördert mal wieder ganz oben und eigentlich ein Zeichen dafür, dass man das mit einem Begleithund besser lassen sollte.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Die *beknackte* Patricia McConnell haelt solche Uebungen fuer Trainer auch auf ihren Seminaren ab.

    Nur sind das nicht ihre eigenen Hunde sondern Hunde die sie dafuer aussucht.

    Das würde ich nicht mitmachen. Warum soll man einen Hund absichtlich in eine Situation bringen, in der er sich nicht anders zu helfen weiß?

    Ich finde das dem Hund gegenüber unfair. Er ist Versuchskaninchen damit sich andere ausprobieren können.

    Zitat

    Auch das gehoert dazu wenn man sich Trainer nennt....mit den HH's einen Rapport aufbauen. Ist der Rapport erst mal da lassen auch die sich sehr leicht lenken....schliesslich sind es ja die Besitzer die letztendlich den Kontakt zu einem HT ersuchen, also ist der generelle Wille Aenderung zu schaffen schon da.

    Du hast es inhaltlich falsch verstanden. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass das schwieriger ist als jemanden in der Grunderziehung zu lenken. Insofern wundert es mich nicht, dass viele Trainer das nicht können bzw. scheuen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Echt ? Ich dachte, das seien die Terrier :lol:

    Mein Spitz reiht sich da auch ein.

    Zuerst tanzt er mir was vor (was bei Fremden regelmäßig zu "Ach wie süß"-Ausstössen führt) und dann schmeißt er sich in der nächsten Instanz auf den Rücken - sieht aus, als ob ich ihn immerzu verprügele. Aber er hat gut verknüpft - wo auch immer - in der Zeit vor mir, dass er damit den Dingen entgehen kann. Er ist immer ziemlich enttäuscht, dass die Nummer bei mir nicht zieht :D

    Björn: Du musst eben auch bedenken, dass viele Trainer aus dem Sportbereich kommen und sich eigentlich nur in dieser Ausbildung auskennen.

    Vielleicht wäre es zukünftig besser zwei Berufsbezeichnungen einzuführen... =)

    Training mit aggressiven Hunden ist schon ein Kapitel für sich. Am schwierigsten wegen der Besitzer, finde ich. =)

    Insgesamt finde ich aber schon, dass auch ein Trainer seine Grenzen kenne sollte und da würde ich auch eher dafür plädieren, dass er ablehnt, wenn er das nicht kann...

    Und man muss auch mal weiterdenken: Richtige heftige Problemhunde bekommt man ja nicht unbedingt immer zum unkompliziert-normalen Wauz umgekrempelt. Bei massiven Defiziten ist das Training evtl. nur noch Schadensbegrenzung und Managment mit dem Problem des Hundes. Das macht sich natürlich werbetechnisch nicht immer so gut - denn Werbung läuft bei Hundeschulen nunmal am meisten über Mundpropaganda. Da macht es sich doch besser, wenn man nur den unkomplizierten Lumpi ausbildet, der dann ein tolles Aushängeschild ist ;)

    Außerdem sind die meisten Hundebesitzer mit wirklich aggressiven Hunden nicht so einfach, weil da Dinge seit Jahren falsch laufen und Änderungen bekanntlich sehr sehr schwer sind. Da muss man zum Teil schon tricksen usw... Wie z.B. beim Thema Maulkorb. Für die meisten ist das ein No-Go! Ich habe immer den Eindruck, dass da eine psychologische Sperre dranhängt, denn: Wenn man sich mit diesem Ding in die Öffentlichkeit wagt, dann gesteht man ja ganz offensichtlich ein, dass der Hund nicht "versehentlich" gebissen hat (und man ein unfähiger Hundebesitzer ist), sondern man ihn tatsächlich selbst als aggressiv anerkennt!

    Viele Grüße
    Corinna