Beiträge von flying-paws

    Ich glaub, Du bist da einigen Irrtümern aufgesessen...

    Hundeverhalten sollte man nicht menschlich interpretieren.

    Im Grund beschreibst Du einen Hund, der verzweifelt danach sucht, dass einer endlich mal klar Position bezieht.

    Ein Hund, der pinkelt zur Begrüßung ist schlichtweg unsicher und kann seinen Menschen nicht einschätzen. Daher macht er die Begrüßung so übertrieben.

    Besonders übertrieben begrüßt wird übrigens immer derjenige, bei dem man sich am unsichersten ist. Das ist keine Freunde, sondern das Absichern, welche Rolle man im Rudel hat. Ein souveräner Erwachsener Hund würde dem eine deutliche Grenze setzen und damit klarstellen wer das Sagen hat. Menschen neigen dazu dieses Verhalten noch zu belohnen. Ist dann der Hund an anderer Stelle aufmüpfig, bekommt der Hund plötzlich Verbote ausgesprochen. Das passt aber alles nicht zusammen, daher beginnt der Hund die Person, bei der er sich am unsichersten ist in der Rangfolge, zu verfolgen. In der Hoffnung endlich Grenzen zu finden.

    Tauchen die nicht auf, ist das ein riesen Stressfaktor für den Hund. Ein Mensch, der sich so wenig "cheffig" verhält ist nicht gut als Rudelführer. Nicht nur das dauernde Verfolgen macht Stress, auch die Unversehrheit eines Rudels ist dadurch gefährdet.

    Du solltest Dich unbedingt mit Hundeverhalten vertraut machen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich denke, Du brauchst jetzt Begegnungen mit souveränen Althunden, die nicht auf die Provokationen eingehen, aber ihr klar Grenzen setzen.

    Das, was sie da zeigt ist ein typisch "schwankendes" Verhalten in dem Alter. Sie provoziert - noch nicht richtig ernsthaft böse, aber ziemlich deutlich - und möchte Grenzen gesetzt bekommen. Je nachdem, wie sich der andere Hund verhält, wird es in die ein oder andere Richtung gehen. Ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass sie mit diesem Verhalten nicht zum Erfolg kommt und darauf bestehen, dass sie sich zurückzieht!

    Viele Grüße
    Corinna

    Deine Freundin kann sich freuen. Denn das, was sie tut, wird nicht permanent vom Hund kontrolliert.

    Das ist bei Dir offensichtlich anders. Ich würde dem Knaben das mal schleunigst abgewöhnen, denn das ist ziemlich frech Dich permanent zu verfolgen und Deine Tätigkeiten unter Obacht zu halten. Ein Rudelführer würde sowas nicht eine Minute zulassen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Und zum Thema, keine dünnen Leinen mehr, in diesem Video sieht man sehr gut, dass die dünnen Leinen in diesem "neuen" Halsband am sensiblen Bereich des Hundes fixiert sind...:

    http://www.youtube.com/watch?v=79MYqDAqjRM

    Das Prinzip ist auf deutschen Hundeplätzen auch üblich. Insofern nix neues... man nutzt den empfindlichsten Punkt am Hals.

    Und er hat eben ein Konstrukt gebastelt, damit der obere Teil nicht von der empfindlichsten Stelle rutschen kann.

    Zitat

    Beispiel 2: Wir kommen nachhause/ bekommen Besuch. Maja bleibt brav unten; springt nicht, kratzt nicht. Als Belohnung soll sie nun Streicheleinheiten vom ankommenden Menschen erhalten. Sobald das geschieht, dreht sie auf, fängt an zu springen und flitzt durch die Wohnung :roll:

    Das Betascht werden ist in diesem Fall kein Lob für den Hund, sondern Bedrängung. Sie baut den Stress durch das Herumspringen ab.

    Viele Grüße
    Corinna