Ich glaub, Du bist da einigen Irrtümern aufgesessen...
Hundeverhalten sollte man nicht menschlich interpretieren.
Im Grund beschreibst Du einen Hund, der verzweifelt danach sucht, dass einer endlich mal klar Position bezieht.
Ein Hund, der pinkelt zur Begrüßung ist schlichtweg unsicher und kann seinen Menschen nicht einschätzen. Daher macht er die Begrüßung so übertrieben.
Besonders übertrieben begrüßt wird übrigens immer derjenige, bei dem man sich am unsichersten ist. Das ist keine Freunde, sondern das Absichern, welche Rolle man im Rudel hat. Ein souveräner Erwachsener Hund würde dem eine deutliche Grenze setzen und damit klarstellen wer das Sagen hat. Menschen neigen dazu dieses Verhalten noch zu belohnen. Ist dann der Hund an anderer Stelle aufmüpfig, bekommt der Hund plötzlich Verbote ausgesprochen. Das passt aber alles nicht zusammen, daher beginnt der Hund die Person, bei der er sich am unsichersten ist in der Rangfolge, zu verfolgen. In der Hoffnung endlich Grenzen zu finden.
Tauchen die nicht auf, ist das ein riesen Stressfaktor für den Hund. Ein Mensch, der sich so wenig "cheffig" verhält ist nicht gut als Rudelführer. Nicht nur das dauernde Verfolgen macht Stress, auch die Unversehrheit eines Rudels ist dadurch gefährdet.
Du solltest Dich unbedingt mit Hundeverhalten vertraut machen.
Viele Grüße
Corinna