Beiträge von flying-paws

    Dummytraining ist das Training bei dem er seinen Jagdinstinkt ausleben kann. Da dieser sich erst noch vollständig entwickelt, ist es oft einfacher dem Hund Dinge beizubringen, wenn dafür der Instinkt schon ausgereifter ist.

    Das Beute tragen ist ja in der Regel so tief verankert beim Labrador Retriever, dass er das als Welpe und Junghund schon macht. Aber ein richtiges Training ist dann doch noch etwas anspruchsvolle für so einen Zwerg.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    ab einer gewissen Entfernung bedeutet "Kontrolle" mit der Schlepp nur ein leichtes Zupfen, das beim Hund ankommt und ihn mal so gar nicht stört, wenn er irgendwas schönes zu fressen im Gebüsch gefunden hat. Er hört besser, wenn ich Pfui! und Nein! in seine Richtung brülle, als wenn ich ihm am Geschirr zupfe.

    Braver Hund :pfeif:

    Durch das Locken liegt sein Augenmerk auf seinem Spielzeug und den Leckerchen. Er nimmt daher nicht wahr, dass er in sein Körbchen geht, sondern er konzentriert sich auf die Belohnung. Für ihn hat das Kommando daher vermutlich im Augenblick die Bedeutung "Frauchen hat was schönes für Dich". Daher dreht er sich auch sofort um, wenn Du das sagst ;)

    Ich würde es andersherum machen. Stell Dir in die Nähe des Körbchens Leckerchen, an die er nicht rankommt und die immer da stehen. Wenn er zufällig von selbst in sein Körbchen gegangen ist (er ist schon drin), schmeißt Du kommentarlos eine Belohnung rein. Das würde ich ersteinmal so oft üben, bis er immer mal wieder von selbst ins Körbchen geht, weil er weiß, dass sich das lohnt. Dann würde ich das Kommando einführen. Aber das Loben weiterhin ohne viel Tamtam, einfach nur eine Belohnung reinschmeißen, wenn er drin ist.

    Das mit dem Dummytraining ist eine tolle Idee. Ich würde noch ein viertel Jahr warten oder vielleicht sogar ein halbes und dann damit anfangen. In der Zeit könntest Du Dich in das Thema einlesen, es gibt nämlich viel gute Literatur dazu ;)

    z.B.


    Oder auch DVD's

    Ich wickel da nichts auf, die Leine schleift einfach hinter mir her :???:

    Bei meiner Teak hätt ich auch mit fünf Metern arbeiten können, aber mit meiner Chill ist mir das ehrlich gesagt zu nervig. Zum einen saust die ganz schön rum, da komm ich so kaum hinterher, und zum anderen ist es besser, wenn ich nicht zu nah dran bin, weil sie sich sonst sofort an mir orientiert.

    War vermutlich ein AH, oder? Der kann nicht anders als nah laufen und zwicken. Allerdings sollte das ohne Verletzungen ablaufen. Manchmal (gerade, wenn der Mensch gestresst ist, weil die Autofahrer nicht warten wollen) wird 's dann eben etwas zu heftig, weil der Hund den Stress merkt. Das Problem habe ich auch immer wieder, wenn ich auf Straßen unterwegs bin. Ich hab dauernd das Gefühl, ich muss mich beeilen, weil alle genervt sind. Gerade, wenn ich dann Chill dabei habe, die für meinen Stress superempfänglich ist, geht es dann schnell mal rund, dass auch die Schafe verletzt werden können.

    Zitat

    Jeder vernünftige Border Collie ist schaf(jagd)süchtig. Deswegen arbeitet man ja auch mit Strafe und negativer Verstärkung beim Hüten..die Schafe sind die ultimative Belohnung...schade, wenn man so offensichtliche Dinge übersieht...

    Da ist ein deutlicher Unterschied. Ein Balljunkie würde auch Dinge tun, die ihm langfristig schaden, in vielleicht umbringen würden.

    Bei einem Arbeitshund wäre das nicht wirklich gut. Meine Chill z.B. ist mir zuviel Junkie bei der Arbeit an den Schafen, weil sie zu wenig nachdenkt. Sie hat z.B. derzeit eine Gehirnerschütterung, weil sie sich sofort in die Konfrontation mit einem Mutterschaf stürzt - aus puren Arbeitseifer. Zuviel davon, zu wenig Hirn.

    Teak und Cooma tun sowas nicht. Die kann ich auch schicken, wenn irgendwo Stachdrahtzäune, böse Mutterschafe etc. sind, weil sie während der Arbeit noch gegen ihren Instinkt entscheiden können - ohne, dass ihnen das jemand sagen muss! Sie sind nicht so abhängig, dass sie sich dafür umbringen würden. Die beiden können auch andere Dinge tun, wenn Schafe anwesend sind. Chill kann das nicht. Die sieht nur Schafe und kann nicht abschalten im Kopf.
    Es ist Veranlagung und meine Schuld. Ich habe genau das alles gefördert als sie jung war.

    Für mich wäre ein Jagdhund, der blind durch Stacheldraht rennt, kein guter Jagdhund.

    Viele Grüße
    Corinna

    Teak macht das eigentlich von sich aus so, es sei denn ein Lamm rückt ihr zu nah auf die Pelle :D

    Junge Lämmer reagieren einfach nicht auf Hunde in der Art wie es ältere Lämmer oder erwachsene Schafe machen. Cooma nockt die immer mit einem Bodycheck um und steht dann ratlos daneben, weil die kleinen Dinger sich dann wieder hochrappeln und plärrend auf der Stelle stehen. Erwachsene Schafe hauen dann ab oder stellen sich. Sie steht dann wirklich so da :???: Ist aber auch erst ihre zweite Lammzeit.

    Hier noch ein ganz kurzes Video von Teak im Pferch. Sie soll die Schafe so stapeln, weil hinten das Loch für das Klauenbad ist, wo die Wolldinger durch sollen und nicht wollen...

    [youtube]

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    Ich finde die Körperhaltung klasse und wie vorsichtig sie ist!

    Sie muss so vorsichtig sein, weil sich sonst dauernd die Mütter mit dem Hund anlegen.

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    Wie alt ist die Maus denn???

    Zehn oder elf. Allerdings ist sie schwer rückenkrank, daher läuft sie so bucklig.

    Zitat

    aber sag mal, am Schluss, dass Lamm

    interessiert Teak sich nicht dafür?

    Ich versuche meinen Hunden beizubringen, dass sie die Lämmer weitestgehend ignorieren und nur die Großen schieben, solange die Lämmer noch nicht adäquat auf den Hund reagieren, sieht man ja in der Sequenz vorher, dass das Lamm noch keinen Plan davon hat, dass es Angst vorm Hund haben sollte. Wenn die Lämmer so jung sind, laufen die eh hinter ihren Müttern her - es reicht also, wenn die Großen geschoben werden.
    Die Lämmer fangen dann irgendwann an sich das Verhalten von Mama abzuschauen und weichen dann auch vor den Hunden.