Beiträge von flying-paws

    Ich schrieb nicht aus Zufall "kann es sein", was gleichzeitig bedeutet, dass es auch nicht sein kann ;)

    Durch meine Tätigkeit lerne ich eine Menge Welpen und Junghunde kennen und begleite sie (gern) durch diverse Phasen. Insofern kann man da schon Zusammenhänge erkennen. Was man vielleicht noch dazu sagen sollte: Bei Rassen, die vom Naturell her sowieso zurückhaltender und ängstlich sind, wiegen derartige Defizite oft schwerer.

    Bei einem mutterlosen Wurf würde ich nur "zuschlagen", wenn es eine fähige Ersatzmutter gibt, die die Zwerge auch erzieht. Ab dem Alter von fünf/sechs Wochen beginnen nämlich die Mutterhündinnen damit den Welpen Grenzen zu setzen. Innerhalb von ein bis zwei Wochen machen die Welpen da ganz prägende Erfahrungen: Mit Fruststiuationen umgehen zu lernen. Wenn das da nicht stattfindet, hapert's da sehr oft, was Besitzer und andere Hunde nicht selten zu spüren bekommen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Da DSHs und Labbis vom Wesen her sehr gegensätzlich sind, schlagen oft zwei Herzen in der Brust solcher Hunde.

    Der Schäferhund ist gegenüber Fremden eigentlich eher distanziert bzw. bewacht, der Labrador ist dagegen freundlich und bewacht gar nicht. Oftmals "kämpfen" diese zwei Veranlagungen im Hund gegeneinander und der Hund selbst weiß nicht damit umzugehen.

    Oftmals sind diese Hunde lange Zeit freundlich bis zurückhaltend - zeigen lange Zeit eher welpig unterwürfiges Verhalten (Besitzer interpretieren das gern als "Freude"). Doch irgendwann kommt die andere Seite auch durch. Oftmals zeigt sich das in der zweiten Angstphase (in der Pubertät) oder auch erst in der letzten - die liegt oft bei 2 bis 3 Jahren.

    Wichtig ist es bei einem solchen Hund ihn davor zu schützen, dass fremde Menschen Kontakt mit ihm aufnehmen wollen und er selbst entscheiden muss wie er damit umgeht.

    Wenn Du also "vorsorgen" möchtest, dann würde ich vielleicht mal die ein oder andere Weiterbildung zum Thema Hundekommunikation besuchen bzw. mal einen Kurs in einer guten Hundeschule machen.

    Das hier zeigt nämlich, dass Du da vielleicht noch das ein oder andere lernen solltest ;)

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    als er mal zu uns zum spielen kam , ging ich freundlich auf ihn zu ,sprach mit ihm, wollte ihn streicheln- er wich zurück und fletschte die zähne...

    Viele Grüße
    Corinna

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    wollte mich zu diesem thema mal wieder melden........wir haben das ballspiel eingeschränkt....gespiel und hinterhergerannt wird nur noch am kleinen bach,da darf er dann rüber und muß den ball auch meisestens erstmal suchen......dann schmeiße ich den ball in den bach und er spielt im wasser mit ihm..........auf spaziergängen bleibt er in der tasche und mein hund schnuppert entspannt in der gegend rum...........


    :gut:

    Zitat


    Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Entweder schlägt Sie sofort sehr laut Krach und Alarm wenn Sie irgendein Objekt sieht, oder Sie ist erst sehr ruhig, wedelt mit dem Schwanz und gibt Menschen das Gefühl Sie wäre freundlich gestimmt.

    Dass andere Menschen nicht wissen was mit der Rute wedeln alles bedeuten kann, ist Alltag. Aber ich frage mich, ob DU um die Bedeutung weißt? Du gehst hoffentlich nicht davon aus, dass sie wedelt, weil sie sich freut?

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    Sie geht dann auf die Menschen zu - selbst wenn diese Ihr ein Leckerli geben und in die Hocke gehen, schiesst Sie plötzlich nach Sekunden völlig aggressiv hoch und führt sich auf wie eine Kampfmaschine. Nur weil die Leute immer vor lauter Schreck wegspringen ist bisher noch nichts passiert.

    Es wird auch nichts passieren, solange die Menschen wegspringen, denn dann ist das Ziel dieser Aktion. Sie hat gelernt mit welchem Verhalten sie sich die Leute vom Hals hält und wendet es an. Solange Du da nicht erzieherisch tätig wirst - bzw. sie immer wieder hinlässt - wird sie diesen Weg weitergehen. Und ganz klar wird sie, wenn mal einer nicht mehr wegspringt, zum nächsten Schritt übergehen und dem das deutlicher mitteilen. Kurzum: Sie wird lernen ihre Zähne einzusetzen.

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    Alleine heute hat Sie dies ca. 8 mal bei verschiedenen Menschen gemacht. Ich mag Sie schon gar nirgends mehr hinlassen weil ich Sie nicht einschätzen kann.

    Da frag ich mich: Warum lässt Du sie dahin?

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    Sobald Sie mit mir alleine zuhause ist, ist Sie wie eine Katze. Sie kann nicht genug schmusen und bellt den ganzen Tag nicht einmal.

    Das heißt, sie knuddelt dauernd mit Dir? Folgt Dir? Fordert Zuwendung?

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    Ich habe mir bereits zur Unterstützung eine Hundetrainerin geholt, die Einzelstunden mit Ihr macht. Ich habe alle Ratschläge der Trainerin befolgt - von Bellen ignorieren (bringt gar nichts - wird immer mehr)

    Logisch, denn ihr bestreben ist es Distanz zu den "gruseligen" Dingen zu schaffen. Und das bekommt sie ja hin. Wahlweise hauen die ab oder Du gehst mit dem Hund weg. Das Verhalten belohnt sich also dauernd von selbst.

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    über Hund hochnehmen und wegdrehen damit Sie den Auslöser der Situation nicht mehr sieht ( hat auch gar nichts gebracht Sie knurrt und bellt weiter)

    Auch logisch: Warum sollte sie nicht weiter mitteilen, dass sie Distanz will. Sie sieht ja so noch nichtmal, ob das Gruselige näher kommt oder verschwindet. Also muss sie weiter "Geh weg" brüllen.

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    - bis hin zu Umdrehen und auf den Rücken legen, sowie die Schnauze zuhalten (ich finde das ganz furchtbar - aber ich habe wirklich alles ohne Erfolg probiert). Das habe ich heute 5 mal gemacht, gebracht hat es auch gar nichts ...

    Nee, wird es auch nicht. Du kannst von Glück reden, dass sie Dich bei der Aktion nicht gebissen hat, denn ein derart gestresster Hund kann schnell in totale Panik geraten, wenn man ihm dann noch sagt, dass man ihm ans Leben will.

    Du solltest Dich nach einem anderen Trainer umschauen. Einem, der so arbeitet, dass der Hund lernt mit den beängstigenden Situationen umzugehen, indem er lernt es in einer bestimmten Distanz zu akzeptieren und ihm beigebracht wird sich zurückzuziehen, wenn es zu "eng" wird. Das Ganze wird nicht von heute auf morgen funktionieren, dass das andere System bereits gut etabliert und sehr gut antrainiert ist.

    Ich hätte da noch eine Frage: Wie lastest Du Deinen Jagdhund eigentlich aus? Terrier sind ja massive Sichtjäger und sind daher sehr augenorientiert. Ich könnte mir vorstellen, dass sie auch deswegen den Horizont im gut im Auge behält.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Und natürlich wenn zuwenig Menschenkontakt wäre und spätestens dann ein Nein von mir kommt, wenn die Welpen ängstlich auf Menschen reagieren .

    Nur zur Info: Wenn Du Dir die Welpen zum "passenden" Alter anschaust, dann kann es sein, dass von zukünftigen Angstproblemen gar nichts zu sehen ist, weil in dieser Entwicklungsphase die Neugier der dominierendere Teil ist bei der Begegnung neuer Dinge und Menschen. Zeigt ein Welpe allerdings in dieser "unbedarften" Phase schon Angst, dann wird es in den Angstphasen noch schlimmer...

    Viele Grüße
    Corinna

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    Hab grad woanders nachgelesen, das das sezieren bzw schlachten von Tieren nur an Hochschulen/wissenschaftlichen Einrichtungen erlaubt ist, bzw für Fortbildungen die im naturwissenschaftlichen Bereich stattfinden, und dann auch nur wenn es durch eine andere Darstellung wie einen Film nicht möglich wäre...

    Hier wurde zum Verzehr geschlachtet.