Beiträge von flying-paws

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    Gerade so Dinge wie Schutz- und Jagdtrieb entwickeln sich ja erst später. Aber da muss man dann dran arbeiten.

    Zum Glück ist das ja in der Zucht kein Zufallsfaktor. Man kann daran arbeiten, aber bei einem stark angelegten Instinkt ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht...

    Aber ein guter Züchter kennt seine Hunde in dieser Hinsicht ja sehr gut und weiß wie massiv sich was bei seinen Verpaarungen vererbt. Setzt natürlich auch voraus, dass der Hund in allen Bereichen getestet wurde. Gerade beim Jagdtrieb hapert's da ja zuweilen bei manchen Züchtern... Das mit dem Bewachen testet sich ja quasi von selbst.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Golden-Labbi-Flat-Retriever sind ja alles Jagdhunde, sehen zwar unterschiedlich aus, ist aber im Prinzip das gleiche.

    Warum gibt's dann nicht nur einen Retriever?

    Die verschiedenen Retriever unterscheiden sich sehr wohl und bei einem Flat würde ich nicht davon ausgehen, dass er mal eben so zum lustigen "Mitläuferhund" wird.

    Wenn man beim Golden oder Labrador Retriever eine Standardzucht wählt, dann hält sich der Jagdtrieb (der ja auch in erster Linie ein Beute-Herum-Trag-Instinkt ist) und die Arbeitswut in Grenzen und man kann schon ganz gut auswählen, was man bekommt.

    Ansonsten hatte ich auch sofort den Collie im Kopf. Der ist für jeden Spaß zu haben und kann auch mal nebenherlaufen. Er ist von der Kommunikation her dem BC etwas ähnlicher, denn der dürfte mit einem "unflätigen" Retriever ersteinmal seine liebe Müh haben :hust:

    Ansonsten ist mein Tipp für einen echten Allrounder und auch mal Nebenherläufer der Spitz :D Der Wachinstinkt ist gut kontrollierbar und im Alltag kein Problem. Und die sind für jeden Spaß zu haben. Zum Bürsten ist da auch was dran :D

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich hätte einen Herdenschutz im Angebot... aber, da ist die eine Häflte Herdi und die andere Hälfte auch. Ihr seid damit also soweit wie vorher :D

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    Ich würde auch mal vorschlagen, dass Ihr den halben Bernersenne nehmt :smile:

    1) Wie seid ihr zu den vielen Hunden gekommen?

    Der zweite war noch geplant angeschafft... der Dritte blieb als Pflegling hängen... in den Vierten hab ich mich verliebt...

    2) Welche Rassen/Mischlinge habt ihr?
    Border Collies, einen halben Altdeutschen Hütehund (mittlerweile ausquartiert - also bei meinen Eltern lebend), Spitz

    3) "Braucht ihr sie zu etwas", also z.b. für die Arbeit am Vieh, bei der Jagt..., oder habt ihr sie "einfach so"
    Brauchen... naja - andere passen auch selbst auf ihr Haus auf und treiben ihre Schafherde mit dem Futtereimer um.
    In der Hundeschule sind sie aber auch praktisch, als Übungshunde und Sozialisationshunde.

    4) Was füttert ihr? (Geht bei 5 Hunden ja auch sehr schnell ins Geld...)
    Roh. Bevorzugt die eigenen Schafe

    5) Wo geht ihr spazieren? Sucht ihr eher einsame Gegenden auf?
    Ich geh nicht gern wo andere Hunde sind. Das liegt aber nicht an der Größe meines Rudels, sondern vielmehr an den vielen unerzogenen Hunden, die so rumlaufen. Außerdem steht meine Älteste gar nicht auf Hundekontakt mit fremden Hunden. Ich würde solche Gebiete also auch meiden, wenn ich nur mit ihr allein unterwegs wäre.

    6) Wohin fahrt in in Urlaub?
    Was ist das? :D

    7) Was macht ihr, wenn ihr mal weggeht, in ein Café z.B.? Nehmt ihr einen Hund mit, bleiben alle Zuhause, oder esst ihr euer Eis lieber Zuhause :roll:
    Je nach Situation nehm ich sie mit, habe aber auch kein Problem damit die Bande Zuhause zu lassen.

    8 ) Wie schafft ihr das mit der Erziehung jedes einzelnen Hundes? Wie viel Zeit geht für euch drauf?
    Ich halte mich an den Grundsatz: Ein neuer zieht erst dann ein, wenn ich dem Rest blind vertrauen kann.

    Und noch eine Grundsatz: Meine Hunde müssen sich verstehen, ansonsten würde ich für denjenigen, der nicht klarkommt ein neues Zuhause suchen. Das ist übrigens auch der Grund, warum Zeus bei meinen Eltern wohnt. Er verträgt sich mit Hunden, kommt aber mit dem Gewusel in einem Rudel nicht klar und ist dann gestresst.

    Im Augenblick hätten sich Chill und Lisko besonders lieb, wenn sie dürften... :hust:

    Du hast sie vermutlich zu viel beschützt und sie macht sich das jetzt zum Hobby.

    Wenn ich es mit Hunden zu tun habe, die sauber kommunizieren, dann schütze ich meine Hunde grundsätzlich nicht. Ich möchte, dass sie so eigenständig sind, dass sie auch selbst Grenzen setzen können. Ist einer wirklich auf Krawall gebürstet, bin ich natürlich das Schutzschild. Aber nur dann, sonst nicht.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Die Leute, die ich kenne, deren Hunde hüten, haben Mischlinge. Ich kenne keinen einzigen mit Rassehund, der hütet.

    Ich kenne auch mehr Mischlinge als Rassehunde an den Schafen. Allerdings erkennt man die in der Regel auch an ihrer Arbeitsweise... :hust: Es herrscht unter den meisten Schäfern der Grundsatz: Bloß kein Geld ausgeben für einen Hund. Und sie sind mit der Arbeit, die der Hund leistet dann auch zufrieden. Denn sie kennen es ja nicht anders und setzen ihre Hunde dann auch nur entsprechend ein - mehr geht ja nicht.

    Mir wäre es an Leistung nicht genug... Und ich - mit meiner popligen Schafherde - habe mit meinen Hunden und Hunden aus meiner Zucht bereits einige langjährige Schäfer allein durch die Arbeitsleistung meiner Hunde davon überzeugt, dass der nächste wohl doch ein teurer aus einer seriösen Zucht wird. Sowas freut mich immer so richtig, muss ich ehrlich sagen :smile:

    Aktuelles Beispiel: Ein Hund aus meiner Nachzucht konnte einen langjährigen Schäfer mit weit über tausend Mutterschafen davon überzeugen, dass ein Border Collie ziemlich gute Arbeit leisten kann und er nun einen solchen Hund nicht mehr missen möchte. Er hatte all die Jahre vorher übrigens AHs gekauft, die das nicht leisten können. Und: Er hatte vorher auch nur BCs gesehen, die seine Schafe nicht bewegen konnten...

    Drei von meinen fünf Welpen haben übrigens bereits an derart großen Herden bewiesen, dass sie es können. Es ist also kein Zufall ;) Die Veranlagung spielt also durchaus eine Rolle.

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    Die Frage ist eben ob das Genetik ist oder Prägung.
    Ich wette , wenn du einen von Flys Bordern, die wie ich vermute gute und saubere Arbeithunde sind, nimmst und vom Alter von 6 Wochen ziehst, pushst, Bällchen hetzen lässt, keine Ruhe reinbringst, keine Beherrschung, hast du mit 1,5 Jahren einen absolut durchgeknallten, dauergestressten Hund.
    Ich habe schlicht die Erfahrung gemacht, dass viele von den Spinnern durchaus in der richtigen Hand völlig entspannt sein können.
    Genetisch ist sicher die eher geringe Reizschwelle, die Fähigkeit von 0 auf 100 in weniger als 1 ´Sekunde zu beschleunigen, Aggressionspotential/ Schärfe/ Wehrtrieb/ Jagdtrieb/ etc., was der Besitzer draus macht ist die Frage.
    Ich behaupte jetzt mal kackdreist, dass man aus jedem guten Arbeitshund einen Spinner machen kannst, aber nicht aus jedem Spinner einen guten Arbeitshund :D

    So ist es :D

    Und alle von Dir beschriebenen Varianten habe ich quasi in realen "Versuchen" schon hinter mir.