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Ich dachte nur, dass die Hündin geistig zum Beispiel gar nicht dazu bereit ist trächtig zu werden, weil ja ein Abwehrverhalten gezeigt wurde.
Ein für mich wichtiger Punkt... oft auch im Zusammenhang mit dem Alter der Zuchthündinnen. Meiner Meinung nach werden viele Hündinnen zu früh in die Zucht genommen. Sie sind oft noch nicht wirklich reif genug im Kopf.
Ich finde es ganz interessant bei meinen Hunden zu beobachten. Meine Cooma ist ja nun die jüngste Hündin im Rudel. Ihre Mutter Chill ist ja auch noch anwesend. Als Cooma die ersten beiden Male läufig war, hat sie auch bei Anwesenheit von Rüden gar keine Verhaltennszeichen von Standhitze gehabt. Sie hat sich deutlich zurückgezogen...
Da ich mit ihr auch die Zucht plane, habe ich das natürlich mit Sorgenfalten beobachtet und mir innerlich schon fast mein Zuchtvorhaben abgeschrieben.
Doch es lag vermutlich am Alter. Bei der letzten Hitze, hat sie begonnen aktiv Rüden anzubaggern...
In der Nutztierhaltung wird künstliche Befruchtung dort praktiziert, wo man es machen kann und wo es kostengünstiger ist so zu verfahren. Und hier sehe ich einen ganz klaren Unterschied zur Hundezucht. Ein Landwirt kommt oftmals gar nich drumherum das kostengünstigste Verfahren zu wählen, damit er am Markt überhaupt bestehen kann. Das heißt dann auch einzusparen sich einen eigenen (teuren, wenn es ein guter Vererber sein soll) z.B. Deckbullen zu halten, den zu versorgen, das Risiko einzugehen, dass der vielleicht gar nicht alle deckt etc. etc... Und so setzt es sich fort. Denn das instinktive Brutpflegeverhalten geht natürlich auch verloren, wenn eine Milchkuh ihr Kalb ja quasi nie gesehen hat.
Aber beim Thema Hundezucht geht es in meinen Augen nicht um Kostenersparnis und es ist auch kein Beinbruch, wenn ein Deckakt nicht funktioniert. Ein seriöser Züchter betreibt das ja eh als teures Hobby, da sollte es auch keien Rolle spielen, wenn ein Wurf nicht zustande kommt.
Insofern sehe ich keinen Grund für künstliche Befruchtung in der Hundezucht.
Viele Grüße
Corinna