Beiträge von flying-paws

    Klar, sind alles Geldgeier in Tierkliniken. Vielleicht sind die fachärzte aber auch diejenigen, die über den aktuellen Stand der derzeit erfolgreichsten Behandlungsmethoden informiert sind.

    Wie gut oder schlecht es, nach einer solchen OP weitergeht, hängt im übrigen oft maßgeblich von der Compliance der Besitzer ab. Das ist wohl eine der größten fehlerquellen, wenn es zu Komplikationen kommt. Ein gewisses Restrisiko hat man bei jeder Behandlungsmethode.

    Natürlich kann man auch über striktes, also striktes, wirklich striktes!!! Ruhighalten 24 Stunden am Tag über ein Jahr darauf hoffen, dass die Strukturen am Knie sich stabilisieren und damit die stabilisierende Aufgabe des Kreuzbandes übernehmen. Danach folgt weiterhin eine lange Rehabilitationsphase, in der der Hund strikt kontrolliert werden muss.

    Wenn zu einer OP geraten wird, ist damit eben auch immer das Wohl des Hundes in der Perspektive. Denn die Rehabilitationsphase ist sehr viel kürzer. Oder anders formuliert, die Aussicht, dass der Hund relativ bald wieder ein schmerzfreies und normales Leben führen kann, ist sehr hoch.

    Bei Gentests würde ich tatsächlich mittlerweile eher Wisdom Panel bzw. MyDogDNA empfehlen. Die machen über Schrotschuss wirklich alles möglich und unmögliche und der Preis ist überschaubar.

    Es reißt in der Regel das vordere Kreuzband. Der Hund hat im Knie ein vorderes und ein. hinteres. Davon hat der Hund je Bein eines. Dass es am anderen Bein auch irgendwann reißt ist schlichtweg Erfahrung. In der Regel gibt es einen grundlegendes anatomisches Problem, das dazu führt. Und das betrifft meistens auch das andere Bein.

    Ich vermute, dass bei der Untersuchung der Schubladentest positiv war. Daher konnte das so schnell diagnostiziert werden. Eine TPLO oder TTS sind die derzeit besten Optionen für eine OP. Beide Kosten in etwa das gleiche.

    Ich würde übrigens gerade einem solchen Hund verschiedene Materialien/Betten zur Verfügung stellen. Nur, weil wir was gut finden, heißt das noch lange nicht, dass es dem Hund auch gut tut. Ich selbst bin als Rückenpatienten nämlich auch so ein Sonderfall. Alles, was "man" so tun sollte, funktioniert bei mir nicht oder macht es schlimmer.

    Manche Rüden benutzten bei Entzündungen ihr Jacobsonsches Organ (=Zähne klappern), weil sie das sexuell erregt. Vielleicht ist es auch schlicht beginnende Pubertät. Ich würde beim Termin direkt mal schauen lassen, ob eine Entzündung am besten Stück ist.

    Ich drücke die Daumen für morgen und wünsche Euch inständigst, dass eine ganz harmlose Ursache herauskommt.

    Das ist natürlich dann der nächste Schritt. Ich hätte, das vorher nicht als positive und negative Aspekte deklarieren sollen. Wahrscheinlich sollte eine Rassebeschreibungen eher Tatsachen bzw Tendenzen einer Rasse beinhalten als Wertungen. Sprich, es ist so, dass es bei BC nötig ist, diese im Auge zu behalten, zu kontrollieren und zu steuern, weil sie ansonsten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Verhalten xy zeigen. Sinnvoll wäre es das natürlich zu konkretisieren. Aber die Wertung, ob dies nun einfach ist oder schwer fällt, wäre dann erst hinten angestellt.

    Trotzdem bleibt das Problem, dass der eine Mensch es für viel Kontrolle hält, wenn er alle paar Stunden mal einen Blick auf den Hund wirft und der nächste, wenn er ihn 24 Stunden anstarrt. (Überzogene Formulierungen dienen dazu das Problem mit der Sprache klar zu machen.)