Alles anzeigenIch persönlich habe mich vor solchen Entscheidungen nach gründlicher Recherche stets auf meine Intuition verlassen und dort das behandeln lassen, wo ich das Gefühl hatte: das passt für uns.
Genau so sollte man es handhaben.
Nicht immer ist das, was eine Klinik vorschlägt, das Beste für den Hund.
Ich erinnere mich noch an einen Thread aus den letzten Monaten, wo ein kleiner Hund mehrfach am gleichen Kreuzband operiert wurde und es partout nicht besser wurde.
Ich würde, auch wenn jetzt sicherlich eine Welle der Empörung losbricht, nicht 3000€ und mehr in ein ungewisses Ergebnis investieren und mich dafür komplett verschulden, ohne zu ahnen, was da noch für Kosten nachkommen.
Es gibt auch andere Behandlungsmethoden, die einem aber in einer Klinik nicht mitgeteilt werden, weil dort der Hauptaugenmerk auf Gewinn ausgerichtet ist (verständlich, wenn die ganze Maschinerie am Laufen gehalten werden muss). Da wird dann auch gerne mal Druck ausgeübt, ohne ehrlich mitzuteilen, daß auch das, was man selbst empfiehlt, nicht risikofrei ist oder daß es günstigere Möglichkeiten gibt.
Schlussendlich entscheidet das jeder selbst.
Kriminell würde ich dafür ganz gewiss nicht werden.
Klar, sind alles Geldgeier in Tierkliniken. Vielleicht sind die fachärzte aber auch diejenigen, die über den aktuellen Stand der derzeit erfolgreichsten Behandlungsmethoden informiert sind.
Wie gut oder schlecht es, nach einer solchen OP weitergeht, hängt im übrigen oft maßgeblich von der Compliance der Besitzer ab. Das ist wohl eine der größten fehlerquellen, wenn es zu Komplikationen kommt. Ein gewisses Restrisiko hat man bei jeder Behandlungsmethode.
Natürlich kann man auch über striktes, also striktes, wirklich striktes!!! Ruhighalten 24 Stunden am Tag über ein Jahr darauf hoffen, dass die Strukturen am Knie sich stabilisieren und damit die stabilisierende Aufgabe des Kreuzbandes übernehmen. Danach folgt weiterhin eine lange Rehabilitationsphase, in der der Hund strikt kontrolliert werden muss.
Wenn zu einer OP geraten wird, ist damit eben auch immer das Wohl des Hundes in der Perspektive. Denn die Rehabilitationsphase ist sehr viel kürzer. Oder anders formuliert, die Aussicht, dass der Hund relativ bald wieder ein schmerzfreies und normales Leben führen kann, ist sehr hoch.