Sei mal fest gedrückt. Die Entscheidung ist total richtig und gut gewesen.
Für deinen Opi ist es auf jeden Fall richtig, ich kann so gut nachvollziehen, dass er oberste Priorität hat. Ich finde toll, dass ihr so über ihn wacht. Was meinst du, wie viele Leute die "Spitzen" großzügig übersehen hätten?
Und vielleicht findet sich ja noch eine andere Gefährtin, die wirklich gut passt. Manchmal will's das Schicksal ja einfach so und dann fügt sich plötzlich alles. Und wenn's nicht passiert, dann hat das auch seinen guten Grund.
Als Elsa damals hier zur Pflege ankam, hatte der Verein direkt Interessenten im Gepäck. Die wohnten ganz nah, hatten einen älteren Ersthund, waren zu allem bereit - selbst noch, als ich ihnen gesagt habe, dass Elsa keine hohe Lebenserwartung mehr hat. Selbst noch, als ich sagte, dass sie wirklich anstrengend für andere Hunde ist und denen ständig zeigt, wie wenig sie die leiden kann. "Kriegen wir hin, macht nichts." - ich hab mir etwas Zeit erbeten, um medizinisch wirklich erst alles auf links zu drehen, weshalb ich einige Termine abwarten musste. Und dann kriegte die Ersthündin der Interessenten epileptische Anfälle und brauchte plötzlich ganz viel Betreuung. Es war im Nachhinein für alle wirklich das Richtige, dass wir keine Vermittlung dorthin versucht haben. Ich fand das irgendwie schicksalhaft.
Bei der nächsten Familie, die Elsa haben wollte, wurde auch aufgrund der extrem ängstlichen Ersthündin die Entscheidung gegen Elsa getroffen. Die hätte nicht von ihr profitiert. Und das war richtig und gut so.
Es muss einfach passen. Und wenn's nicht passt, ist es wirklich ein Zeichen von Reflexionsfähigkeit und wachen Augen, das zu sehen und gegen das erste Verliebtsein zu entscheiden.
Ihr habt richtig entschieden.