Beiträge von Momo und Lotte

    jahar @Zweizylinder dann hast du eben andere Fragen als ich (Was ist Intelleigenz? Wofür braucht man die? Sein oder nicht sein? Ist atmen nicht auch schon ne Leistung? :lol: )

    Aber das sind gar nicht meine Fragen!

    Das ist also voll gemein, wenn du mich zitierst und dann einfach ganz andere Fragen stellst.

    Aber ich versuche mich an einer Antwort:

    Ich glaube, dass manche Menschen toll singen können, virtuos musizieren, kochen oder zeichnen, sehr schnell rennen können oder leicht ein Gedicht auswendig lernen können und trotzdem in vielen Bereichen kognitiv keinen Blumentopf gewinnen können. Für mich haben sie darüber hinaus unter Umständen auch keinen Nutzen.

    Kognitive Intelligenz zu messen ist halt immer schwer. Aber ich glaube, dass es Tests gibt, die geeigneter sind, als andere. Und auch wenn man die Intelligenztests für Menschen durchaus kritisch sehen kann, sie bilden doch eher ab, was kognitiv innerhalb dieses abstrakten Mediums möglich ist, als es z.B ein Wettrennen oder ein Test zur Allgemeinbildung tun würde.

    Und ich glaube, dass man das äquivalent eben am besten vergleichen kann mit der Dauer, die ein Hund braucht, um bestimmte Verhalten zu erlernen. Und das ist auch so etwas wie räumliches Denken, also hier z.B. das Flexileinenbeispiel oder auch das Abschätzen von Konsequenzen (wenn ich die Treppe hoch gehe und du die Leiter, werden wir uns oben sehen, wenn du eine Etage tiefer im Hinterhof bist und ich im Garten, wird ein Umweg schneller dazu führen, dass man sich wieder sieht, als der Versuch, die Höhenunterschiede auf dem kürzesten Weg zu überwinden usw)

    Vielleicht ist Intelligenz bei Hunden einfach das, was unserem abstrakten Intelligenzbegriff am nächsten kommt. So würd ich das sehen.

    Das ist das Problem bei den Messungen der Intelligenz. Es wird nur auf bestimmte Fähigkeiten geachtet.

    Beim Hund ist das dann die Schnelligkeit, in der Verhaltensweisen gelernt werden? Und die Anzahl der Verhalten?

    Ich mein, es ist nicht so anders als bei Schüler*innen.

    Bedienen wir ein paar Klischees für deutliche Beispiele, die aber durchaus in der Realität vertreten sind:

    Es gibt extrem strebsame Schüler*innen, auf die Verlass ist, die fleißig sind und sich gut konzentrieren können.

    Es gibt die, die alles sofort verstehen, sich aber schnell ablenken lassen, anderes spannender finden, Konflikte nicht fürchten.

    Es gibt die, die weder fleißig sind noch sich Sachen schnell erschließen, die aber vielleicht einfach extrem charmant sind und über eine gewisse Raffinesse der einen oder anderen Ermahnung entgehen.

    Und die sind ja alle schlau auf ihre Art, alle auf ihre Art gut an die Anforderungen angepasst, unterschiedlich zwar, aber zweckmäßig.

    Alles cool.

    Und trotzdem gibt es ja Hundeindividuen (und auch Menschenindividuen) die zugleich strebsam sind, Dinge schnell selbstständig verstehen und äußerst charmant und raffiniert sind. Und ich hab so welche nie. Und immer, wenn Hunde bei Top Dog vorgestellt werden oder in irgendwelchen Dokus, bei denen ich denke "das gibt's doch nicht! DAS kann der?!" sind das Border Collies.

    Mir geht's gar nicht darum, ob andere Rassen eben anders schlau sind, das glaub ich sofort. Ich hab mich nur gefragt, das wurde ja jetzt schon ein wenig beantwortet, ob das Hüten diese kognitiven und kooperativen Fähigkeiten in der Form benötigt - oder ob die Blitzbirnen eben Ausreißer sind - oder ob diese Fähigkeiten vielleicht sogar stärker ausgeprägt sind bei den BC, die nicht speziell für die Arbeit am Vieh gezüchtet werden (gibt's doch bestimmt auch? SL und AL? Ich hab keine Ahnung.) - oder ob sogar explizit mit denen gezüchtet wird, die so abgefahrene Lernleistungen zeigen...

    Ich kenn keine Border, auch sonst kaum Rassehunde. Deshalb interessiert mich auch total TanNoz - was sind denn das für Dinge, die die nicht können (die aber mit Kognition zu tun haben, also nicht Suchtverhalten, Ruhe, krasse körperliche Stärke)?

    Und wenn beides zusammenkommt, Kooperationsbereitschaft UND Intelligenz, dann wirkt das nochmal schlauer, pfiffiger, cleverer als bei Hunden, die „nur“ kooperationsbereit oder „nur“ intelligent sind.

    und dann haben die auch noch so 'ne mega Körperbeherrschung.

    Ersthaft, wäre zu meiner Schulzeit ein Border in meiner Klasse gewesen, meine Ressentiments wären ihm sowas von sicher gewesen.

    Aber diese "200 Spielsachen"-Sache, geht die eurer Meinung nach eher auf Kooperationsvermögen zurück? Also, dass das theoretisch alle Hundeindividuen rasseunabhängig könnten, aber den meisten ist das halt zu unsinnig?

    Nee, oder?

    Warum sind Border eigentlich so schlau und können alles?

    Ist die Neigung zu Stereotypen wirklich schlau? :denker:

    Nee, das sicher nicht. Aber die Neigung zu Sterotypien ist ja auch nicht dumm, sondern erst mal nur nicht funktional.

    Ich mein aber, vor oder nach dem Hypern, Abdrehen, Hohldrehen, stereotypisieren - oder parallel dazu - ist da ja scheinbar auch eine krasse Gabe zur Kommunikationsfähigkeit, zum Verstehen-wollen, zum sich-Sachen-merken... ich finde das total beachtlich.

    Also irgendwie sind ja die Übercracks gerne Border Collies.

    Ist das schon immer so? Also müssen die für ihre Hütearbeit so krass klug sein, dass sie z.B. 200 Spielzeuge auseinanderhalten können oder 97 komplexe Kommandos befolgen und nach Bedarf spontan selbstständig abwandeln/anpassen können? Oder ist das irgendwie aus Versehen nebenbei entstanden.

    Weiss jemand wie ich die Konversationen löschen kann?

    Oder wo ich das im DF finde?

    Danke schonmal!

    LG Newstart2

    Das hat mir letztens Zweizylinder erklärt:

    du wählst die Konversationen aus, die weg sollen und dann ist ganz unten ein Feld, da steht z.B. "5 Konversationen" wenn du 5 ausgewählt hast. Und da klickst du drauf, dann kannst du sie löschen.

    Diese so erarbeiteten Skills helfen übrigens auch, wenn man mal ein Tractive-Abo kündigen will. So eine Art digitale Schnitzeljagd. :)

    (so. und jetzt sag mir warum Border so schlau sind. Ein Wissen wäscht das andere.)

    sosha - oh ja, Nika klingt wirklich toll. Für mich vielleicht etwas zu viel Energie, sie liest sich aber wirklich super... eigentlich ist das doch kein Hund, der lang warten muss?

    Vielleicht ist die Pflegestelle aber auch einfach sehr kritisch mit Bewerbungen weil sie einfach das ganz und gar perfekte Zuhause finden wollen, ich kann das nachfühlen.

    Aber der Aussie... puh. Irgendwie finde ich die Beschreibung komisch. Da werden alle möglichen Dinge angerissen aber nicht richtig erzählt. Und dass es irgendwie kaum ein richtig positives Wort über den Hund gibt, wird es auch nicht einfacher machen. Mich würde freuen, wenn die Leute, die schwierige Hunde abgeben, zwar alle Probleme offen auf den Tisch legen, aber eben vom zukünftigen Zuhause nicht nur das Bild zeichnen, was da alles nicht sein soll, sondern eben auch, was die sich als geeignetes Zuhause vorstellen. Das macht doch die Vermittlung wahrscheinlicher, oder?

    18.07. Zutaten für einen perfekten Tag?

    Aufwachen zu einer angemessenen Uhrzeit - aber ohne Wecker. Der Freund kocht Kaffee und das Wetter ist trocken, heiter bis wolkig und die Temperatur ist so um die 20°. Alle Hunde erledigen das Nötigste im Garten, ja, sogar Elsa versteht plötzlich, dass auch Morgenurin im Garten abgelassen werden darf. Beim Anziehen finde ich auf Anhieb Klamotten, in denen ich mich wohl fühle und nicht wie eine Presswurst. Und meine Haare verhalten sich kooperativ. Freund und ich und die Hunde brechen zu einem Ausflug auf und das Auto steht direkt vor der Tür und nicht am Arsch der Heide. Auf dem Weg in den Wald stellen wir fest: wow! alle Baustellen sind weg! Hier ist ja gar kein Stau! Wir sind ja quasi zeit-raum-portalsmäßig durchgeflutscht auf den Wanderparkplatz, der übrigens total leer ist.

    Wir finden eine neue Strecke, die total schön ist und die Hunde sind so brav, dass man wünschte, man würde es filmen können, nur um damit anschließend im Forum anzugeben. Aber dafür haben wir keine Zeit, denn wir finden Sommersteinpilze noch und nöcher und haben gut damit zu tun, sie unbeschadet mit uns herumzutragen.

    8,7 km machen wir ungefähr, nehmen wieder das raum-zeit-Portal nach Hause und, jetzt wird's verrückt, der Parkplatz vor der Haustür ist immer noch frei! Geil!

    Zuhause gibt's Hundefutter, danach schlafen die drei Mupfel selig und machen Bell-Geräusche im Traum.

    Der Freund und ich gehen in den Garten (inzwischen ist es sonnig) und er hat - woher auch immer das kommt - plötzlich total Interesse an Gartenarbeit und dem, was ich da so pflanze und mache. Die üppigen Tomaten, die knackigen Äpfel, die drallen Gurken, die zahlreichen Kartoffeln lassen Tränen der Verzückung in unsere Augen schießen.

    Da wir ja heute Steinpilze essen werden, und zwar mit Salat, ernten wir nur Gurken, Salat und einige Kräuter. Schnell geschnibbelt, schnell gebraten, ein kühles Bierchen dazu und wir essen im Garten. Erstaunlicherweise nervt keine Wespe, keine Fliege, nicht mal ein Hund bettelt.

    Zur Verdauung spielen wir eine Runde Kniffel und ich werfe tatsächlich einen Kniffel - wir hopsen beide in freudiger Erregung durch den Garten und freuen uns über dieses seltene Ereignis. JuchuJuchuEinKniffel!

    Aus lauter Spendierlaune kriegen die Hunde nun was zu knuspern und ich checke kurz meine Mails - was ist denn das?

    Da ist ja das perfekte Haus inseriert, zu einem sehr angemessenen Preis noch dazu! Ich melde mich sofort, schicke unaufgefordert alle Unterlagen und die Finanzierungsbestätigung und erhalte binnen 30 Minuten eine Antwort: ob wir es heute noch ansehen wollen?

    Klar, es ist zwar schon spät aber lange hell und - first come first serve!

    Mein Freund freut sich mega, er ist gar nicht genervt vom plötzlichen zusätzlichen Programmpunkt, sondern Fuego und Flammego.

    Die Terrasse des 110m2Bungalows geht nach Westen raus. Die 2500m2 Garten sind relativ eben und überwiegend naturbelassen. Direkt am Bungalow ist eine recht große Halle mit separatem Eingang angebaut. Und Nachbarn - Fehlanzeige. Die Besitzerin sagt, dass es ihr hier inzwischen zu einsam geworden ist, seit die Kinder ausgezogen sind und sie näher in die Stadt will. Die Natur sei ja toll, aber sie würde gern wieder zu fuß ins Café oder etwas einkaufen. Wir schlagen vor, ihr unsere Wohnung mal zu zeigen. Und wir sagen sofort zu: dieses Haus wollen wir. Handschlag drauf noch am selben Abend.

    Wir fahren nach Hause und es ist gar nicht schlimm, dass der Parkplatz vor der Tür nicht mehr frei ist. Wir machen einen guten Wein auf, unterdrücken den Wunsch, es direkt allen zu erzählen und gehen mit dem Vino in die Wanne und träumen von unserem schönen neuen Leben. (Kein Ahnung, wer zu diesem Zeitpunkt den Hunden die Tabletten gegeben und deshalb nun Leberwurstfinger hat - ich bin's jedenfalls nicht!)

    :thinking_face: Ähm nö. Man muss halt nur mehr Arbeit investieren. Leninjam auch erst 1jährig zu mir und war da noch nichtmal ansatzweise stubenrein. Da kann nicht viel an Arbeit reingesteckt worden sein

    Naja klar, ich sag ja auch nichts anderes. ;)

    Ich hab hier halt einfach so Baustellenhunde aus dem Auslandtierschutz, hatte auch lange keinen Hund mehr hier, der jünger als 4 Jahre war, als er kam. Und bei z.B. Almas Unsicherheiten und ihrem Jagdtrieb hab ich natürlich andere Baustellen, als Sport. ;) Deshalb hat mich die Frau mit dem "Einohrhund" einfach beeindruckt. Die hatten ja garantiert auch erst mal dreitausend Dinge, die wichtiger waren und haben das wirklich ordentlich gemacht.

    Im Grunde sollte mein Posting nur heißen: Wenn man einen Shiba dafür feiern kann, dass er für seine Verhältnisse sehr kooperativ war, mag ich auch mal den Tierschutzdickling loben weil ich glaube, dass das echt ganz schön viel Arbeit war.

    ich gestehe, dass ich gerade schon mal die nächste Folge schau und die ganze Zeit denke, dass Elsa mit ganz viel Motivation ca 2 Sekunden "sitz" kann, Alma innerlich zusammenbricht, wenn sie ungewöhnliche Gegenstände sieht und Bolle die Körperbeherrschung eines Kaugummis hat.

    Mit meiner früheren Hündin Lotte war ich mal ein paar Stunden beim Hundeschul-Agility, die ist den Parcours schön gelaufen, danach abgeflitzt und hat sich unter der aufgebockten Verheinshütte verbuddelt und kam erst wieder raus, wenn die Stunde vorbei war.

    Wir haben den Kurs dann nicht weiter verfolgt (und ich versteh auch nicht, weshalb so viele Leute durchziehen, obwohl deren Hunde so überfordert sind)

    So war meine einzige Schlussfolgerung: Hunde können solche Sachen einfach nur lernen, wenn sie von klein auf in guter Obhut sind. Und dann war da in der letzten regulären Folge diese Frau mit dem dicken Mischling, der auch erst mit zwei Jahren oder so aus dem Auslandstierschutz zu ihr kam. Das hat mich ziemlich beeindruckt und ich gucke erneut etwas betroffen auf das, was meine Hunde so können.

    :lol: