Beiträge von Momo und Lotte

    Ich grätsche von der Seite rein, ohne Problem, aber mit ganz viel Freude und Vergleichsvideos.

    Alma und die Katzen im Garten April 2021:

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    Alma und die Katzen im Garten Sommer 2022:

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    Ja, der Vergleich ist unfair, bewegte Katze gegen unbewegte Katze. Aber auch bewegten Katzen setzt sie nicht mehr nach, jodelt nicht mehr, lässt sich sofort abrufen. Früher ist sie vor Frust gegen Scheiben gesprungen. Und nach dem obigen Video war es so, dass wir für den Rest unseres Urlaubs durchgehend alle Vorhänge geschlossen hatten, damit wir zur Ruhe kommen. Ich hatte zuhause keine Pflanzen mehr vorm Fenster, weil Alma die runtergerissen hat. Sie konnte nur mit Leine in den Garten. Und jetzt? Hach. Freude. Ich lieb das Mädel so sehr.

    Ich verstehe das so gut, dass man irgendwann selbst konditioniert wird auf die Reize, die den Hund stressen.

    Früher war ich immer so entspannt unterwegs. Ich hatte ca 10 Jahre eine Hündin, die, nachdem sie anfangs Angst vor allem hatte, innerhalb eines halben Jahres so unfassbar unkompliziert war - der Hund, der immer überall mit konnte, der immer ohne Leine laufen durfte.

    Danach kam Bolle, der auch einfach nur unkompliziert ist.

    Dann diverse Pflegehunde, die so ihre kleinen Baustellen mitbrachten (einer hat sehr geschützt und gewacht und kontrolliert, konnte nicht allein sein; eine mochte andere Hunde nicht so gern, konnte das aber extrem gut kommunizieren, sodass es immer unproblematisch war, eine fand Auto fahren ganz schlimm...), aber ich hab nie wirklich große Sorge gehabt. Es war trotzdem immer alles easy händelbar.

    Nun bin ich so ein Mensch, der extrem mitgeht in den Gefühlen anderer. Ich adaptiere sofort. Wenn mein Freund genervt ist von hupenden Autos, die mir über Jahre nichts ausgemacht haben, so könnte ich jetzt die Decke hochgehen und kriege Herzrasen, wenn ich Autos hupen höre. Wenn mein bester Freund Angst vor Menschenansammlungen hat, überträgt sich das sofort auf mich.

    Und dann kam Elsa, die Pflegehündin, die kein Zuhause fand.

    Elsa hasst Artgenossen.

    Sie hasst sie, nahezu egal in welchem Abstand.

    Auch, wenn wir nur mit dem Auto an ihnen vorbeifahren, rastet sie aus.

    Inzwischen kriege ich schon Puls, wenn ich andere Hunde aus dem Auto heraus sehe, auch wenn Elsa gar nicht mit im Auto ist.

    Wenn ich mit allen drei Hunden unterwegs bin, hab ich durchgehend erhöhte Körperspannung, hab Angst, dass am Wanderparkplatz andere Hundeautos stehen könnten, kriege Zustände, wenn das Wetter an einem Sonntag schön ist und ich ahne, dass alle Menschen gerade Ausflüge machen, gehe meine Lieblingsrunden nicht mehr.

    Ich suche sogar gerade ein Haus oder eine Wohnung, von der ich ahne, dass meine Ansprüche (janz weit draußen) von denen ich oberflächlich annehme, dass sie aus meinem Bedürfnis nach Ruhe entspringen, vor allem dadurch entstanden sind, dass ich eine Umgebung ohne Hupen und andere Hunde suche - also vorrangig die Bedürfnisse der Hunde und meines Freundes adaptiert habe.

    Ich verstehe also total gut, wenn man merkt, dass man neue Ängste und Abwehrhaltungen Dingen gegenüber aufbaut, mit denen man eigentlich mal keine Probleme hatte. Ätzend ist das.

    Alles Gute.

    Dankeschön :)
    (ich schreibe irgendwann einen Essay mit dem Titel "wie ich durch den Fragenthread im Dogforum verlernt habe, eine Suchmaschine zu benutzen.")

    22.06. Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?

    TopGun Maverick letzten Sonntag

    Gibt es da eine Neuauflage oder wird der Schinken wirklich noch gezeigt? Voll lustig! Hat der so einen Kultfilmstatus erreicht? Den hab ich geguckt, als ich zum ersten mal ganz schlimm verliebt war. Mein erstes Date. Händchenhalten im Kino. Er hatte einen Rottweiler namens Juli. Hach, da werden Erinnerungen wach.

    22.06. Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?

    Im Kino war ich zuletzt 2018 - ich geh nämlich wirklich nicht gern und wenn dann nur in so kleine, staubige Programmkinos, wo man keine Knistersachen kaufen kann, dafür aber Rotwein - bei The Favourite von Yorgos Lanthimos, den ich wegen Lobster, Killing of a sacred deer und dogtooth sehr liebe. Es ging um die lesbische Queen Anne und ihre immer hauptsächlich durch Macht geprägten Beziehungen zu anderen Frauen.

    Für einen Lanthimos-Film nicht so verrückt wie angenommen, aber verrückt genug, um ihn gut zu finden.

    Futterverweigerung beim Hund kenne ich sehr gut, Elsa hat das mal sehr konsequent durchgezogen.

    Was absolut geholfen hat waren:

    1.) Katzenschlecksnacks (gibt's bei Lidl, im Raiffeisenmarkt und in Futterläden bestimmt auch)

    2.) Royal Canin Exigent (kenne aber nur das Trockenfutter)

    3.) Möglichst kein Trara ums essen machen. Ehrlich. Ich habe mich wochenlang verrückt gemacht - handfütterung, noch ein Topping, noch ein Topping, wegräumen, durch die Gegend geworfen, alles. Dann hab ich von einem Tag auf den anderen die erarbeiteten Routinen abgestellt:

    Teller statt Napf, drei verschiedene Futtersorten drauf, garniert mit Schlecksnack Typ Leberwurst und den Teller an einen anderen Ort gestellt als sonst. Und dann hab ich den Raum verlassen und jede Serviceleistung eingestellt. Es hat funktioniert. Muss bei euch nicht klappen, ist aber einen Versuch wert, mal die Routinen aufzubrechen.