Also Elsa geht's nicht gut mit der Hitze.
Sie hat ihre Prognose schon überlebt. Die Tierärzt:innen gaben ihr 12 bis maximal 18 Monate als sie einzog und ihre dezidierte Diagnose erhielt, wir haben nun 18 Monate und 14 Tage.
Im Haus ist sie weitestgehend unverändert, etwas schlapper (aber das sind auch die anderen beiden, die keine Herzprobleme haben) aber draußen läuft sie schon deutlich langsamer, hat deutliche Atemgeräusche und auch der Herzhusten kommt häufiger vor. Mal eben einen steilen Berg hochmarschieren fällt ihr schwer und ich merke, dass sie wesentlich häufiger neben oder hinter mir läuft und nicht an ausgefahrener Flexi möglichst weit vor mir. Stresssituationen verknuspert sie auch schlechter.
Im Haus würde man weiterhin überwiegend denken, dass es ihr halbwegs gut geht (man merkt schon, dass sie krank ist, sie ist aber aufgeweckt und lustig und arschig und flink) - auf den Waldrunden (die wir nur in den frühen Morgenstunden oder spät abends machen) ist ein deutlicher Unterschied spürbar.
Für sie wäre es schon besser, wenn es kühler wäre.
Allmählich glaube ich, dass der Abschied nicht mehr so lang auf sich warten lässt. Das macht mir große Angst. Andererseits hatte ich das Gefühl schon oft - und sie hat mich eines Besseren belehrt.
Ich hoff manchmal, dass einfach das "schwarze Kaninchen des Todes" kommt, wie in Watership down. Ich hab solche Angst vor dem letzten Schritt.