Beiträge von Momo und Lotte

    Nun war ich seit heute Mittag unterwegs und habe etwas bang hier reingeschaut. Puh. Bin froh das so zu lesen.

    Weil bei meiner Hündin das Insulinom (erst) nur (m)ein Verdacht war und ich Angst hatte, dass ich noch Mal hilflos da stehe, wenn meine Hündin krampft und vielleicht nichts tun kann, habe ich Diazepam von meiner Tierärztin bekommen. Ich muss sagen, dass ich ihr in Fall der Fälle die ganze Packung reingeknallt hätte. Ja, das hätte sie natürlich umgebracht. Aber das hätte ich lieber in Kauf genommen als sie in Krämpfen sterben zu lassen.

    ich muss sagen, dass ich auch eine ganze Batterie Diazepam hier habe und wir, meine Mutter und ich, tatsächlich auf diese Weise schon mal einen Hund selbst gehen lassen mussten, krampfend, spät nachts, weit auf dem Land, 2 Stunden bis zur Tierklinik. Ich versteh total, was du meinst.

    In diesem Fall hier, wäre das nicht mein Mittel der Wahl, Elsa hat so eine nervöse Grundanspannung, immer, da hab ich einfach Angst vor diesen paradoxen Reaktionen, von denen ich am liebsten nie gelesen hätte.

    Ich glaube, wenn es nun noch einzige Zeit ruhig bleibt, ist sie den Tod vielleicht noch mal für ein paar Meter von der Schippe gesprungen. Für ein paar Tage vielleicht nur oder für ein paar Wochen. Aber immerhin.

    Danke dir für den Rat mit der Dextrose! Vielleicht war ja genau das das Ausschlaggebende...

    Ich wünsche dir viel Kraft. Hoffe, dein Partner ist an deiner Seite. ❤ !

    danke, ja, ist er. Er ist auch völlig verheult und hat die Ausstellungseröffnung für heute abgesagt, bringt mir Toast auf meinen Wachposten, geht mit Alma und Bolle. Ich bin gerade auch so dankbar dafür, dass er mir in meinen Entscheidungen völlig vertraut. Dass ich sagen darf "jetzt geht es nicht mehr weiter" und auch "ich hab mich vertan, ich sage den Euthanasietermin jetzt ab."

    Er trägt das einfach mit und verlässt sich da total auf mich. Ich könnte es auch nicht ertragen, diskutieren zu müssen.

    Seit 5 Stunden kein Krampf mehr. Aber sie ich völlig fertig und gerädert, schläft mit offener Schnauze*, ist ganz weit weg.

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    *keine Schnauzenatmung wegen Atemnot, echt nur total total weggetreten vor Erschöpfung.

    Wow, wie einfühlsam formuliert Hundebär

    ganz ehrlich, ist ja lieb gemeint, ich weiß, aber die Form ist nicht unbedingt das, was jemand braucht, der gerade darum bangt, seinen Hund zu verlieren. Ich weiß, dass du damit nur das beste wolltest. Aber die Wortwahl ist für Menschen in akuten Stressituationen wirklich schlimm. Ich komm damit jetzt klar, aber vielleicht, wenn du da noch mal jemandem helfen willst, versuch es doch bitte mit etwas mitfühlenderer Wortwahl, das wäre super.


    Ich will ja eh die Narkose vorher, auch bei Pentobarbital. Mich hat es gewundert, dass die Kardiologin nur das verwendet ohne vorherige Narkose. Und ich habe mich bereits dagegen entschieden, es bei ihr machen zu lassen, nachdem ich diese, vermeintlich seriöse Quelle dazu gelesen habe.

    https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/dtbl/archi…akovigilanz.pdf

    Und auch, dass sie das unbedingt in der Praxis machen will, die von hier auch noch 45 Minuten entfernt ist, spricht dagegen.

    Ich habe mit der Tierklinik, die damals Lotte eingeschläfert hat, telefoniert. Die verwenden nach Narkose (i.v.) sowohl Pentobarbital als auch T61. Ich weiß nicht, was Lotte damals bekommen hat. Ich weiß nur, dass es sehr friedlich war und sie bis zur letzten Sekunde, bis die Narkose wirkte, gefressen hat und sich über die vielen Leckerchen gefreut hat. Und auch wenn Elsa weniger verfressen ist, ich wünsche es mir für sie genau so sanft.

    Es ist heut nicht der Tag der Tage, glaube ich.

    Ich konnte ihr Banane-Dextrose-Pistanzien-Sahnejoghurt (Zucker, Kalium, Magnesium) unterjubeln, ca 3, 4 Esslöffel hat sie davon gegessen. Danach hat sie noch ein Mal ganz kurz gekrampft, nicht fest, nur 2 Sekunden, man hätte es für ein kurzes Strecken halten können, wenn man jetzt nicht mit Argusaugen hier neben ihr sitzen würde.

    Der Herzschlag hat sich dann noch mal verändert, ihre normale Frequenz sind normalerweise unabänderlich ein einfacher Schlag pro 3 Sekunden. In diesen Episoden des Vorhofflimmerns, das es ziemlich sicher ist, haben wir drei "Schläge" pro Sekunde. Das dauert dann so eine bis drei Minuten und dann wird es wieder gewohnt langsam. Das hat bei mir einfach gerade die größte Panik ausgelöst weil ich mit einem plötzlichen Herztod gerechnet habe.

    Aber das scheint sich gerade auch wieder beruhigt zu haben, wir haben dann hier auf dem Sofa 40 Minuten ruhig geschlafen.


    Seit dem ist, ich klopfe auf Holz, wieder Ruhe.

    Sie hat gerade eine normal große Portion Hühnersuppe gegessen und einen Esslöffel vom o.g. Süßkram und sie hat sich im Garten gelöst.

    Jetzt liegt sie in der Flocke und wirkt ganz normal. Der Blick ist nicht mehr leer und hilflos, sondern viel wacher und aufmerksamer. Ich hatte gerade sogar kurz das Gefühl, als würde sie überlegen, mich wie gewohnt anzuspringen und zu nerven.

    Heute ist es noch nicht vorbei. Und zur Not melde ich mich die ganze nächste Woche krank und überwache ihren Zustand.

    wie lange braucht Kalium, das über normale Nahrungsmittel zugeführt wird, bis es da ist, wo es sein soll (um einen akuten Kaliummangel mit Herzrhytmusstörungen auszugleichen)?

    Ich hab da zwar eine Formulierung gefunden, kann die aber aktuell nicht verstehen.


    Im distalen Tubulus der Niere erfolgt schließlich die bedeutsame Regulation der Kaliumausscheidung. Bei ausgeglichener Kaliumbilanz werden etwa 90 % des oral zugeführten Kaliums innerhalb von 8 Stunden und mehr als 98 % innerhalb von 24 Stunden über die Nieren eliminiert.

    Und dann hab ich noch die gleiche Frage für Magnesium.


    Und macht es Sinn, beides relativ häufig in kleineren Mengen aufzunehmen oder lieber "ein Mal viel"?

    Bei uns waren Krampfanfälle zusätzlich zur HI der Beginn einer Niereninsuffizienz mit späterem Nierenversagen. Wurde vielleicht mal der SDMA-Wert getestest / od. Ultraschall der Nieren gemacht? Es war einige Zeit mit entsprechender Ernährung und Medikation noch lebenswert für sie.

    Wir hatten - als es nicht mehr ging - eine mobile TÄ angerufen die zum einschläfern nach Hause kam und uns von unserem TA empfohlen wurde (da es für den Hund ein völlig neuer Kontext und in der gewohnten Umgebung zuhause war). Vielleicht gibt es ja auch so eine Möglichkeit bei euch (ob jetzt zur Untersuchung oder einschläfern) . Alles alles Gute!

    Danke. Erstaunlicherweise sind die Nieren relativ in Ordnung, SDMA wurde aber nicht ausgewertet. Nur Kreatinin und Harnstoff. Kreatinin ziemlich niedrig, Harnstoff minimal zu hoch.

    Ich weiß auch gerade einfach nicht, ob ich ihr - Stand jetzt - noch Diagnostik zumute. Denn ihr Herz ist einfach so drastisch schlecht, dass es ein Wunder ist, dass sie noch lebt.

    Erklärung

    Herzvorhof hatte bei der letzten Messung eine Größe von 8,3 cm. Bei einem 9kg Hund... diese Größe wäre für einen 30 kg Hund normal. Unsere Kardiologin war vor zwei Jahren schon ziemlich fassungslos und nannte das ganze bündig Endstadium. Und das ist tatsächlich nicht ihr einziges Problem mit dem Herzen, da ist einfach alles kaputt, was kaputtgehen kann.
    Vor knapp zwei Jahren, als sie herkam, ging es eigentlich schon nur noch um Wochen, vielleicht Monate. Die euphorischste Prognose waren 18 Monate, das hat eine Tierklinik im besten aller Fälle in Aussicht gestellt. An diese hoffnungsvollere Aussicht hat aber niemand sonst geglaubt. Maximal 12 seien noch realistisch.

    Wir sind jetzt schon in Monat 23 nach Diagnose. Und selbst wenn man etwas anderes finden würde, viel Zeit bleibt aufgrund der Hauptdiagnose nicht. Und dann gibt es da leider auch noch ungeklärte Umfangsvermehrungen im Bauch, die man aber nicht behandeln kann, da das Narkoserisiko zu groß ist.

    Leider können wir niemanden nach Hause kommen lassen. Wir kriegen nie Besuch, ich glaube, das würde einfach zu ungewohnt sein. Und dann ist da noch meine Alma, die damit deutlich Stress hätte. Wir haben einfach Wegsperren oder auf den Platz schicken nicht gut genug geübt und ich möchte nicht, dass Elsas Abschied von Almas Stresskompensation überbordet wird.

    Ich glaube, Auto wäre gut. Da fühlt sie sich eigentlich wohl. Alles außerhalb der Praxisräume wäre friedlicher, als im Praxisraum. Vermute ich zumindest... vielleicht schätze ich es falsch ein.

    Ich schick euch mal :streichel: .

    Unser verstorbener Rüde hatte auch immer Stress beim TA. Ich habe vorher angerufen, Situation geschildert und um ein Beruhigungsmittel, das ich vir Abfahrt zuhause geben darf, gebeten .

    Das war für unseren TA okay und unser Rüde konnte den letzten Weg ohne Aufregung gehen.

    danke.

    Ich bin diesbezüglich so zwigespalten. Es gibt ja auch so viele Sedativa, die paradox wirken können und dann natürlich auch gerade bei dem geschwächten Herz evtl. vorzeitig zum Herzstillstand führen könnten.

    Deshalb will ich das hier nicht unbedingt machen.

    Danke ihr Lieben.

    Das jüngste Blutbild ist noch nicht sehr alt, da gibt es keine Anzeichen für Anämie. Das könnte sich natürlich geändert haben.

    Unterzuckerung ist auch unwahrscheinlich, sie hat gestern echt ganz gut gegessen und dass sie etwas mit Xylit aufgenommen hat, kann ich völlig ausschließen.

    Kalium war in dem Blutbild aber zu niedrig und Natrium zu hoch. Ich konnte da nur marginal drauf einwirken, und habe natriumärmer gefüttert. Vielleicht sollte ich doch mal versuchen, ihr Bananenjoghurt unterzujubeln...

    Sie hat gerade etwas Hühnersuppe gegessen und ist die Treppe zum Garten hochgelaufen. Zwar langsam und wackelig, aber freiwillig und ohne, dass ich sie dazu aufgefordert hätte.

    Vielleicht ist es nicht der Tag der Tage. Ich hab das Gefühl, dass der Zustand ganz schön schwankt. Es gab heute Momente, da habe ich gesagt, dass wir sofort zum Tierarzt fahren, dass es vorbei ist. Und dann wieder Momente, in denen ich denke, sie berappelt sich doch wieder, wir haben noch ein wenig Zeit.