Indianheart:
Ich finde es auch sehr wichtig die Angst zu differenzieren und natürlich muss die Situation und der Hund auch miteinbezogen werden!
Ich kenne es so und so.
Da ich im Winter auf Schlittenhunderennen war und so gut wie alle Hunde im Stress waren, kann ich Folgendes berichten:
Die Hunde zittern, jaulen, springen ins Geschirr, weil es gleich los geht. Das ist eine Stresssituation für sie, den sie durch den Vorwärtsdrang beim Start dann schnell abbauen. Bis zum Start, sind sie aber alle sehr nervös.
Eine junge Hündin (2) hat immer besonders viel gejault und ist rumgesprungen. Wenn man sich neben sie gestellt hat, ruhig gestreichelt hat und ein bisschen mit ihr geredet hat, wurde sie ruhig und entspannte sich sogar etwas.
Stress und Angst sind sehr unterschiedlich und man muss immer individuell auf die Situation reagieren. Ich würde nicht sagen, dass wenn ein Hund Stress hat und man diesen streichelt, er dadurch bestärkt wird.
Des Weiteren denke ich aber auch dass es bei den Schlittenhunden etwas anderes ist, da sie ja im Rudel leben und für sie die menschliche Zuwendung (von der sie weniger haben, als ein Einzelhund, diese aber ebenso anstreben) das Höchste ist. Da steht dann die Zuwendung einfach über der Stresssituation.
Oder nehmen wir meine Hündin.
Sie ist jagdlich sehr ambitioniert und wir haben es super in den Griff bekommen. Wenn ein Wildtier über den Weg springt hat sie auch Stress, denn sie möchte ja hinterher. Der Gehorsam steht nun aber über dieser Lust hinterher zu laufen. Dabei streichel ich sie aber nicht und loben darf ich sie auch nicht, sonst ist sie weg
Erst nachdem alles wieder "ruhig" ist kann ich sie bestätigen.
Also Stresssituation ist nicht gleich Stresssituation....
Ich glaube da müsste einfach ein erfahrener Trainer her, der erkennt, was genau dieser Hund braucht.
))))